Nvidia reagiert auf RAM-Krise:
Bald wohl mehr RTX-Karten mit nur 8 GB

Nvidia passt angeblich das Angebot bei der RTX-50-Serie an. Statt zukunftssicherer 16-GB-Karten sollen nun primär Modelle der Mittelklasse mit acht Gigabyte VRAM verkauft werden. Ursache für diesen Schritt ist natürlich die anhaltende globale Speicherkrise.
Logo, Nvidia, Schriftzug

Strategiewechsel in der Fertigung

Zuletzt gab es ernüchternde Nachrichten für Grafikkarten-Enthusiasten. So soll die RTX 6090 noch fast zwei Jahre auf sich warten lassen. Stattdessen könnten alte GeForce-Modelle wie die RTX 3060 neu aufgelegt werden. Nvidia-CEO Jensen Huang nannte diesen Plan kürzlich eine "gute Idee". Und auch bei der aktuellen RTX-50-Serie gibt es jetzt angeblich eine bedenkliche Entwicklung.

So passt Nvidia neuesten Berichten zufolge das Angebot bei seinen GPUs grundlegend an. Der Fokus verschiebt sich offenbar deutlich hin zu Modellen mit lediglich acht Gigabyte Grafikspeicher. Betroffen sollen davon primär die volumenstarken Karten der Mittelklasse sein, namentlich die GeForce RTX 5060 sowie die RTX 5060 Ti.


Hintergrund dieser Entscheidung ist natürlich die anhaltende Krise auf dem globalen Speichermarkt. Die Verfügbarkeit von modernen Speicherbausteinen ist eingeschränkt, was die Preise für die Bestückung von Platinen in die Höhe treibt. Um die Verkaufspreise im Einstiegs- und Mittelklasse-Segment im Rahmen zu halten und gleichzeitig hohe Stückzahlen liefern zu können, sieht sich Nvidia offenbar gezwungen, am Videospeicher zu sparen. Für Endanwender würde das bedeuten, dass sie vorerst häufiger zu Varianten mit acht Gigabyte greifen müssten, da Alternativen mit doppelter Speichermenge verknappt werden.

Der entsprechende Bericht stammt von der chinesischen Plattform Board Channels (via VideoCardz). Bei dieser Plattform handelt es sich um Foren, in denen sich Mitarbeiter von Nvidias Board-Partnern und Systemintegratoren austauschen, weshalb die dortigen Informationen oft einen direkten Einblick in die Lieferketten gewähren.

Wenig Leistung, hoher Preis?

Grafikkarten mit acht Gigabyte VRAM sahen sich schon in der Vergangenheit immer wieder Kritik ausgesetzt. Zwar lassen sich viele aktuelle Spiele dank Technologien wie DLSS und Frame Generation auch mit solchen Karten noch flüssig darstellen, doch leidet die Langlebigkeit der Hardware unter dieser Limitierung. Texturauflösungen und der Speicherbedarf moderner Spiele steigen stetig an. Experten befürchten, dass Käufer einer solchen Karte früher als erwartet aufrüsten müssen, wenn die Rohleistung des Grafikchips zwar ausreicht, der Speicher aber zum Flaschenhals wird. Gerade bei höheren Auflösungen über 1080p führen acht Gigabyte bereits heute oft zu Nachladerucklern oder matschigen Texturen.

Zusätzlich zur Speicherreduzierung drohen finanzielle Belastungen für den Endkunden. Der enorme Bedarf an Speicherchips für KI-Beschleuniger im Enterprise-Sektor sorgt für eine Verknappung, die auch den Consumer-Markt trifft. Da GDDR7- und GDDR6-Fertigungslinien oft Ressourcen mit der Produktion von HBM-Speicher für Rechenzentren teilen, liegt der Fokus der Chiphersteller auf den profitableren KI-Produkten. Sollte sich die Verfügbarkeit weiter verschlechtern, könnten im zweiten Quartal 2026 selbst die Modelle mit acht Gigabyte im Preis anziehen.

Seht ihr acht Gigabyte VRAM im Jahr 2026 dank DLSS und anderer Technologien noch als adäquat an? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Zusammenfassung
  • Nvidia fokussiert Angebot der RTX-50-Serie angeblich auf 8-GB-Varianten
  • Globale Speicherkrise erzwingt wohl Anpassung der Fertigungsstrategie
  • Besonders betroffen sollen die volumenstarken Modelle RTX 5060 und 5060 Ti sein
  • Verfügbarkeit von Speicherbausteinen stark eingeschränkt durch KI-Bedarf
  • Experten befürchten vorzeitigen Aufrüstungszwang bei 8-GB-Karten
  • Mögliche Preissteigerungen im zweiten Quartal 2026 zu erwarten

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