Erfolg der Switch 2 in Gefahr:
Strudel der Speicherkrise erfasst Nintendo

Weil die Preise für Arbeits- und Flash-Speicher extrem stark steigen, geraten nun auch Firmen unter Druck, die derartige Chips in ihren Produkten verbauen. Dazu gehört auch der japanische Spieleriese Nintendo, schließlich gefährden die enormen Speicherkosten die Profite des Konzerns.
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Nintendo

RAM für die Switch 2 kostet schon gut 40 % mehr

Eigentlich läuft es für Nintendo seit dem Launch der Switch 2 hervorragend, hat der japanische Spielekonzern doch die Erwartungen für das aktuelle Jahr deutlich nach oben geschraubt, was die Verkaufszahlen seiner Spielkonsolen und weiteren Produkte angeht. Jetzt funkt der "Super Mario Firma" aber die durch den KI-Boom ausgelöste Speicherkrise dazwischen.

Laut einem Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg ist der Aktienkurs von Nintendo heute um bis zu 4,7 Prozent eingebrochen, weil die Finanzwelt negative Auswirkungen auf die Verkaufszahlen des Unternehmens durch die enorm gestiegenen Speicherpreise befürchtet. Schon in den vergangenen Tagen ging es abwärts, sodass Nintendo innerhalb nur einer Woche knapp 10 Prozent seines Marktwerts verlor.


14 Milliarden Verlust an Marktwert in einer Woche

Insgesamt hat Nintendo zuletzt somit rund 14 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüßt. Hintergrund ist natürlich, dass Nintendo wie alle anderen seit einigen Wochen erheblich mehr für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher zahlen muss. So stieg der Preis der insgesamt 12 Gigabyte Arbeitsspeicher, die in der Nintendo Switch 2 verbaut werden, innerhalb weniger Wochen bereits um 41 Prozent, während der Flash-Speicher um acht Prozent teurer wurde.

Der von den guten Verkäufen der Switch 2 ausgelöste Optimismus rund um Nintendo löst sich nun laut Marktbeobachtern in Luft auf, schließlich schrumpfen die Gewinnmargen des Unternehmens bei steigenden Hardware-Preisen stark. Hebt Nintendo die Preise an, um wieder mehr Geld pro Gerät einzunehmen, sind die neuen Spielkonsolen für die potenziellen Käufer weniger attraktiv und die Nachfrage sinkt.

Die steigenden Speicherpreise setzen Nintendo auch indirekt unter Druck. Weil auch die wegen der begrenzten Kapazität der Switch 2 benötigten Speicherkarten Flash-Speicher nutzen, steigen auch deren Preise derzeit kräftig. Eine ausreichend schnell les- und schreibbare Speicherkarte, die für die Switch 2 zwingend notwendig ist, kostet zudem mehr als ein normales Modell, was für die Verbraucher noch höhere Kosten mit sich bringt.

Nintendo scheint unterdessen mit einer ungewöhnlichen Strategie gegensteuern zu wollen. Obwohl die Switch 2 erst vor wenigen Monaten auf den Markt gestartet ist, bot man zuletzt ein Bundle mit dem Spiel Mario Kart World schon jetzt zu reduzierten Preisen an. Die Kunden erhalten damit im Grunde das Spiel kostenlos dazu. Nintendo hofft offenbar, so möglichst schnell eine erhöhte Menge an Konsolen-Hardware in den Markt bringen zu können, damit man mit Spielen und Diensten Geld verdienen kann, sobald die Verkaufszahlen der Hardware-Produkte aufgrund steigender Speicherpreise früher oder später ausgebremst werden dürften.

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Zusammenfassung
  • Nintendo verzeichnet Kurssturz von 4,7 Prozent durch steigende Speicherkosten
  • Marktwert des Spielekonzerns ist innerhalb einer Woche um etwa 10 Prozent gesunken
  • Preise für Arbeitsspeicher stiegen um 41 Prozent, Flash-Speicher um 8 Prozent
  • Steigende Hardwarekosten drücken Gewinnmargen für Nintendo
  • Auch Speicherkarten für die Nintendo Switch 2 werden durch die Krise teurer
  • Der Konzern kontert mit günstigen Spielebundles, um schnell Hardware zu verkaufen

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