Brite in Dubai verhaftet, weil er iranische Rakete gefilmt hat
Ein britischer Tourist wurde in Dubai festgenommen, weil er Raketenangriffe mit dem Smartphone gefilmt hat. Die strengen Gesetze der Emirate verbieten die Verbreitung solcher Aufnahmen. Das Vorgehen soll Desinformation im Netz verhindern.
Die Behörden der Emirate reagieren dieser Tage extrem sensibel auf die Dokumentation militärischer Vorfälle. Ziel ist es, die Verbreitung von Bildern des Konflikts in sozialen Netzwerken zu unterbinden. Das Land fürchtet negative Auswirkungen auf den Tourismus und die innere Sicherheit. Das Filmen von militärischen Anlagen oder Zwischenfällen ist streng untersagt.
Das Telekommunikationsgesetz der Emirate gilt als besonders streng. Schon in der Vergangenheit wurden Urlauber verhaftet, weil sie unwissentlich geschützte Bereiche wie Flughäfen ablichteten. Selbst das Weiterleiten von harmlos wirkenden Videos in privaten Chatgruppen kann als Gefährdung der nationalen Sicherheit eingestuft werden. Die Polizei überwacht den digitalen Datenverkehr intensiv.
Das britische Außenministerium hat seine Reisehinweise für die Region bereits angepasst. Touristen wird geraten, Handys bei ersten Anzeichen von Unruhen sofort wegzustecken. Insbesondere rund um kritische Infrastruktur sollten Besucher besondere Vorsicht walten lassen. Eine rasche Freilassung des Briten ist unwahrscheinlich, da Ermittlungen in solchen Fällen oft mehrere Wochen dauern.
Reisende sollten grundlegende Verhaltensregeln beachten, um Konflikte mit der Polizei zu vermeiden:
Wie bewertet ihr die strengen Gesetze für Smartphone-Aufnahmen in Krisengebieten? Haltet ihr das Risiko bei solchen Reisen für zu hoch? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Verhaftung wegen Smartphone-Video
Ein 60-jähriger britischer Tourist ist am Montag in Dubai festgenommen worden. Dem Mann wird vorgeworfen, Raketenangriffe auf die Metropole mit seinem Smartphone gefilmt zu haben. Der Vorfall ereignete sich inmitten der militärischen Spannungen am Golf, die eine Folge der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran sind. Der Urlauber wurde nach der Aufnahme direkt in eine Polizeistation gebracht und verhört.Die Behörden der Emirate reagieren dieser Tage extrem sensibel auf die Dokumentation militärischer Vorfälle. Ziel ist es, die Verbreitung von Bildern des Konflikts in sozialen Netzwerken zu unterbinden. Das Land fürchtet negative Auswirkungen auf den Tourismus und die innere Sicherheit. Das Filmen von militärischen Anlagen oder Zwischenfällen ist streng untersagt.
Strenge Gesetze in den Emiraten
Wie die britische Tageszeitung The Telegraph berichtet, drohen bei derartigen Vergehen empfindliche Strafen. Die Ermittler stützen sich auf das weitreichende Gesetz zur Internetkriminalität der Region. Wer entsprechende Angriffe online teilt, riskiert Gefängnisstrafen. Zudem sind in solchen Fällen hohe Geldstrafen von bis zu 77.000 Dollar üblich.Das Telekommunikationsgesetz der Emirate gilt als besonders streng. Schon in der Vergangenheit wurden Urlauber verhaftet, weil sie unwissentlich geschützte Bereiche wie Flughäfen ablichteten. Selbst das Weiterleiten von harmlos wirkenden Videos in privaten Chatgruppen kann als Gefährdung der nationalen Sicherheit eingestuft werden. Die Polizei überwacht den digitalen Datenverkehr intensiv.
Historischer Kontext der Zensur
Historisch gesehen hat Medienkontrolle in der Region eine lange Tradition. Seit der Gründung des Staates im Jahr 1971 reguliert die Regierung den Informationsfluss strikt. Mit dem Aufstieg des Internets wurden Kontrollen auf den digitalen Raum ausgeweitet. Im Jahr 2012 verabschiedete das Land ein verschärftes Gesetz, das die freie Meinungsäußerung im Netz stark einschränkt.Das britische Außenministerium hat seine Reisehinweise für die Region bereits angepasst. Touristen wird geraten, Handys bei ersten Anzeichen von Unruhen sofort wegzustecken. Insbesondere rund um kritische Infrastruktur sollten Besucher besondere Vorsicht walten lassen. Eine rasche Freilassung des Briten ist unwahrscheinlich, da Ermittlungen in solchen Fällen oft mehrere Wochen dauern.
Reisende sollten grundlegende Verhaltensregeln beachten, um Konflikte mit der Polizei zu vermeiden:
- Keine militärischen oder staatlichen Einrichtungen fotografieren
- Aufnahmen von Flugzeugen oder Flughäfen unterlassen
- Bilder von fremden Personen nie ohne deren Zustimmung anfertigen
- Diskussionen über politische Themen im Internet meiden
Wie bewertet ihr die strengen Gesetze für Smartphone-Aufnahmen in Krisengebieten? Haltet ihr das Risiko bei solchen Reisen für zu hoch? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Ein 60-jähriger Brite wurde in Dubai wegen Filmens verhaftet
- Er filmte iranische Raketenangriffe auf Dubai mit dem Smartphone
- Die Emirate verbieten das Filmen militärischer Zwischenfälle streng
- Bei Verstößen drohen Gefängnisstrafen und Geldstrafen bis 77.000 Dollar
- Seit 2012 schränkt ein verschärftes Gesetz die Meinungsfreiheit im Netz ein
- Das britische Außenministerium hat seine Reisehinweise bereits angepasst
- Eine rasche Freilassung ist unwahrscheinlich, da Ermittlungen lange dauern
Siehe auch:
- Iran-Krieg verschärft die Speicherknappheit jetzt durch Rohstoffmangel
- US-Gouverneur fällt auf Spiele-Clip als "echte" Iran-Aufnahme herein
- Erster US-Torpedo-Einsatz seit 1945: Navy versenkt iranisches Schiff
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