E-Mail-Probleme? - Exchange Online stuft Nachrichten als Phishing ein
E-Mail-Nutzer, die an einer Exchange Online-Infrastruktur hängen, können aktuell Probleme beim Empfang wichtiger Nachrichten haben. Denn seit Tagen werden legitime E-Mails fälschlicherweise als Phishing eingestuft.
Laut Microsoft liegt die Ursache in fehlerhaften Bewertungen von Webadressen innerhalb von E-Mails. Sicherheitsmechanismen hätten URLs irrtümlich als verdächtig erkannt, obwohl sie harmlos seien. Hintergrund sei eine kontinuierliche Anpassung der Erkennungsregeln, mit denen immer ausgefeiltere Spam- und Phishing-Angriffe bekämpft werden sollen. Gerade diese Verschärfungen hätten jedoch dazu geführt, dass auch legitime Nachrichten blockiert wurden.
Am Wochenende bestätigte das Unternehmen, dass eine neue URL-Regel maßgeblich zu dem Problem beiträgt. Diese sollte eigentlich komplexere Betrugsversuche erkennen, sorgt derzeit aber dafür, dass korrekte E-Mails als potenziell gefährlich gelten und deshalb isoliert werden. Wie viele Kunden betroffen sind oder in welchen Regionen die Störung besonders stark auftritt, hat Microsoft bislang nicht bekannt gegeben. Der Konzern stuft die Situation jedoch offiziell als "Incident" ein, was in der Regel auf spürbare Einschränkungen für Nutzer hinweist.
Probleme dieser Art sind nicht neu: In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Fehlern in Exchange Online oder zu Fehlentscheidungen von Anti-Spam-Systemen. So wurden etwa im März E-Mails aufgrund eines Bugs fälschlich isoliert, während im Mai ein fehlerhaftes Machine-Learning-Modell Nachrichten aus Gmail-Konten als Spam markierte. Erst im September führte ein weiterer Fehler dazu, dass Links blockiert und E-Mails unbegründet in Quarantäne verschoben wurden.
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Ab in die Quarantäne
Microsoft untersucht aktuell das Problem, durch das die Nachrichten automatisch in Quarantäne verschoben werden. Der Vorfall begann am 5. Februar und beeinträchtigt seitdem zahlreiche Nutzer des Cloud-E-Mail-Dienstes, da Nachrichten teilweise nicht versendet oder empfangen werden können.Laut Microsoft liegt die Ursache in fehlerhaften Bewertungen von Webadressen innerhalb von E-Mails. Sicherheitsmechanismen hätten URLs irrtümlich als verdächtig erkannt, obwohl sie harmlos seien. Hintergrund sei eine kontinuierliche Anpassung der Erkennungsregeln, mit denen immer ausgefeiltere Spam- und Phishing-Angriffe bekämpft werden sollen. Gerade diese Verschärfungen hätten jedoch dazu geführt, dass auch legitime Nachrichten blockiert wurden.
Am Wochenende bestätigte das Unternehmen, dass eine neue URL-Regel maßgeblich zu dem Problem beiträgt. Diese sollte eigentlich komplexere Betrugsversuche erkennen, sorgt derzeit aber dafür, dass korrekte E-Mails als potenziell gefährlich gelten und deshalb isoliert werden. Wie viele Kunden betroffen sind oder in welchen Regionen die Störung besonders stark auftritt, hat Microsoft bislang nicht bekannt gegeben. Der Konzern stuft die Situation jedoch offiziell als "Incident" ein, was in der Regel auf spürbare Einschränkungen für Nutzer hinweist.
Tröpfchenweise Fortschritte
Bis eine vollständige Lösung verfügbar ist, arbeitet Microsoft daran, fälschlich blockierte Nachrichten freizugeben. Einige Anwender könnten bereits bemerken, dass zuvor zurückgehaltene E-Mails nachträglich im Posteingang erscheinen. Parallel dazu überprüft das Unternehmen die betroffenen URLs und versucht, legitime Adressen wieder freizuschalten. Ein konkreter Zeitplan für die endgültige Behebung steht bislang noch aus.Probleme dieser Art sind nicht neu: In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Fehlern in Exchange Online oder zu Fehlentscheidungen von Anti-Spam-Systemen. So wurden etwa im März E-Mails aufgrund eines Bugs fälschlich isoliert, während im Mai ein fehlerhaftes Machine-Learning-Modell Nachrichten aus Gmail-Konten als Spam markierte. Erst im September führte ein weiterer Fehler dazu, dass Links blockiert und E-Mails unbegründet in Quarantäne verschoben wurden.
Zusammenfassung
- Exchange Online blockiert seit 5. Februar fälschlicherweise E-Mails als Phishing
- Fehlerhafte Bewertung von URLs führt zur automatischen Quarantäne von Nachrichten
- Eine neue URL-Regel zur Erkennung von Betrugsversuchen verursacht das Problem
- Microsoft arbeitet an der Freigabe blockierter Nachrichten und betroffener URLs
- Der Vorfall wurde offiziell als Störung eingestuft, die viele Nutzer betrifft
- Ähnliche Probleme traten bereits im März, Mai und September des Vorjahres auf
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