Musk-Vertrauter wird nun doch zum neuen Chef der NASA
Der US-Senat hat gestern Jared Isaacman als neuen Administrator der Raumfahrtbehörde NASA bestätigt. Der Milliardär steht in enger Verbindung zu SpaceX-Chef Elon Musk. Kritiker sehen hier eine Grundlage für Korruption gegeben.
US-Präsident Donald Trump hatte Isaacman bereits zuvor für den Spitzenposten vorgesehen, die Personalie im Mai jedoch auf Eis gelegt. Zur Begründung verwies Trump damals auf Isaacmans geschäftliche Berührungspunkte mit Musk. Zu diesem Zeitpunkt war das Verhältnis zwischen Trump und Musk angespannt, was die Entscheidung zusätzlich politisierte. Im November folgte dann die erneute Nominierung Isaacmans, ein Schritt, der monatelange politische Abstimmungen und Unterstützung aus dem Umfeld des Präsidenten widerspiegelte.
Isaacman, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Shift4, hatte in der Vergangenheit mit Musks Unternehmen zusammengearbeitet. Kritiker befürchten, dass die Verbindungen dazu führen könnten, dass SpaceX dadurch deutliche Vorteile hat, wenn die NASA Projekte an private Raumfahrtunternehmen ausschreibt.
In den vergangenen Wochen bemühte er sich jedoch, diese Verbindung zu relativieren. Bei seiner zweiten Anhörung im Senat im Dezember wies er wiederholt darauf hin, dass es keine persönliche Freundschaft zwischen ihm und Musk gebe. Die Darstellung, er sei ein enger Vertrauter des Tech-Milliardärs, bezeichnete er als überzogen und unbelegt.
Die Vorsitzenden des zuständigen Handelsausschusses im Senat, der Republikaner Ted Cruz und die Demokratin Maria Cantwell, hatten früh signalisiert, dass sie eine zügige Besetzung der NASA-Spitze anstreben. Für die Raumfahrtbehörde bedeutet die Entscheidung nun eine gewisse Stabilisierung: Die NASA kämpft derzeit mit unsicheren Haushaltsaussichten und dem Abgang zahlreicher erfahrener Führungskräfte. Zugleich stehen richtungsweisende Entscheidungen an, etwa zur Zukunft der Internationalen Raumstation und zu weiteren bemannten Missionen jenseits der Erde.
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Hin und Her
Mit 67 zu 30 Stimmen erhielt der milliardenschwere Unternehmer und private Astronaut eine deutliche Mehrheit im Senat. Das ist ein bemerkenswertes Comeback, nachdem seine Nominierung im Frühjahr noch überraschend zurückgezogen worden war.US-Präsident Donald Trump hatte Isaacman bereits zuvor für den Spitzenposten vorgesehen, die Personalie im Mai jedoch auf Eis gelegt. Zur Begründung verwies Trump damals auf Isaacmans geschäftliche Berührungspunkte mit Musk. Zu diesem Zeitpunkt war das Verhältnis zwischen Trump und Musk angespannt, was die Entscheidung zusätzlich politisierte. Im November folgte dann die erneute Nominierung Isaacmans, ein Schritt, der monatelange politische Abstimmungen und Unterstützung aus dem Umfeld des Präsidenten widerspiegelte.
Isaacman, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Shift4, hatte in der Vergangenheit mit Musks Unternehmen zusammengearbeitet. Kritiker befürchten, dass die Verbindungen dazu führen könnten, dass SpaceX dadurch deutliche Vorteile hat, wenn die NASA Projekte an private Raumfahrtunternehmen ausschreibt.
In den vergangenen Wochen bemühte er sich jedoch, diese Verbindung zu relativieren. Bei seiner zweiten Anhörung im Senat im Dezember wies er wiederholt darauf hin, dass es keine persönliche Freundschaft zwischen ihm und Musk gebe. Die Darstellung, er sei ein enger Vertrauter des Tech-Milliardärs, bezeichnete er als überzogen und unbelegt.
Hauptsache Klarheit
Inhaltlich konnte Isaacman bei den Senatorinnen und Senatoren punkten, indem er sich klar hinter zentrale NASA-Projekte stellte. Besonders seine Unterstützung für das Artemis-Programm, das eine erneute bemannte Mondlandung zum Ziel hat, stieß parteiübergreifend auf Zustimmung. Zugleich warnte er vor einem Verlust an Tempo in der Raumfahrt und verwies auf die wachsenden Ambitionen Chinas. Verzögerungen oder Fehlentscheidungen könnten langfristige geopolitische Folgen haben, so Isaacman.Die Vorsitzenden des zuständigen Handelsausschusses im Senat, der Republikaner Ted Cruz und die Demokratin Maria Cantwell, hatten früh signalisiert, dass sie eine zügige Besetzung der NASA-Spitze anstreben. Für die Raumfahrtbehörde bedeutet die Entscheidung nun eine gewisse Stabilisierung: Die NASA kämpft derzeit mit unsicheren Haushaltsaussichten und dem Abgang zahlreicher erfahrener Führungskräfte. Zugleich stehen richtungsweisende Entscheidungen an, etwa zur Zukunft der Internationalen Raumstation und zu weiteren bemannten Missionen jenseits der Erde.
Zusammenfassung
- US-Senat bestätigt Jared Isaacman mit deutlicher Mehrheit als NASA-Chef
- Isaacman steht Elon Musk nahe, was Kritik wegen möglicher Bevorzugung auslöst
- Trump hatte Nominierung im Mai zurückgezogen und im November neu vorgelegt
- Der Milliardär distanzierte sich von angeblich enger Freundschaft zu Musk
- Neue NASA-Führung unterstützt Artemis-Programm für bemannte Mondlandungen
- Besetzung soll NASA in Zeit von Budgetproblemen und Personalabgängen stabilisieren
- Wichtige Entscheidungen zur ISS und bemannten Raumfahrt stehen bevor
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