Rollende PS5: Sony & Honda bringen PlayStation-Spiele direkt ins Auto
Sony und Honda bringen echtes Konsolen-Gaming auf die Straße. Im Rahmen ihres Joint Ventures "Afeela" planen die beiden Konzerne die weltweit erste Integration von PlayStation Remote Play in ein Auto. Doch die Funktion kommt mit einigen Hürden.
Damit plant der Hersteller, das weltweit erste Automobil auf den Markt zu bringen, das diese Funktion direkt auf seinen internen Bildschirmen ermöglicht. Besitzer einer PlayStation 4 oder 5 können ihre Spiele damit direkt in das Elektroauto streamen. Die Auslieferung des Fahrzeugs ist für das Jahr 2026 angesetzt, wobei der Marktstart zunächst ausschließlich im US-Bundesstaat Kalifornien erfolgen soll. Zielgruppe für das Gaming-Feature sind primär Passagiere während der Fahrt oder der Fahrer selbst, um längere Ladepausen an der Stromtankstelle zu überbrücken.
Für ein unterbrechungsfreies Spielerlebnis nennt der Hersteller klare Anforderungen an die Netzwerkstabilität. Mindestens 5 MBit/s Downstream sind erforderlich. Für eine stabile Übertragung ohne Artefakte werden jedoch 15 MBit/s empfohlen. Die größte Herausforderung dürfte die Latenz sein. In einem sich bewegenden Fahrzeug, das ständig zwischen Mobilfunkmasten wechselt, könnte es trotz 5G-Abdeckung zu Verzögerungen kommen, die bei reaktionsschnellen Spielen den Spielspaß trüben.
Izumi Kawanishi, President und COO von Sony Honda Mobility, unterstrich dennoch das ambitionierte Ziel, den "Reiseraum in einen fesselnden und emotionalen Raum zu verwandeln". Um auch die passende Akustik bereitzustellen, setzt der Innenraum auf "360 Reality Audio" von Sony, wobei Lautsprecher in jedem Sitz verbaut sind.
Auch deutsche Hersteller wie BMW experimentieren seit Längerem mit In-Car-Gaming, setzen dabei aber oft auf Kooperationen wie mit "AirConsole", die eher auf kurzweilige Casual-Games ausgelegt sind, bei denen das Smartphone als Controller dient. Die Afeela-Lösung wirkt im Vergleich dazu ambitionierter, da sie das Spielen vollwertiger Konsolentitel ermöglichen soll. Kritiker merken jedoch an, dass die Abhängigkeit von der heimischen PlayStation-Konsole und die Notwendigkeit, einen DualSense-Controller mitzuführen, das System unflexibler machen als dedizierte Handhelds wie das Steam Deck oder Hybridkonsolen wie die Nintendo Switch.
Haltet ihr natives Remote Play im Auto für ein sinnvolles Feature oder bevorzugt ihr separate Handhelds für unterwegs? Und seht ihr in Deutschland eventuelle Probleme bei der Netzabdeckung während der Fahrt? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare.
Siehe auch:
Premiere für Remote Play im Auto
Sony und Honda arbeiten schon seit einiger Zeit an ihrem Projekt Afeela zusammen. Dabei handelt es sich um ein Auto, das die Verschmelzung von klassischer Fortbewegung und moderner Unterhaltungselektronik vorantreiben soll. Das bereits als "PlayStation-Auto" bezeichnete E-Fahrzeug, das eigentlich Afeela 1 heißt, hatte Sony Honda Mobility (SHM) bereits auf der CES 2025 offiziell enthüllt. Jetzt hat das Joint Venture bekannt gegeben, dass das erste Serienfahrzeug der Marke ab Werk PlayStation Remote Play unterstützen wird.Damit plant der Hersteller, das weltweit erste Automobil auf den Markt zu bringen, das diese Funktion direkt auf seinen internen Bildschirmen ermöglicht. Besitzer einer PlayStation 4 oder 5 können ihre Spiele damit direkt in das Elektroauto streamen. Die Auslieferung des Fahrzeugs ist für das Jahr 2026 angesetzt, wobei der Marktstart zunächst ausschließlich im US-Bundesstaat Kalifornien erfolgen soll. Zielgruppe für das Gaming-Feature sind primär Passagiere während der Fahrt oder der Fahrer selbst, um längere Ladepausen an der Stromtankstelle zu überbrücken.
Hürden bei der Technik
Wie Afeela im Zuge seiner Ankündigung spezifizierte, handelt es sich bei der Funktion explizit nicht um Cloud-Gaming über einen Dienst wie PlayStation Plus Premium. Stattdessen ist zwingend eine eigene Konsole im heimischen Netzwerk des Nutzers erforderlich. Das Fahrzeug fungiert lediglich als Empfangsgerät und Bildschirm, ähnlich wie Sonys Handheld "PlayStation Portal" oder die Remote-Play-App auf Smartphones.Für ein unterbrechungsfreies Spielerlebnis nennt der Hersteller klare Anforderungen an die Netzwerkstabilität. Mindestens 5 MBit/s Downstream sind erforderlich. Für eine stabile Übertragung ohne Artefakte werden jedoch 15 MBit/s empfohlen. Die größte Herausforderung dürfte die Latenz sein. In einem sich bewegenden Fahrzeug, das ständig zwischen Mobilfunkmasten wechselt, könnte es trotz 5G-Abdeckung zu Verzögerungen kommen, die bei reaktionsschnellen Spielen den Spielspaß trüben.
Izumi Kawanishi, President und COO von Sony Honda Mobility, unterstrich dennoch das ambitionierte Ziel, den "Reiseraum in einen fesselnden und emotionalen Raum zu verwandeln". Um auch die passende Akustik bereitzustellen, setzt der Innenraum auf "360 Reality Audio" von Sony, wobei Lautsprecher in jedem Sitz verbaut sind.
Der Wettbewerb schläft nicht
Der Vorstoß von Sony und Honda ist nicht der erste Versuch, Triple-A-Gaming ins Auto zu bringen, verdeutlicht aber die unterschiedlichen Strategien der Hersteller. So bot Tesla in der Vergangenheit zunächst eine native Steam-Integration für Modelle mit neueren AMD-Ryzen-Prozessoren an, stellte diese Unterstützung jedoch Mitte 2024 wieder ein. Microsoft hingegen setzt auf eine Partnerschaft mit der WebOS Automotive Plattform von LG, um Xbox Cloud Gaming in Fahrzeuge zu bringen. Diese Lösung kommt im Gegensatz zum Afeela-Ansatz komplett ohne Heimkonsole aus, ist aber ebenfalls stark von der Internetverbindung abhängig.Auch deutsche Hersteller wie BMW experimentieren seit Längerem mit In-Car-Gaming, setzen dabei aber oft auf Kooperationen wie mit "AirConsole", die eher auf kurzweilige Casual-Games ausgelegt sind, bei denen das Smartphone als Controller dient. Die Afeela-Lösung wirkt im Vergleich dazu ambitionierter, da sie das Spielen vollwertiger Konsolentitel ermöglichen soll. Kritiker merken jedoch an, dass die Abhängigkeit von der heimischen PlayStation-Konsole und die Notwendigkeit, einen DualSense-Controller mitzuführen, das System unflexibler machen als dedizierte Handhelds wie das Steam Deck oder Hybridkonsolen wie die Nintendo Switch.
Haltet ihr natives Remote Play im Auto für ein sinnvolles Feature oder bevorzugt ihr separate Handhelds für unterwegs? Und seht ihr in Deutschland eventuelle Probleme bei der Netzabdeckung während der Fahrt? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Sony und Honda integrieren PlayStation Remote Play in ihr E-Auto Afeela 1
- Als weltweit erstes Serienfahrzeug ermöglicht Afeela Konsolenstreaming
- Marktstart des Gaming-Autos für 2026 zunächst nur in Kalifornien geplant
- Mindestens 5 MBit/s Downstream nötig, 15 MBit/s werden empfohlen
- Latenzprobleme wegen schwankender Mobilfunkverbindung während Fahrt befürchtet
- Im Gegensatz zu Cloud-Gaming ist eine eigene PS4 oder PS5 zwingend erforderlich
- Deutsche Hersteller wie BMW setzen eher auf Casual-Games mit AirConsole
Siehe auch:
- Sony und Honda enthüllen Details und Preise ihres Elektroautos Afeela 1
- "PlayStation-Auto": Sony & Honda planen günstigeres Elektroauto & SUV
- Bilder vom Prototyp: Sonys Plan für neue E-Auto-Marke "Afeela" steht
- Tesla-Konkurrenz: Sony und Honda wollen ab 2025 E-Autos verkaufen
- Sony und Honda bauen gemeinsam Elektroautos - erstes Modell 2025
Themen:
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