Kein Erfolgsprojekt: Chinas Starlink-Konkurrent hat große Probleme
China will mit dem Satellitenprojekt Qianfan, auch bekannt als Tausend-Segel-Konstellation, dem SpaceX-Projekt Starlink Konkurrenz machen. Allerdings kommt die Umsetzung bisher nicht so recht voran - die Ursachen hierfür sind vielfältig.
Verantwortlich für das Projekt ist das Unternehmen Shanghai Yuanxin Satellite Technology, das von der Stadtregierung in Shanghai unterstützt wird. Langfristig soll das Netzwerk aus über 15.000 Satelliten bestehen und weltweiten, direkt auf Mobilgeräte ausgerichteten Internetzugang ermöglichen. Um das Etappenziel von 648 Satelliten bis Ende 2025 zu erreichen, müsste Yuanxin monatlich mehr als 30 Starts realisieren - ein Ziel, das angesichts aktueller Engpässe als unrealistisch gilt.
Ein zentrales Problem ist der Mangel an Trägerraketen. Während SpaceX mit seiner wiederverwendbaren Falcon 9 bis zu zweimal wöchentlich Starts mit jeweils 24 Satelliten durchführt, können chinesische Raketen meist nur 18 Satelliten pro Start transportieren. Ein Raketeningenieur aus Peking erklärte, dass China bislang auch noch keine wiederverwendbaren Launcher entwickelt habe und der Engpass noch mindestens ein Jahrzehnt andauern könnte.
Hinzu kommen technische Probleme: Von den bisher gestarteten 90 Qianfan-Satelliten haben laut US-Luftwaffe 17 ihre Zielhöhe von rund 1.070 Kilometern bis jetzt nicht erreicht. Einige befinden sich noch immer nahe ihrer ursprünglichen Einsatzhöhe von etwa 800 Kilometern.
Trotz der Rückschläge bleibt Qianfan mit seinen 90 Satelliten derzeit die drittgrößte Breitbandkonstellation im niedrigen Erdorbit - hinter SpaceX' Starlink und dem britischen Anbieter OneWeb. Doch ohne signifikante Fortschritte in der Raketenverfügbarkeit und -technologie droht der ambitionierte Plan, globale Konnektivität "Made in China" zu liefern, auf halber Strecke stecken zu bleiben.
Siehe auch:
Es mangelt an Raketen
Ursprünglich sollten bis Ende 2025 insgesamt 648 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht werden. Doch bislang wurden lediglich 90 Einheiten gestartet, somit liegt das System weit hinter dem Zeitplan. Damit gerät Chinas Hoffnung, eine ernsthafte Konkurrenz zum Starlink-Netzwerk aufzubauen, zunehmend unter Druck, berichtet die South China Morning Post.Verantwortlich für das Projekt ist das Unternehmen Shanghai Yuanxin Satellite Technology, das von der Stadtregierung in Shanghai unterstützt wird. Langfristig soll das Netzwerk aus über 15.000 Satelliten bestehen und weltweiten, direkt auf Mobilgeräte ausgerichteten Internetzugang ermöglichen. Um das Etappenziel von 648 Satelliten bis Ende 2025 zu erreichen, müsste Yuanxin monatlich mehr als 30 Starts realisieren - ein Ziel, das angesichts aktueller Engpässe als unrealistisch gilt.
Ein zentrales Problem ist der Mangel an Trägerraketen. Während SpaceX mit seiner wiederverwendbaren Falcon 9 bis zu zweimal wöchentlich Starts mit jeweils 24 Satelliten durchführt, können chinesische Raketen meist nur 18 Satelliten pro Start transportieren. Ein Raketeningenieur aus Peking erklärte, dass China bislang auch noch keine wiederverwendbaren Launcher entwickelt habe und der Engpass noch mindestens ein Jahrzehnt andauern könnte.
Hinzu kommen technische Probleme: Von den bisher gestarteten 90 Qianfan-Satelliten haben laut US-Luftwaffe 17 ihre Zielhöhe von rund 1.070 Kilometern bis jetzt nicht erreicht. Einige befinden sich noch immer nahe ihrer ursprünglichen Einsatzhöhe von etwa 800 Kilometern.
Es wird nicht besser
Erschwert wird die Lage zusätzlich durch den Wettbewerb um Raketenressourcen. Die wenigen verfügbaren Modelle der Langer-Marsch-Serie - darunter LM-6A und LM-8 - muss sich Qianfan mit verschiedenen anderen Missionen teilen, die aus China auf den Weg gebracht werden sollen.Trotz der Rückschläge bleibt Qianfan mit seinen 90 Satelliten derzeit die drittgrößte Breitbandkonstellation im niedrigen Erdorbit - hinter SpaceX' Starlink und dem britischen Anbieter OneWeb. Doch ohne signifikante Fortschritte in der Raketenverfügbarkeit und -technologie droht der ambitionierte Plan, globale Konnektivität "Made in China" zu liefern, auf halber Strecke stecken zu bleiben.
Zusammenfassung
- Chinas Qianfan-Projekt soll mit 648 Satelliten Starlink Konkurrenz machen
- Bisher wurden erst 90 Satelliten gestartet, das Zeitplan-Ziel für 2025 wackelt
- Ein zentrales Problem ist der Mangel an geeigneten Trägerraketen in China
- Technische Schwierigkeiten: 17 Satelliten erreichten ihre Zielhöhe nicht
- Qianfan belegt aktuell den dritten Platz hinter Starlink und OneWeb
- Verfügbare Raketen müssen mit anderen wichtigen chinesischen Missionen geteilt werden
- Ohne Fortschritte in der Raketentechnologie droht dem Projekt das Scheitern
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