Valve mit Plan rund um FEX & ARM:
Windows vom Gaming-Thron stoßen

Valve hat sich als führende Kraft hinter Open-Source-Projekten ge­outet, mit denen man kollektiv darauf hinarbeitet, Windows-Spiele langfristig problemlos auf anderen Plattformen laufen zu lassen. Windows dürfte damit weiter an Relevanz im Gaming verlieren.
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Valve will Gaming-Dominanz von Windows knacken

Der Spielehersteller und Steam-Betreiber Valve hat kürzlich mit dem Steam Frame sein erstes Gerät mit ARM-basierter Plattform angekündigt, bei dem man mithilfe des Open-Source-Emulators FEX dafür sorgen will, dass darauf Windows-native Spiele auf dem Headset laufen können. Jetzt stellt sich heraus, dass Valve nicht einfach nur ein Sympathisant der FEX-Entwickler ist.

Stattdessen gab Valve-Mitarbeiter Pierre-Loup Griffais gegenüber The Verge zu Protokoll, dass das Unternehmen hinter der Gründung des FEX-Projekts steckt und dessen Arbeit zum Großteil finanziert und ermöglicht hat. Man habe einige ausgesuchte Entwickler versammelt, die sich dann überzeugen ließen, ein derart langfristiges Projekt in Angriff zu nehmen und habe das Vorhaben dann von Anfang an finanziell unterstützt.

FEX als Basis vieler anderer Projekte

Mit FEX will Valve aber nicht nur die technischen Möglichkeiten für seine hauseigene Hardware wie das Steam Frame Headset schaffen. Stattdessen ermöglicht die offene Natur des Projekts auch, dass andere Entwickler die Technologie für ihre Emulatoren adaptieren, um Windows-Spiele auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets mit ARM-Prozessor zu bringen, ohne dass dafür eine Portierung nötig wäre.

Valve habe bereits seit 2016 über die Entwicklungsarbeit für ARM-Plattformen nachgedacht, wobei schon zu dieser Zeit klar wurde, dass man wohl bis zu ein Jahrzehnt investieren müsste, um die Technologie robust genug zu machen, damit sich die Spieleentwickler auf sie verlassen können, hieß es weiter.

Im Grunde ist das Steam Frame eine Art trojanisches Pferd, mit dem Valve sich anschickt, die Dominanz von Windows im Gaming-Markt zu brechen. Vorerst konzentriert sich Valve nach eigenen Angaben darauf, "Wohnzimmer", "Handheld" und "Desktop" mit seinen Spielen und den zugrundeliegenden Plattformen zu bedienen, während der Markt für Smartphone-Gaming zumindest offiziell keine große Rolle spielt.

Zusammenfassung
  • Valve finanziert seit Jahren heimlich das ARM-Emulationsprojekt FEX
  • Ziel ist die problemlose Ausführung von Windows-Spielen auf ARM-Geräten
  • Projekt startete bereits 2016 mit einer langfristigen Investitionsstrategie
  • Steam Frame nutzt FEX-Technologie für Windows-Spiele auf ARM-Hardware
  • Open-Source-Natur ermöglicht Nutzung für viele andere Entwickler
  • Valve verfolgt strategisches Ziel, Windows-Dominanz im Gaming zu brechen
  • Fokus liegt auf Wohnzimmer-, Handheld- und Desktop-Gaming-Markt

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