Gefeuerter Intel-Mitarbeiter klaut 18.000 streng geheime Dateien

Ein früherer Intel-Mitarbeiter soll kurz vor seiner Kündigung 18.000 vertrauliche Dateien gestohlen haben, darunter als "Top Secret" klassifizierte Dokumente. Das Unternehmen verklagt ihn auf 250.000 Dollar Schadenersatz.
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Verschwundener Ex-Mitarbeiter im Visier

Intel steht vor einem brisanten Fall von Datendiebstahl. Das Unternehmen hat Klage gegen den früheren Software-Entwickler Jinfeng Luo eingereicht, der im Juli 2024 nach zehn Jahren bei dem Chiphersteller entlassen wurde. Der Vorwurf wiegt schwer: Luo soll rund 18.000 vertrauliche Dateien kopiert haben, bevor er das Unternehmen verließ.

Die Kündigung erfolgte im Rahmen der massiven Personalreduzierungen, bei denen Intel in den letzten zwei Jahren über 23.000 Arbeitsplätze abgebaut hat. Das Unternehmen hatte Luo am 7. Juli über seine bevorstehende Entlassung informiert, die zum 31. Juli wirksam werden sollte.

Wie The Mercury News berichtet, umfassten die gestohlenen Informationen auch Dokumente mit der Kennzeichnung "Intel Top Secret". Luo unternahm zunächst den Versuch, Dateien von seinem Firmen-Laptop auf eine externe Festplatte zu übertragen, doch Intels interne Sicherheitssysteme blockierten den Transfer.

Gescheiterter erster Versuch

Fünf Tage später wählte er eine andere Strategie: Er verwendete ein Network-Attached-Storage-Gerät (NAS), das wie ein kleiner Server funktioniert, und übertrug die Daten erfolgreich. Intel entdeckte die Datenübertragungen und leitete eine Untersuchung ein. Über drei Monate hinweg versuchte das Unternehmen vergeblich, Luo zu kontaktieren - per Telefon, E-Mail und sogar über Briefe an seine Adresse in Seattle sowie an zwei weitere bekannte Adressen.


Das ist nicht der erste Fall dieser Art bei Intel. Das Unternehmen verklagte bereits einen anderen Ex-Mitarbeiter, der vertrauliche Daten vor seinem Wechsel zu Microsoft kopiert hatte. Dieser wurde zu zwei Jahren Bewährung und einer Geldstrafe von 34.000 Dollar (etwa 29.400 Euro) verurteilt, nachdem sich herausstellte, dass die gestohlenen Dateien bei Vertragsverhandlungen zwischen den beiden Tech-Giganten verwendet wurden.

Erhöhtes Risiko bei Massenentlassungen

Experten sehen in Massenentlassungen ein erhöhtes Risiko für Insider-Bedrohungen, da unzufriedene oder bald entlassene Mitarbeiter möglicherweise versuchen, Unternehmensdaten mitzunehmen. Für Chiphersteller wie Intel, bei denen Forschungs- und Entwicklungsdateien sowie Produktblaupausen den Marktvorsprung definieren können, sind solche Lecks besonders verheerend.

Intel fordert mindestens 250.000 Dollar Schadenersatz, Anwaltskosten und eine gerichtliche Verfügung, die Luo daran hindert, vertrauliche Informationen preiszugeben. Luos Aufenthaltsort ist weiterhin unbekannt, und er hat nicht auf die Vorwürfe reagiert. Der Fall soll noch in diesem Monat vor einem US-Gericht verhandelt werden.

Was denkt ihr über solche Fälle von Datendiebstahl in der Tech-Branche? Diskutiert gerne eure Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Früherer Intel-Mitarbeiter kopierte kurz vor Kündigung 18.000 vertrauliche Dateien
  • Intel verklagt Jinfeng Luo nach dessen Entlassung im Juli 2024 auf 250.000 Dollar
  • Nach erfolglosem Versuch nutzte er ein NAS-Gerät zur Umgehung der Sicherheit
  • Trotz dreimonatiger Kontaktversuche blieb der Aufenthaltsort Luos unbekannt
  • Intel erlebte bereits ähnlichen Fall, bei dem ein Mitarbeiter vor Wechsel zu Microsoft Daten stahl
  • Massenentlassungen erhöhen laut Experten das Risiko für Insider-Bedrohungen
  • Für Chiphersteller sind solche Datenlecks besonders geschäftsschädigend

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