Vera-Rubin-Teleskop entdeckt viel zu schnell drehenden Asteroiden
Riesig, rasant und massiv: Der Asteroid "2025 MN45" stellt bisherige Beobachtungen in den Schatten. Mit einer Rotation von 1,88 Minuten ist er der schnellste bekannte Körper seiner Klasse. Astronomen verdanken den Fund der neuen LSST-Kamera in Chile.
Bei einem Durchmesser von rund 710 Metern dreht er sich alle 1,88 Minuten einmal um die eigene Achse. Nach Angaben der Forscher ist er damit der bislang schnellste rotierende bekannte Asteroid mit einem Durchmesser von mehr als 500 Metern.
Die Beobachtung ist für das Verständnis der inneren Struktur von Asteroiden von Bedeutung.
Die meisten größeren Asteroiden gelten als sogenannte "Rubble Piles", lose Ansammlungen von Gestein und Staub, die nur durch ihre Schwerkraft zusammengehalten werden. Für solche Objekte liegt die kritische Rotationsgrenze bei etwa 2,2 Stunden. Drehen sie sich schneller, würden Fliehkräfte das Material auseinanderreißen. Dass 2025 MN45 diese Grenze deutlich unterschreitet, spricht nach Einschätzung der Forscher für einen kompakten, monolithischen Gesteinskörper.
Die Daten stammen aus der frühen Betriebsphase des Vera C. Rubin Observatoriums. Die Beobachtungen wurden mit der LSST-Kamera (Legacy Survey of Space and Time) durchgeführt, die mit 3200 Megapixeln als größte Digitalkamera der Welt gilt. Sie ermöglicht eine hochfrequente Überwachung weiter Himmelsbereiche und die präzise Erfassung auch lichtschwacher oder schnell veränderlicher Objekte.
Fachleute erwarten, dass in den kommenden Jahren Tausende weiterer Asteroiden detailliert untersucht werden. Dies soll helfen, die Häufigkeit von lockeren und kompakten Körpern im Asteroidengürtel besser zu bestimmen und Modelle zur Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems zu verfeinern.
Was haltet ihr von den Möglichkeiten der neuen LSST-Kamera? Glaubt ihr, wir werden durch solche Untersuchungen noch ganz andere Überraschungen im Sonnensystem finden? Schreibt es uns in die Kommentare!
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Rekordfund im All: Asteroid rotiert alle zwei Minuten
Auf der Wintertagung der American Astronomical Society in Phoenix haben Astronomen die Entdeckung eines außergewöhnlich schnell rotierenden Asteroiden vorgestellt. Das Team um Sarah Greenstreet von der University of Washington präsentierte den Himmelskörper 2025 MN45.Bei einem Durchmesser von rund 710 Metern dreht er sich alle 1,88 Minuten einmal um die eigene Achse. Nach Angaben der Forscher ist er damit der bislang schnellste rotierende bekannte Asteroid mit einem Durchmesser von mehr als 500 Metern.
Die Beobachtung ist für das Verständnis der inneren Struktur von Asteroiden von Bedeutung.
Die meisten größeren Asteroiden gelten als sogenannte "Rubble Piles", lose Ansammlungen von Gestein und Staub, die nur durch ihre Schwerkraft zusammengehalten werden. Für solche Objekte liegt die kritische Rotationsgrenze bei etwa 2,2 Stunden. Drehen sie sich schneller, würden Fliehkräfte das Material auseinanderreißen. Dass 2025 MN45 diese Grenze deutlich unterschreitet, spricht nach Einschätzung der Forscher für einen kompakten, monolithischen Gesteinskörper.
Die Daten stammen aus der frühen Betriebsphase des Vera C. Rubin Observatoriums. Die Beobachtungen wurden mit der LSST-Kamera (Legacy Survey of Space and Time) durchgeführt, die mit 3200 Megapixeln als größte Digitalkamera der Welt gilt. Sie ermöglicht eine hochfrequente Überwachung weiter Himmelsbereiche und die präzise Erfassung auch lichtschwacher oder schnell veränderlicher Objekte.
Rückschlüsse auf die Entstehung
Aus der stabilen Struktur von 2025 MN45 ziehen die Wissenschaftler Rückschlüsse auf seine Entstehung. Nach Einschätzung von Greenstreet und ihrem Team könnte der Asteroid ein Bruchstück aus dem Inneren eines deutlich größeren Körpers sein, der bei einer Kollision entstanden ist. Die feste Struktur habe verhindert, dass das Objekt durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit zerfällt. Lose Oberflächenmaterialien könnten sich unter diesen Bedingungen kaum halten."Das NSF-DOE Rubin Observatory wird Dinge entdecken, von denen niemand wusste, dass es sie überhaupt gibt.Neben 2025 MN45 identifizierten die Forscher in den ausgewerteten Daten insgesamt 19 weitere besonders schnell rotierende Asteroiden. Während hohe Rotationsraten bei kleineren Objekten häufiger vorkommen, gilt ein derart großes Objekt mit einer Umlaufzeit von unter zwei Minuten als Ausnahme. Der Fund zeigt nach Angaben des Teams das Potenzial der neuen Beobachtungstechnik, bislang kaum erfasste Objektklassen zu identifizieren.
Alle 40 Sekunden ein neues Bild
Die Entdeckung fällt mit dem Beginn des wissenschaftlichen Regelbetriebs des Observatoriums in Chile zusammen. Der auf zehn Jahre angelegte "Legacy Survey of Space and Time" soll den Südhimmel systematisch erfassen. Die Kamera nimmt dabei etwa alle 40 Sekunden ein neues Bild auf. Aus den dabei entstehenden Daten lassen sich nicht nur Umlaufbahnen bestimmen, sondern auch Form und Rotationsperioden von Asteroiden ableiten.Fachleute erwarten, dass in den kommenden Jahren Tausende weiterer Asteroiden detailliert untersucht werden. Dies soll helfen, die Häufigkeit von lockeren und kompakten Körpern im Asteroidengürtel besser zu bestimmen und Modelle zur Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems zu verfeinern.
Was haltet ihr von den Möglichkeiten der neuen LSST-Kamera? Glaubt ihr, wir werden durch solche Untersuchungen noch ganz andere Überraschungen im Sonnensystem finden? Schreibt es uns in die Kommentare!
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Zusammenfassung
- Asteroid 2025 MN45 rotiert alle 1,88 Minuten um die eigene Achse
- Mit 710 Metern Durchmesser ist er der schnellste große Asteroid
- Entdeckt vom Vera C. Rubin Observatorium mit LSST-Kamera
- Schnelle Rotation weist auf monolithische statt lockere Struktur hin
- Wahrscheinlich Kernfragment eines größeren Asteroiden nach Kollision
- Insgesamt 19 schnell rotierende Asteroiden in den Daten identifiziert
- LSST-Kamera wird in nächsten Jahren tausende weitere Asteroiden erfassen
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