Zusammenbruch zweier Kryptowährungen mündet in langer Haftstrafe
Der südkoreanische Kryptowährungsunternehmer Do Kwon ist in den USA zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Er soll für den Zusammenbruch zweier Kryptowährungs-Systeme verantwortlich sein, der Anlegern einen Milliardenschaden einbrachte.
Richter Paul A. Engelmayer fand bei der Urteilsverkündung deutliche Worte. Kwon habe über Jahre hinweg Anleger massiv getäuscht und das Vertrauen gewöhnlicher Menschen ausgenutzt, die ihm ihre Ersparnisse anvertraut hatten. Es handle sich um einen "Betrug historischen Ausmaßes", so der Richter. Kaum ein anderer Fall habe in der Geschichte der US-Strafverfolgung vergleichbaren Schaden angerichtet.
Kwon hatte zuvor gestanden, Investoren irreführende Informationen über den angeblich stabilen Wert der TerraUSD-Währung geliefert zu haben. Die digital konstruierte Stablecoin sollte selbst in turbulenten Marktphasen stets einen Dollar wert sein. Als der Kurs 2021 jedoch unter diese Marke fiel, versicherte Kwon laut Anklage, ein Algorithmus, das sogenannte Terra Protocol, habe den Wert wieder stabilisiert. Tatsächlich war es jedoch ein geheimer Großeinkauf durch ein Hochfrequenz-Handelsunternehmen, der das Preisniveau künstlich anhob.
Die Staatsanwaltschaft hatte mindestens zwölf Jahre Haft gefordert und sprach von einem "komplexen Täuschungssystem", mit dem Kwon den Markt manipuliert habe. Die Verteidigung hatte hingegen auf eine Strafe von höchstens fünf Jahren gehofft, damit Kwon möglichst bald nach Südkorea ausgeliefert werden kann, wo ebenfalls Verfahren gegen ihn laufen. Neben der Haftstrafe hat Kwon bereits einer zivilrechtlichen Einigung mit der US-Börsenaufsicht zugestimmt: 80 Millionen Dollar Strafzahlung sowie ein lebenslanges Verbot, im Kryptosektor aktiv zu sein. Nach der Hälfte seiner US-Haftzeit könnte er möglicherweise in sein Heimatland überstellt werden.
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"Betrug historischen Ausmaßes"
Ein Bundesgericht in New York verhängte am gestrigen Donnerstag eine Strafe von 15 Jahren Gefängnis gegen den 34-Jährigen, der als Mitbegründer des Krypto-Unternehmens Terraform Labs gilt und für den Zusammenbruch der Digitalwährungen TerraUSD und Luna verantwortlich gemacht wird. Der Schaden belief sich im Jahr 2022 auf rund 40 Milliarden Dollar. Das Ereignis schickte weltweit Schockwellen durch die Kryptobranche, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.Richter Paul A. Engelmayer fand bei der Urteilsverkündung deutliche Worte. Kwon habe über Jahre hinweg Anleger massiv getäuscht und das Vertrauen gewöhnlicher Menschen ausgenutzt, die ihm ihre Ersparnisse anvertraut hatten. Es handle sich um einen "Betrug historischen Ausmaßes", so der Richter. Kaum ein anderer Fall habe in der Geschichte der US-Strafverfolgung vergleichbaren Schaden angerichtet.
Kwon hatte zuvor gestanden, Investoren irreführende Informationen über den angeblich stabilen Wert der TerraUSD-Währung geliefert zu haben. Die digital konstruierte Stablecoin sollte selbst in turbulenten Marktphasen stets einen Dollar wert sein. Als der Kurs 2021 jedoch unter diese Marke fiel, versicherte Kwon laut Anklage, ein Algorithmus, das sogenannte Terra Protocol, habe den Wert wieder stabilisiert. Tatsächlich war es jedoch ein geheimer Großeinkauf durch ein Hochfrequenz-Handelsunternehmen, der das Preisniveau künstlich anhob.
Existenzielle Verluste
Vor Gericht zeigte sich Kwon reumütig. Er entschuldigte sich bei seinen Opfern, von denen mehrere Hundert schriftliche Berichte über teils existenzielle Verluste eingereicht hatten. Ein Geschädigter berichtete, er habe bis zu eine halbe Million Dollar verloren und stehe nun vor den Trümmern seines finanziellen Lebenswerks.Die Staatsanwaltschaft hatte mindestens zwölf Jahre Haft gefordert und sprach von einem "komplexen Täuschungssystem", mit dem Kwon den Markt manipuliert habe. Die Verteidigung hatte hingegen auf eine Strafe von höchstens fünf Jahren gehofft, damit Kwon möglichst bald nach Südkorea ausgeliefert werden kann, wo ebenfalls Verfahren gegen ihn laufen. Neben der Haftstrafe hat Kwon bereits einer zivilrechtlichen Einigung mit der US-Börsenaufsicht zugestimmt: 80 Millionen Dollar Strafzahlung sowie ein lebenslanges Verbot, im Kryptosektor aktiv zu sein. Nach der Hälfte seiner US-Haftzeit könnte er möglicherweise in sein Heimatland überstellt werden.
Zusammenfassung
- Südkoreanischer Krypto-Unternehmer Do Kwon erhält 15 Jahre Haft in USA
- Zusammenbruch von TerraUSD und Luna verursachte 40 Milliarden Dollar Schaden
- Richter bezeichnete den Fall als Betrug historischen Ausmaßes
- Kwon täuschte Anleger über Stabilität der Kryptowährung durch geheimen Eingriff
- Hunderte Opfer berichteten von existenziellen finanziellen Verlusten
- Zusätzlich muss Kwon 80 Millionen Dollar Strafe zahlen
- Lebenslanges Berufsverbot im Kryptosektor und mögliche Auslieferung nach Südkorea
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