General Motors: Neue LMR-Batterie senkt Preis für Auto-Akku deutlich
Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) plant den Einsatz einer neuen Batterietechnologie in seinen Fahrzeugen. Die Stromspeicher basieren auf LMR-Zellen, die mehr Reichweite und Leistung versprechen und vor allem billiger sind.
Prismatische Batteriezellen - erkennbar an ihrer quaderförmigen Bauform - sind nicht neu und kamen bislang vor allem in Hybridfahrzeugen zum Einsatz. GM nutzt derzeit überwiegend sogenannte Pouch-Zellen sowie zylindrische Zellen. Die Forschung an Mangan-reichen Zellen begann bereits 2015 und wurde in den letzten Jahren deutlich intensiviert.
Ein zentraler Vorteil der neuen Batterien liegt in ihrer höheren Energiedichte. Im Vergleich zu heutigen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) sollen die neuen LMR-Zellen rund 33 Prozent mehr Energie speichern - bei vergleichbaren Kosten. Zudem verspricht GM eine deutliche Reduktion des Batteriegewichts sowie eine Vereinfachung des Aufbaus: 50 Prozent weniger Bauteile sollen den Herstellungsprozess effizienter gestalten.
Die LMR-Zellen sollen nicht die bestehenden Ultium-Pouch-Zellen ersetzen, sondern das Angebot ergänzen - ebenso wie die geplanten LFP-Zellen für kleinere Elektrofahrzeuge. GM sieht in der neuen Batterie einen wichtigen Schritt, um Elektromobilität profitabler zu machen und größere Kundengruppen zu erreichen.
Siehe auch:
- GM plant den Einsatz neuer LMR-Batterietechnologie in seinen Fahrzeugen
- LMR-Zellen versprechen mehr Reichweite, Leistung und günstigere Kosten
- Neue Technologie basiert auf häufiger verfügbaren Rohstoffen wie Mangan
- LMR-Zellen speichern 33 Prozent mehr Energie als LFP-Zellen
- Die Batterie soll leichter werden und aus 50 Prozent weniger Bauteilen bestehen
- Vorserienproduktion ab 2027, Serienfertigung in den USA für 2028 geplant
- LMR-Zellen sollen bestehende Ultium-Pouch-Zellen ergänzen, nicht ersetzen
Weniger seltene Rohstoffe
LMR steht dabei für Lithium-Mangan-reiche (LMR) prismatische Batteriezelle. Die neue Zellchemie basiert hier auf günstigeren und häufiger verfügbaren Rohstoffen wie Mangan, wodurch man auf teure und seltener vorkommende Materialien wie Kobalt und Nickel weitgehend verzichten kann. Laut Kurt Kelty, Konzern-Verantwortlicher für Batterietechnologie und Nachhaltigkeit, sei die neue Technologie vor allem ein "Gamechanger" für elektrische Nutzfahrzeuge.Prismatische Batteriezellen - erkennbar an ihrer quaderförmigen Bauform - sind nicht neu und kamen bislang vor allem in Hybridfahrzeugen zum Einsatz. GM nutzt derzeit überwiegend sogenannte Pouch-Zellen sowie zylindrische Zellen. Die Forschung an Mangan-reichen Zellen begann bereits 2015 und wurde in den letzten Jahren deutlich intensiviert.
Ein zentraler Vorteil der neuen Batterien liegt in ihrer höheren Energiedichte. Im Vergleich zu heutigen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) sollen die neuen LMR-Zellen rund 33 Prozent mehr Energie speichern - bei vergleichbaren Kosten. Zudem verspricht GM eine deutliche Reduktion des Batteriegewichts sowie eine Vereinfachung des Aufbaus: 50 Prozent weniger Bauteile sollen den Herstellungsprozess effizienter gestalten.
2028 in Serie
Die neue Technologie wird in Zusammenarbeit mit LG Energy Solution entwickelt. Die gemeinsame Tochter Ultium Cells plant, ab 2027 mit der Vorserienproduktion zu beginnen. Die Serienfertigung in den USA ist für 2028 angesetzt.Die LMR-Zellen sollen nicht die bestehenden Ultium-Pouch-Zellen ersetzen, sondern das Angebot ergänzen - ebenso wie die geplanten LFP-Zellen für kleinere Elektrofahrzeuge. GM sieht in der neuen Batterie einen wichtigen Schritt, um Elektromobilität profitabler zu machen und größere Kundengruppen zu erreichen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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