Smarte Toilette kontrolliert, ob man genug oder auch zu viel trinkt
Fitness-Tracker am Handgelenk waren gestern, die Zukunft der Gesundheit liegt jetzt in der Keramik. Hersteller wie Vivoo präsentieren auf der CES smarte Toiletten zur Urinanalyse. Die Technik verspricht mehr Komfort, wirft aber zugleich Datenschutzfragen auf.
Anstatt Fitness-Tracker rund um die Uhr zu tragen, sollen Nutzer künftig beim alltäglichen Geschäft wichtige Biomarker sammeln. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Unternehmen Vivoo, das einen kompakten Aufsatz für handelsübliche Toiletten präsentiert hat. Das Gerät kostet für Vorbesteller 99 Dollar und konzentriert sich primär auf die Messung des Hydratationsstatus.
Das System unterscheidet sich technisch deutlich von bisherigen Lösungen am Markt. Während frühere Modelle oft auf chemische Einweg-Teststreifen setzten, nutzt der neue Vivoo-Sensor eine optische Technologie. Das Gerät wird einfach in den Rand der Toilettenschüssel gehängt und fängt temporär eine kleine Urinprobe in einer Art Tasche auf. Integrierte optische Sensoren messen anschließend das spezifische Gewicht der Flüssigkeit.
Das Ergebnis zeigt in der zugehörigen App an, ob der Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist oder ob Anzeichen für Dehydration beziehungsweise eine Überhydration vorliegen. Letzteres kann in extremen Fällen auf verborgene Nierenprobleme hindeuten. Ein wesentlicher Vorteil ist die Langlebigkeit: Die Batterie soll für über 1000 Messungen ausreichen, und das Gerät arbeitet vollständig kontaktlos.
Ein oft kritisierter Nachteil dabei ist die Wartung: Das Gerät muss zur Reinigung und zum Aufladen aus der Toilette entfernt werden. Das ist ein Vorgang, der vielen Nutzern missfällt, weshalb der Hersteller eigens Handschuhe beilegt. Vivoo platziert die Batterieeinheit hingegen hygienisch außerhalb des Beckens.
Der Trend zur medizinischen Diagnose im Badezimmer beschränkt sich jedoch nicht nur auf Toiletten. Zukünftige Entwicklungen, wie die für das Jahr 2027 angekündigte Zahnbürste "Halo" von Y-Brush, sollen mittels hochsensibler Gassensoren den Atem des Nutzers während des Putzens analysieren. Ziel ist es, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes frühzeitig anhand der Atemluft zu erkennen.
Würdet ihr euch einen Sensor in die Toilette hängen oder geht euch die Datensammlung an diesem Ort zu weit? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Gesundheitscheck im Toilettenbecken
Wer seinen Gesundheitszustand überwachen möchte, muss auf der CES 2026 in Las Vegas nicht mehr zwangsläufig auf die Smartwatch am Handgelenk blicken, sondern in die heimische Toilettenschüssel. Ein Trend der Messe ist nämlich, dass die Erfassung von Vitaldaten sich in das Badezimmer verlagert.Anstatt Fitness-Tracker rund um die Uhr zu tragen, sollen Nutzer künftig beim alltäglichen Geschäft wichtige Biomarker sammeln. Im Mittelpunkt des Interesses steht das Unternehmen Vivoo, das einen kompakten Aufsatz für handelsübliche Toiletten präsentiert hat. Das Gerät kostet für Vorbesteller 99 Dollar und konzentriert sich primär auf die Messung des Hydratationsstatus.
Das System unterscheidet sich technisch deutlich von bisherigen Lösungen am Markt. Während frühere Modelle oft auf chemische Einweg-Teststreifen setzten, nutzt der neue Vivoo-Sensor eine optische Technologie. Das Gerät wird einfach in den Rand der Toilettenschüssel gehängt und fängt temporär eine kleine Urinprobe in einer Art Tasche auf. Integrierte optische Sensoren messen anschließend das spezifische Gewicht der Flüssigkeit.
Das Ergebnis zeigt in der zugehörigen App an, ob der Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist oder ob Anzeichen für Dehydration beziehungsweise eine Überhydration vorliegen. Letzteres kann in extremen Fällen auf verborgene Nierenprobleme hindeuten. Ein wesentlicher Vorteil ist die Langlebigkeit: Die Batterie soll für über 1000 Messungen ausreichen, und das Gerät arbeitet vollständig kontaktlos.
Marktanalyse und Hygienefragen
Das Interesse an intelligenter Sanitärkeramik nimmt spürbar zu. Wie Quartz ausführt, setzen Tech-Firmen große Hoffnungen darauf, dass das smarte "Örtchen" künftig eine zentrale Priorität im vernetzten Zuhause einnimmt. Doch die Ansätze der Hersteller variieren stark. Ein bekannter Konkurrent ist Withings, das mit dem U-Scan ein ähnliches Produkt für 380 Dollar (etwa 324 Euro) anbietet. Das System von Withings nutzt allerdings austauschbare Kartuschen für chemische Analysen, um etwa Ketone oder Vitamin-C-Werte zu ermitteln.Ein oft kritisierter Nachteil dabei ist die Wartung: Das Gerät muss zur Reinigung und zum Aufladen aus der Toilette entfernt werden. Das ist ein Vorgang, der vielen Nutzern missfällt, weshalb der Hersteller eigens Handschuhe beilegt. Vivoo platziert die Batterieeinheit hingegen hygienisch außerhalb des Beckens.
Datenschutzrisiken
Dass die Vernetzung solch intimer Daten erhebliche Risiken birgt, ist nicht von der Hand zu weisen. Das zeigte sich im vergangenen Jahr bei Kohler Dekoda, einem 599 Dollar teuren System, das mittels Kamera und künstlicher Intelligenz die Konsistenz des Stuhlgangs analysieren sollte, um Rückschlüsse auf die Darmgesundheit zu ziehen. Sicherheitsforscher fanden heraus, dass die vom Hersteller versprochene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Bilder nicht durchgängig gewährleistet war. Das führte zu berechtigten Sorgen, dass Aufnahmen aus dem Inneren der Toilette in falsche Hände geraten könnten.Der Trend zur medizinischen Diagnose im Badezimmer beschränkt sich jedoch nicht nur auf Toiletten. Zukünftige Entwicklungen, wie die für das Jahr 2027 angekündigte Zahnbürste "Halo" von Y-Brush, sollen mittels hochsensibler Gassensoren den Atem des Nutzers während des Putzens analysieren. Ziel ist es, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes frühzeitig anhand der Atemluft zu erkennen.
Würdet ihr euch einen Sensor in die Toilette hängen oder geht euch die Datensammlung an diesem Ort zu weit? Wir sind gespannt auf eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Smarte Toiletten zur Urinanalyse als Alternative zu Fitness-Trackern
- Vivoo präsentiert auf der CES 2026 einen Toilettenaufsatz für 99 Dollar
- Optische Sensoren messen den Hydratationsstatus ohne Teststreifen
- Withings U-Scan bietet für 380 Dollar umfassendere chemische Analysen
- Datenschutzbedenken durch Vernetzung intimer Gesundheitsinformationen
- Sicherheitslücken wurden bereits bei ähnlichen Systemen entdeckt
- Zukünftige smarte Zahnbürsten sollen Atemluft auf Krankheiten analysieren
Siehe auch:
- Dekoda: Neue Kamera fotografiert und analysiert den Inhalt der Toilette
- WC-Paywall: Chinesen müssen für Toilettenpapier erst Werbung schauen
- Kohler Numi 2.0: Die 11.500 $ teure smarte Toilette geht in den Verkauf
- Bill Gates bekommt jetzt endlich seine neue Toilette - von Samsung
- Steve Ballmer hat eine neue Leidenschaft: Toiletten, Toiletten, Toiletten!
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