E-Auto-Hersteller will sein Werk mit ausgedienten Akkus betreiben
Der US-Elektroautohersteller Rivian will sein Werk im Bundesstaat Illinois zukünftig mit ausgedienten eigenen Batterien betreiben. Möglich wird das durch eine Kooperation mit dem Recyclingunternehmen Redwood Materials, wie beide Firmen mitteilten.
Rivian-Chef RJ Scaringe betonte, Elektrofahrzeuge stellten "massive, verteilte Energiespeicher" dar. Angesichts wachsender Energiebedarfe müsse das Stromnetz flexibler, sicherer und kosteneffizienter werden. Die Partnerschaft ermögliche es, Batterien auch nach ihrem Einsatz im Fahrzeug sinnvoll weiterzuverwenden und gleichzeitig zur Stabilität des Energiesystems beizutragen.
Hintergrund ist, dass Batterien von Elektroautos oft langsamer altern als angenommen. Selbst wenn ihre Kapazität auf 50 bis 75 Prozent sinkt, können sie für stationäre Anwendungen noch wertvoll sein. Für den Einsatz im Auto reicht die Leistung dann zwar nicht mehr aus, doch für Energiespeicherlösungen sind sie weiterhin geeignet. Genau hier setzt Redwood mit seiner 2024 gestarteten Sparte für Energiespeicherung an, die gebrauchte Batterien vor dem Recycling weiterverwertet.
Auch andere große Hersteller verfolgen ähnliche Strategien. So arbeitet General Motors bereits mit Redwood zusammen, während Ford angekündigt hat, ab 2027 eigene stationäre Speichersysteme auf Basis ungenutzter Batteriekapazitäten zu entwickeln.
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10 MWh Speicher aus zweiter Hand
Konkret sollen zunächst stationäre Energiespeicher mit einer Kapazität von rund 10 Megawattstunden entstehen. Dafür stellt Rivian gebrauchte Batteriepacks aus Elektrofahrzeugen bereit. Redwood Materials bereitet diese sogenannten "Second-Life"-Batterien auf und integriert sie in ein stationäres Speichersystem. Dieses kann insbesondere zu Zeiten hoher Stromnachfrage genutzt werden, um Energiekosten zu senken und die Netzbelastung zu reduzieren.Rivian-Chef RJ Scaringe betonte, Elektrofahrzeuge stellten "massive, verteilte Energiespeicher" dar. Angesichts wachsender Energiebedarfe müsse das Stromnetz flexibler, sicherer und kosteneffizienter werden. Die Partnerschaft ermögliche es, Batterien auch nach ihrem Einsatz im Fahrzeug sinnvoll weiterzuverwenden und gleichzeitig zur Stabilität des Energiesystems beizutragen.
Hintergrund ist, dass Batterien von Elektroautos oft langsamer altern als angenommen. Selbst wenn ihre Kapazität auf 50 bis 75 Prozent sinkt, können sie für stationäre Anwendungen noch wertvoll sein. Für den Einsatz im Auto reicht die Leistung dann zwar nicht mehr aus, doch für Energiespeicherlösungen sind sie weiterhin geeignet. Genau hier setzt Redwood mit seiner 2024 gestarteten Sparte für Energiespeicherung an, die gebrauchte Batterien vor dem Recycling weiterverwertet.
Grenzen verschwimmen
Die Vereinbarung mit Rivian ist Teil eines größeren Trends: Die Grenzen zwischen Automobilindustrie und Energiesektor verschwimmen zunehmend. Während einige Hersteller ihre Produktionspläne für Elektroautos zuletzt zurückgefahren haben, entsteht ein Überschuss an Batteriekapazitäten. Diese werden verstärkt in stationäre Speicherlösungen umgeleitet.Auch andere große Hersteller verfolgen ähnliche Strategien. So arbeitet General Motors bereits mit Redwood zusammen, während Ford angekündigt hat, ab 2027 eigene stationäre Speichersysteme auf Basis ungenutzter Batteriekapazitäten zu entwickeln.
Zusammenfassung
- Rivian will sein Werk in Illinois mit ausgedienten Akkus versorgen
- Redwood bereitet gebrauchte Batteriepacks zu stationären Speichern auf
- Geplant sind zunächst Systeme mit rund 10 Megawattstunden Kapazität
- Das senkt Energiekosten in Spitzenzeiten und entlastet das Stromnetz
- Akkus mit 50 bis 75 Prozent Restkapazität bleiben stationär nutzbar
- GM kooperiert bereits, Ford plant ab 2027 eigene Speicherlösungen
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