Neue Android-Malware schleicht sich über eine KI-Plattform ein
Kriminelle nutzen derzeit die KI-Plattform Hugging Face, um Android-Malware zu verbreiten. Sicherheitsforscher warnen vor einer gefälschten App, die vorgibt, Smartphones zu schützen, in Wirklichkeit aber die vollständige Kontrolle über Geräte übernimmt.
Im aktuellen Fall wurde die Schadsoftware zunächst in einer Anwendung namens "TrustBastion" entdeckt. Die App tarnt sich als Antivirus-Lösung und verspricht Schutz vor Viren, Phishing und Malware. Nach der Installation meldet sie angebliche Infektionen auf dem Gerät und fordert ein Update. Wer diesem Hinweis folgt, lädt jedoch den eigentlichen Schadcode herunter. Die Forscher sprechen von sogenannter "Scareware", die Nutzer gezielt verunsichert.
Nach Angaben Bitdefenders stellt die App eine Verbindung zu einem externen Server her, der wiederum auf ein Hugging-Face-Repository mit Tausenden Änderungen verweist. Selbst nachdem die Inhalte gemeldet wurden, tauchten laut den Experten schnell neue Versionen unter veränderten Namen und Icons auf - mit jeweils identischer Schadfunktion. Der entdeckte Banking-Trojaner gilt als besonders gefährlich. Er kann Bildschirmaufnahmen erstellen, gefälschte Login-Seiten für Finanzdienste anzeigen und sogar die PIN des Sperrbildschirms abgreifen. Die gesammelten Daten werden anschließend an externe Server übertragen.
Sicherheitsexperten raten dennoch zu Vorsicht: Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Play Store oder dem Samsung Galaxy Store heruntergeladen werden. Auch dort lohnt sich ein Blick auf Bewertungen und Downloadzahlen. Von sogenannten Sideloads außerhalb offizieller Stores wird abgeraten. Außerdem sollten Nutzer vorsichtig sein, wenn Anwendungen umfangreiche Zugriffsrechte verlangen, und ihre Geräte regelmäßig mit Sicherheitslösungen überprüfen.
Siehe auch:
- Kriminelle verbreiten Android-Malware über die KI-Plattform Hugging Face
- Als Antivirus getarnte App 'TrustBastion' installiert Banking-Trojaner
- Nach Installation meldet die App gefälschte Infektionen und fordert Updates
- Banking-Trojaner kann Bildschirme aufnehmen und Banking-Zugänge stehlen
- Google bestätigt: Malware nicht im offiziellen Play Store gefunden
- Experten raten, Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren
- Vorsicht bei Apps, die umfangreiche Zugriffsrechte auf dem Gerät fordern
Erst Panik machen, dann Schadcode laden
Hugging Face ist eine offene Plattform für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Entwickler können dort Modelle hochladen und mit anderen teilen. Laut Experten der Sicherheitsfirma Bitdefender fehlen jedoch wirksame Kontrollen für hochgeladene Inhalte. Dadurch könnten auch manipulierte oder gefährliche Programme verbreitet werden.Im aktuellen Fall wurde die Schadsoftware zunächst in einer Anwendung namens "TrustBastion" entdeckt. Die App tarnt sich als Antivirus-Lösung und verspricht Schutz vor Viren, Phishing und Malware. Nach der Installation meldet sie angebliche Infektionen auf dem Gerät und fordert ein Update. Wer diesem Hinweis folgt, lädt jedoch den eigentlichen Schadcode herunter. Die Forscher sprechen von sogenannter "Scareware", die Nutzer gezielt verunsichert.
Nach Angaben Bitdefenders stellt die App eine Verbindung zu einem externen Server her, der wiederum auf ein Hugging-Face-Repository mit Tausenden Änderungen verweist. Selbst nachdem die Inhalte gemeldet wurden, tauchten laut den Experten schnell neue Versionen unter veränderten Namen und Icons auf - mit jeweils identischer Schadfunktion. Der entdeckte Banking-Trojaner gilt als besonders gefährlich. Er kann Bildschirmaufnahmen erstellen, gefälschte Login-Seiten für Finanzdienste anzeigen und sogar die PIN des Sperrbildschirms abgreifen. Die gesammelten Daten werden anschließend an externe Server übertragen.
Vorsicht ist geboten
Google betonte, dass entsprechende Apps bislang nicht im offiziellen Play Store gefunden wurden. Zudem schütze Google Play Protect Nutzer automatisch vor bekannten Varianten, indem Apps auf verdächtiges Verhalten überprüft und im Zweifel blockiert werden.Sicherheitsexperten raten dennoch zu Vorsicht: Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Play Store oder dem Samsung Galaxy Store heruntergeladen werden. Auch dort lohnt sich ein Blick auf Bewertungen und Downloadzahlen. Von sogenannten Sideloads außerhalb offizieller Stores wird abgeraten. Außerdem sollten Nutzer vorsichtig sein, wenn Anwendungen umfangreiche Zugriffsrechte verlangen, und ihre Geräte regelmäßig mit Sicherheitslösungen überprüfen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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