Entwarnung: Microsoft benennt Office nicht in Microsoft 365 Copilot um
Totgesagte leben länger: Gerüchte besagen, Microsoft habe die Marke Office komplett für Copilot gestrichen. Doch hinter dem viralen Aufschrei steckt eine Ente bzw. Missverständnis, das tief in Microsofts verwirrender Namensgebung verwurzelt ist.
Auch die KI-Suchmaschine Perplexity griff diese Information auf und spielte sie als vermeintliche Eilmeldung an Millionen Nutzer aus. Das führte vielerorts zu Spott über die Marketingstrategie aus Redmond. Bei genauerer Prüfung der Faktenlage zeigt sich jedoch, dass die Suite und ihre Kernprogramme Word, Excel und PowerPoint von diesem angeblichen radikalen Schritt unberührt bleiben.
Das Missverständnis fußt auf einem Screenshot der Webseite Office.com. Dieser zeigt einen Hinweis auf die Microsoft 365 Copilot App, die mit dem Zusatz "ehemals Office" versehen ist. Das bezieht sich allerdings nicht auf die gesamte Software-Suite, sondern lediglich auf eine spezifische Hub-Anwendung für Windows und Mobilgeräte - eine zentrale Startrampe für Dokumente. Diese Umbenennung vollzog der Konzern aber wohlgemerkt bereits am 15. Januar 2025.
Wie The Verge klarstellt, ist die Verwirrung zwar nachvollziehbar, aber in der Sache unbegründet, da Microsoft die einstige "Office-App" - die ursprünglich 2019 startete, um Nutzer zur Verwendung der Web-Versionen zu animieren - eben schon vor einem Jahr umbenannt hat. Das Ziel war es, die KI-Funktionen des Copilot stärker in den Fokus zu rücken. Gareth Oystyk, Senior Director of Marketing für Microsoft 365, bestätigte zudem nun gegenüber der Seite, dass es keine neuen Namensänderungen für die Kern-Apps Word, Excel oder PowerPoint gegeben habe.
Besonders die Abgrenzung zwischen Office 365 (dem alten Enterprise-Namen) und Microsoft 365 (dem neuen Gesamtpaket) sorgt bis heute für Verwechslungen im Support-Alltag. Das Unternehmen versucht seit Jahren, die Marke Office in den Hintergrund zu rücken, ohne sie jedoch ganz sterben zu lassen, da sie weltweit noch immer für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation steht.
Kritiker bemängeln, dass Microsofts Versuch, das Schlagwort "Copilot" omnipräsent zu machen, die Identität der etablierten Produkte verwässert. Während Konkurrenten wie LibreOffice ihre beständige Namensgebung als Stärke betonen, bleibt für Microsoft-Anwender die Erkenntnis: Office existiert weiterhin, es ist nur komplizierter geworden, das gewünschte Produkt korrekt zu benennen.
Das Namenschaos aus Redmond sorgt mal wieder für Kopfschütteln. Blickt ihr bei den ganzen Umbenennungen noch durch oder habt ihr es aufgegeben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Viraler Wirbel um Office-Ende
In den sozialen Netzwerken und auf IT-Portalen sorgte in den vergangenen Tagen ein Gerücht für einige Unruhe: Microsoft habe seine traditionsreiche Marke Office vollständig zugunsten von Microsoft 365 Copilot aufgegeben. Auslöser der Diskussion waren Social-Media-Beiträge, die entsprechende Screenshots verbreiteten.Auch die KI-Suchmaschine Perplexity griff diese Information auf und spielte sie als vermeintliche Eilmeldung an Millionen Nutzer aus. Das führte vielerorts zu Spott über die Marketingstrategie aus Redmond. Bei genauerer Prüfung der Faktenlage zeigt sich jedoch, dass die Suite und ihre Kernprogramme Word, Excel und PowerPoint von diesem angeblichen radikalen Schritt unberührt bleiben.
Das Missverständnis fußt auf einem Screenshot der Webseite Office.com. Dieser zeigt einen Hinweis auf die Microsoft 365 Copilot App, die mit dem Zusatz "ehemals Office" versehen ist. Das bezieht sich allerdings nicht auf die gesamte Software-Suite, sondern lediglich auf eine spezifische Hub-Anwendung für Windows und Mobilgeräte - eine zentrale Startrampe für Dokumente. Diese Umbenennung vollzog der Konzern aber wohlgemerkt bereits am 15. Januar 2025.
Wie The Verge klarstellt, ist die Verwirrung zwar nachvollziehbar, aber in der Sache unbegründet, da Microsoft die einstige "Office-App" - die ursprünglich 2019 startete, um Nutzer zur Verwendung der Web-Versionen zu animieren - eben schon vor einem Jahr umbenannt hat. Das Ziel war es, die KI-Funktionen des Copilot stärker in den Fokus zu rücken. Gareth Oystyk, Senior Director of Marketing für Microsoft 365, bestätigte zudem nun gegenüber der Seite, dass es keine neuen Namensänderungen für die Kern-Apps Word, Excel oder PowerPoint gegeben habe.
Tradition verwirrender Namen
Ganz unverschuldet ist die aktuelle Episode aber nicht, denn sie ist symptomatisch für Microsofts historische Tendenz zu komplexen Produktbezeichnungen. Langjährige Nutzer erinnern sich womöglich an den Kommunikationsdienst "Lync", der zu "Skype for Business" und später in "Teams" integriert wurde. Auch unterschiedliche und parallel existierende Versionen von OneNote und Teams sorgten für teilweise enorme Verwirrung.Besonders die Abgrenzung zwischen Office 365 (dem alten Enterprise-Namen) und Microsoft 365 (dem neuen Gesamtpaket) sorgt bis heute für Verwechslungen im Support-Alltag. Das Unternehmen versucht seit Jahren, die Marke Office in den Hintergrund zu rücken, ohne sie jedoch ganz sterben zu lassen, da sie weltweit noch immer für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation steht.
Aktueller Produkt-Dschungel
Das Resultat dieser Strategie ist ein Portfolio, bei dem selbst IT-Profis genau hinsehen müssen. Neben den klassischen Anwendungen drängt Microsoft die KI-Marke Copilot in fast jeden Winkel des Betriebssystems und der Software, bis hin zu einer dedizierten Taste auf neuen Tastaturen. Das Add-on Microsoft 365 Copilot lässt sich der Konzern dabei für Geschäftskunden mit 30 Dollar (etwa 26 Euro) pro Nutzer und Monat vergüten. Um Klarheit zu schaffen, hier die aktuelle Aufteilung der ähnlich klingenden Dienste:- Microsoft 365 Copilot App: Die besagte Hub-Anwendung für Web, Windows und Mobile (ehemals Office-App).
- Microsoft 365: Der Name des Abonnementdienstes für Privatkunden und Unternehmen (seit 2022).
- Microsoft 365 Copilot: Die kostenpflichtige KI-Erweiterung für Geschäftskunden.
- Office 2024: Die aktuelle Standalone-Version für den Einmalkauf ohne Abo-Zwang (LTSC).
Kritiker bemängeln, dass Microsofts Versuch, das Schlagwort "Copilot" omnipräsent zu machen, die Identität der etablierten Produkte verwässert. Während Konkurrenten wie LibreOffice ihre beständige Namensgebung als Stärke betonen, bleibt für Microsoft-Anwender die Erkenntnis: Office existiert weiterhin, es ist nur komplizierter geworden, das gewünschte Produkt korrekt zu benennen.
Das Namenschaos aus Redmond sorgt mal wieder für Kopfschütteln. Blickt ihr bei den ganzen Umbenennungen noch durch oder habt ihr es aufgegeben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Microsoft Office behält seinen Namen trotz viraler Falschmeldungen
- Nur die Microsoft 365 Copilot App trägt den Zusatz 'ehemals Office'
- Die Umbenennung der Office-App erfolgte bereits am 15. Januar 2025
- Word, Excel und PowerPoint behalten ihre traditionellen Namen bei
- Komplexe Produktbezeichnungen sorgen häufig für Verwirrung bei Nutzern
- Microsoft rückt die KI-Marke Copilot zunehmend in den Vordergrund
- Aktuell existieren vier verschiedene Produktvarianten mit ähnlichen Namen
Siehe auch:
- Microsoft stellt Defender Application Guard für Office ein
- IStGH wirft MS Office raus und setzt auf deutsches Open-Source-Projekt
- Neue Office-Icons: Microsoft präsentiert die verworfenen Designs
- Österreich: Microsoft Cloud-Office trackt Schüler illegal
- Copilot auf Windows 11 beherrscht endlich Office und Gmail-Dienste
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