Plex beendet kostenloses Remote-Streaming:
Abo-Zwang startet jetzt
Die Zeiten des kostenlosen Fernzugriffs bei Plex sind vorbei. Der Medienserver-Anbieter führt eine Bezahlschranke für das Streaming außerhalb des heimischen Netzwerks ein. Der Startschuss fällt nun auf ersten Plattformen, weitere folgen im Jahr 2026 .
Für Anwender bedeutet dies konkrete Einschränkungen im Alltag: Eine Verbindung zum heimischen Server aus dem Hotel-WLAN, dem Büro oder über das Mobilfunknetz ist ohne eine gültige Lizenz nicht mehr möglich. Während Roku-Nutzer als Erste betroffen sind, bekommen Apple TV, Android TV und Fire TV sowie Clients von Drittanbietern noch eine Gnadenfrist, sie werden erst im Jahr 2026 in die Pflicht genommen.
Um die Funktionalität des Fernzugriffs auch in Zukunft zu gewährleisten, stehen zwei verschiedene Lizenzmodelle zur Wahl. Wie das Unternehmen im Plex-Forum (via How-to-Geek) offiziell bestätigte, müssen entweder der Server-Betreiber oder der Gast über eine Lizenz verfügen. Die technische Umsetzung prüft beim Verbindungsaufbau, ob ein erforderlicher "Remote Watch Pass" oder "Plex Pass" vorliegt. Bislang war der externe Zugriff oft eine geduldete Komfort-Funktion, die auch über die kostenlosen Relay-Server des Anbieters lief - nun wird sie zur harten Währung.
Der Schritt kommt für langjährige Beobachter der Branche nicht überraschend. Plex startete im Jahr 2008 ursprünglich als Hobby-Projekt und Fork des populären XBMC (heute Kodi) auf dem Mac. Über die Jahre entwickelte sich das Projekt von einer reinen Liebhaber-Anwendung zu einem kommerziellen Unternehmen mit Risikokapital-Finanzierung. Laut Ars Technica strebt Plex inzwischen verstärkt nach Profitabilität, um Investoren zufriedenzustellen. Das Unternehmen betont zudem die Notwendigkeit, mit den "steigenden Kosten" Schritt zu halten, die unter anderem die Unterstützung für viele verschiedene Geräte und Codecs umfassen.
Die Kritik aus der Community lässt nicht auf sich warten. Denn das (Roku-)Update, welches die Bezahlschranke einführt, bringt auch eine grundlegend überarbeitete Navigation mit. Doch diese sorgte bei vielen Nutzern aufgrund entfernter Funktionen und einer als verschlechtert empfundenen Bedienbarkeit bereits für Beschwerden. Dass inzwischen zeitgleich eine Paywall für ein Kern-Feature errichtet wird, dürfte die Akzeptanz der Plattform weiter auf die Probe stellen.
Für IT-Profis, die eine reine Selbstverwaltung ihrer Medien ohne kommerzielle Interessen oder Abo-Zwang bevorzugen, rücken damit Open-Source-Alternativen stärker in den Fokus. Projekte wie Jellyfin bieten fast identische Funktionalitäten für den Fernzugriff. Sie verlangen dafür keine Gebühren, da sie vollständig auf der eigenen Hardware des Nutzers basieren und keine zentralen Authentifizierungs-Server eines Anbieters benötigen. Der Wechsel erfordert jedoch oft mehr manuellen Konfigurationsaufwand, etwa bei der Einrichtung von DynDNS oder Reverse-Proxys.
Nutzt ihr Plex intensiv für den Fernzugriff und seid bereit, dafür zu zahlen, oder ist dies der entscheidende Grund für einen Wechsel zu Jellyfin? Schreibt uns eure Meinung und Pläne doch gerne unten in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Sichtweise!
Download Plex Media Server - Musik und Videos streamen
Siehe auch:
Bezahlschranke für Fernzugriff aktiviert
Wer von unterwegs auf seine heimische Mediensammlung zugreifen möchte, wird bei Plex künftig zur Kasse gebeten. Der Anbieter der weitverbreiteten Medienserver-Software setzt seine Ankündigung aus dem Frühjahr in die Tat um und schränkt das kostenlose Remote-Streaming drastisch ein. Betroffen sind Nutzer, die Inhalte von einem Server streamen, der sich nicht im selben lokalen Netzwerk befindet - eine Funktion, die das System bislang auch ohne Abonnement sehr attraktiv machte. Den Anfang der Umstellung macht die Roku-Plattform, auf der die neuen Restriktionen ab der kommenden Woche greifen.Für Anwender bedeutet dies konkrete Einschränkungen im Alltag: Eine Verbindung zum heimischen Server aus dem Hotel-WLAN, dem Büro oder über das Mobilfunknetz ist ohne eine gültige Lizenz nicht mehr möglich. Während Roku-Nutzer als Erste betroffen sind, bekommen Apple TV, Android TV und Fire TV sowie Clients von Drittanbietern noch eine Gnadenfrist, sie werden erst im Jahr 2026 in die Pflicht genommen.
Um die Funktionalität des Fernzugriffs auch in Zukunft zu gewährleisten, stehen zwei verschiedene Lizenzmodelle zur Wahl. Wie das Unternehmen im Plex-Forum (via How-to-Geek) offiziell bestätigte, müssen entweder der Server-Betreiber oder der Gast über eine Lizenz verfügen. Die technische Umsetzung prüft beim Verbindungsaufbau, ob ein erforderlicher "Remote Watch Pass" oder "Plex Pass" vorliegt. Bislang war der externe Zugriff oft eine geduldete Komfort-Funktion, die auch über die kostenlosen Relay-Server des Anbieters lief - nun wird sie zur harten Währung.
Der Schritt kommt für langjährige Beobachter der Branche nicht überraschend. Plex startete im Jahr 2008 ursprünglich als Hobby-Projekt und Fork des populären XBMC (heute Kodi) auf dem Mac. Über die Jahre entwickelte sich das Projekt von einer reinen Liebhaber-Anwendung zu einem kommerziellen Unternehmen mit Risikokapital-Finanzierung. Laut Ars Technica strebt Plex inzwischen verstärkt nach Profitabilität, um Investoren zufriedenzustellen. Das Unternehmen betont zudem die Notwendigkeit, mit den "steigenden Kosten" Schritt zu halten, die unter anderem die Unterstützung für viele verschiedene Geräte und Codecs umfassen.
Die Kritik aus der Community lässt nicht auf sich warten. Denn das (Roku-)Update, welches die Bezahlschranke einführt, bringt auch eine grundlegend überarbeitete Navigation mit. Doch diese sorgte bei vielen Nutzern aufgrund entfernter Funktionen und einer als verschlechtert empfundenen Bedienbarkeit bereits für Beschwerden. Dass inzwischen zeitgleich eine Paywall für ein Kern-Feature errichtet wird, dürfte die Akzeptanz der Plattform weiter auf die Probe stellen.
Für IT-Profis, die eine reine Selbstverwaltung ihrer Medien ohne kommerzielle Interessen oder Abo-Zwang bevorzugen, rücken damit Open-Source-Alternativen stärker in den Fokus. Projekte wie Jellyfin bieten fast identische Funktionalitäten für den Fernzugriff. Sie verlangen dafür keine Gebühren, da sie vollständig auf der eigenen Hardware des Nutzers basieren und keine zentralen Authentifizierungs-Server eines Anbieters benötigen. Der Wechsel erfordert jedoch oft mehr manuellen Konfigurationsaufwand, etwa bei der Einrichtung von DynDNS oder Reverse-Proxys.
Nutzt ihr Plex intensiv für den Fernzugriff und seid bereit, dafür zu zahlen, oder ist dies der entscheidende Grund für einen Wechsel zu Jellyfin? Schreibt uns eure Meinung und Pläne doch gerne unten in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Sichtweise!
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Zusammenfassung
- Plex führt Bezahlschranke für Streaming außerhalb des heimischen Netzwerks ein
- Fernzugriff auf eigene Medien wird künftig nur mit kostenpflichtiger Lizenz möglich
- Erste Einschränkungen betreffen Roku-Plattform, andere folgen im Jahr 2026
- Nutzer benötigen entweder Remote Watch Pass oder Plex Pass für den Fernzugriff
- Schritt folgt auf Entwicklung vom Hobby-Projekt zum kommerziellen Unternehmen
- Gleichzeitig kritisierte Änderungen an der Benutzeroberfläche verschlechtern Akzeptanz
- Open-Source-Alternativen wie Jellyfin bieten ähnliche Funktionen ohne Abogebühren
Siehe auch:
- Plex warnt vor Datenleck: Nutzer sollen umgehend Passwörter ändern
- Trotz Warnungen: Über 300.000 Plex-Media-Server anfällig für Angriffe
- Plex-Nutzer aufgepasst: Fernzugriff wird kostenpflichtig
- Kann peinlich werden: Plex informiert Freunde über angesehene Videos
- Plex: Unbekannte erbeuten Namen, Mails und verschlüsselte Passwörter
Thema:
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