Berühmte Sternhaufen der Plejaden 20 Mal größer als angenommen
Astronomen haben entdeckt, dass der berühmte Sternhaufen der Plejaden gut 20 Mal größer sein dürfte als bisher gedacht. Tausende versteckte Geschwistersterne erstrecken sich über fast 2000 Lichtjahre am Himmel.
Ein Forschungsteam der University of North Carolina at Chapel Hill hat mithilfe von Daten der NASA-Satelliten TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) und der europäischen Raumsonde Gaia entdeckt, dass die Plejaden Teil einer enormen Sternenstruktur sind.
Die Forscher nutzten die Rotationsgeschwindigkeit der Sterne als "kosmische Uhr", da junge Sterne schnell rotieren, während ältere Sterne langsamer werden. Durch die Kombination von Rotationsmessungen des TESS-Satelliten mit präzisen Positions- und Bewegungsdaten von Gaia konnten sie die weit verstreuten Sternenfamilien identifizieren.
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Neue Dimension der Sieben Schwestern
Die Plejaden, auch als Sieben Schwestern bekannt, gehören zu den bekanntesten Sternhaufen am Nachthimmel und befinden sich etwa 440 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Stier. Mit bloßem Auge sind normalerweise nur sechs oder sieben Sterne sichtbar, doch eine bahnbrechende Entdeckung zeigt nun, dass dieser berühmte Sternhaufen weit größer ist als bisher angenommen.Ein Forschungsteam der University of North Carolina at Chapel Hill hat mithilfe von Daten der NASA-Satelliten TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) und der europäischen Raumsonde Gaia entdeckt, dass die Plejaden Teil einer enormen Sternenstruktur sind.
Revolutionäre Methode der Sternenerkennung
Laut Carnegie Science handelt es sich um den sogenannten "Greater Pleiades Complex", der mindestens drei bereits bekannte Sterngruppen und möglicherweise zwei weitere umfasst. Die Wissenschaftler identifizierten Tausende von versteckten Geschwistersternen, die über den gesamten Himmel verstreut sind - eine Ausdehnung über fast 2000 Lichtjahre.Die Forscher nutzten die Rotationsgeschwindigkeit der Sterne als "kosmische Uhr", da junge Sterne schnell rotieren, während ältere Sterne langsamer werden. Durch die Kombination von Rotationsmessungen des TESS-Satelliten mit präzisen Positions- und Bewegungsdaten von Gaia konnten sie die weit verstreuten Sternenfamilien identifizieren.
Diese Untersuchung verändert, wie wir die Plejaden sehen - nicht nur sieben helle Sterne, sondern Tausende von lange verlorenen Geschwistern, die über den ganzen Himmel verstreut sind.Die Entdeckung verändert das Verständnis der Plejaden grundlegend. Die Forschung wurde im Fachjournal "The Astrophysical Journal" veröffentlicht.
Bedeutung für die Astronomie
Die neue Methode könnte weitreichende Auswirkungen auf die Astronomie haben. Durch die Verfolgung der Sternenrotation können Forscher nun Sterngruppen identifizieren, die zu weit verstreut sind, um mit herkömmlichen Methoden entdeckt zu werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten zur Kartierung unserer galaktischen Nachbarschaft.Was haltet ihr von dieser Entdeckung? Teilt eure Gedanken zu den erweiterten Plejaden in den Kommentaren!
Wie groß ist der Pleiaden-Komplex wirklich?
Der sogenannte Greater Pleiades Complex erstreckt sich über fast 2000 Lichtjahre - etwa 20-mal größer als bisher angenommen. Die bekannten "Sieben Schwestern" bilden lediglich das helle Zentrum dieser weit verstreuten Sternenfamilie.
Forscher entdeckten tausende bislang unbekannte Sternengeschwister, die aus derselben Sternentstehungsregion stammen. Diese Erkenntnis verändert unser Verständnis von Sternhaufen grundlegend.
Forscher entdeckten tausende bislang unbekannte Sternengeschwister, die aus derselben Sternentstehungsregion stammen. Diese Erkenntnis verändert unser Verständnis von Sternhaufen grundlegend.
Wie wurden die versteckten Sterne entdeckt?
Die Forscher kombinierten Daten der ESA-Raumsonde Gaia, des NASA-Satelliten TESS und des Sloan Digital Sky Survey (SDSS). Gaia lieferte präzise Positions- und Bewegungsdaten, TESS die Rotationsgeschwindigkeit und SDSS die chemische Zusammensetzung.
Diese Kombination ermöglichte es, Sternengeschwister anhand von Alter, Bewegung und chemischen Eigenschaften zu identifizieren - wie bei einem kosmischen Familienstammbaum.
Diese Kombination ermöglichte es, Sternengeschwister anhand von Alter, Bewegung und chemischen Eigenschaften zu identifizieren - wie bei einem kosmischen Familienstammbaum.
Warum ist die Rotation von Sternen wichtig?
Die Rotationsgeschwindigkeit eines Sterns dient als "kosmische Uhr": Junge Sterne rotieren schnell, ältere langsamer. So lässt sich das Alter eines Sterns relativ genau bestimmen.
Durch den Vergleich der Rotationsraten konnten die Forscher Sterne identifizieren, die zur selben Generation gehören - ein entscheidender Schritt, um weit verstreute Sternenfamilien wie die Pleiaden zu rekonstruieren.
Durch den Vergleich der Rotationsraten konnten die Forscher Sterne identifizieren, die zur selben Generation gehören - ein entscheidender Schritt, um weit verstreute Sternenfamilien wie die Pleiaden zu rekonstruieren.
Warum ist das kulturell bedeutsam?
Die Pleiaden sind in vielen Kulturen tief verwurzelt - von der Bibel über die Maori-Tradition (Matariki) bis zum Subaru-Logo. Die neue Erkenntnis erweitert unser Verständnis dieses Symbols.
Dass die "Sieben Schwestern" Teil einer viel größeren Familie sind, verleiht ihnen neue Bedeutung - sowohl wissenschaftlich als auch kulturell.
Dass die "Sieben Schwestern" Teil einer viel größeren Familie sind, verleiht ihnen neue Bedeutung - sowohl wissenschaftlich als auch kulturell.
Zusammenfassung
- Die Plejaden sind Teil eines gigantischen Sternkomplexes von 2000 Lichtjahren
- Forscher entdeckten tausende versteckte Geschwistersterne der Plejaden
- Der "Greater Pleiades Complex" umfasst mindestens drei bekannte Sterngruppen
- Wissenschaftler nutzten Rotationsgeschwindigkeit der Sterne als kosmische Uhr
- TESS-Satellit und Gaia-Sonde lieferten die entscheidenden Messdaten
- Die neue Methode revolutioniert die Kartierung unserer galaktischen Umgebung
- Erkenntnisse könnten helfen, die Ursprünge unserer eigenen Sonne zu finden
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