Apple will Speicherchips von sanktionierten China-Herstellern kaufen
Apple hat einen möglichen Weg gefunden, die Auswirkungen der Speicherkrise auf die eigenen Produkte zumindest abzumildern: Man will Chips bei chinesischen Herstellern, die auf Sanktionslisten der US-Regierung stehen, einkaufen.
Der mögliche Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten auf dem weltweiten Speichermarkt. Schon zuvor hatten die Financial Times und mehrere südkoreanische Medien berichtet, dass Apple nach günstigeren Bezugsquellen für Arbeitsspeicher suche. Das Unternehmen steht unter Druck, da die Preise für Speicherbausteine in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind. Diese Entwicklung hat Apple bereits dazu veranlasst, die Preise verschiedener Produkte, darunter MacBooks und iPads, anzuheben.
Als Ursache gilt eine anhaltende Knappheit bei Speicherchips. Viele Hersteller richten ihre Produktion derzeit verstärkt auf Komponenten für KI-Server aus, die wegen des Booms rund um Künstliche Intelligenz stark nachgefragt werden. Dadurch stehen weniger Kapazitäten für klassische Unterhaltungselektronik zur Verfügung. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot ermöglicht es den Produzenten, höhere Preise durchzusetzen.
Die Verhandlungen mit den chinesischen Unternehmen sind jedoch politisch riskant. Sowohl CXMT als auch YMTC stehen auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums, auf der Unternehmen geführt werden, denen Verbindungen zur chinesischen Volksbefreiungsarmee nachgesagt werden. Darüber hinaus befindet sich YMTC auf einer Sanktionsliste des US-Handelsministeriums. Diese schränkt die Geschäftsbeziehungen amerikanischer Unternehmen mit dem Konzern erheblich ein und macht für bestimmte Geschäfte Exportgenehmigungen erforderlich.
Ob die Gespräche tatsächlich zu einer Zusammenarbeit führen, bleibt offen. Innerhalb der US-Regierung soll es Widerstand gegen eine engere Geschäftsbeziehung mit den chinesischen Herstellern geben. Bereits 2022 hatte Apple erwogen, Speicher von YMTC zu beziehen. Damals wurden die Pläne jedoch nach Kritik aus dem US-Kongress wieder aufgegeben.
Siehe auch:
Gespräche laufen
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg führt der US-Konzern derzeit Gespräche mit den Halbleiterunternehmen ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC). Eine endgültige Vereinbarung gibt es bislang jedoch nicht.Der mögliche Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten auf dem weltweiten Speichermarkt. Schon zuvor hatten die Financial Times und mehrere südkoreanische Medien berichtet, dass Apple nach günstigeren Bezugsquellen für Arbeitsspeicher suche. Das Unternehmen steht unter Druck, da die Preise für Speicherbausteine in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind. Diese Entwicklung hat Apple bereits dazu veranlasst, die Preise verschiedener Produkte, darunter MacBooks und iPads, anzuheben.
Als Ursache gilt eine anhaltende Knappheit bei Speicherchips. Viele Hersteller richten ihre Produktion derzeit verstärkt auf Komponenten für KI-Server aus, die wegen des Booms rund um Künstliche Intelligenz stark nachgefragt werden. Dadurch stehen weniger Kapazitäten für klassische Unterhaltungselektronik zur Verfügung. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot ermöglicht es den Produzenten, höhere Preise durchzusetzen.
Die Verhandlungen mit den chinesischen Unternehmen sind jedoch politisch riskant. Sowohl CXMT als auch YMTC stehen auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums, auf der Unternehmen geführt werden, denen Verbindungen zur chinesischen Volksbefreiungsarmee nachgesagt werden. Darüber hinaus befindet sich YMTC auf einer Sanktionsliste des US-Handelsministeriums. Diese schränkt die Geschäftsbeziehungen amerikanischer Unternehmen mit dem Konzern erheblich ein und macht für bestimmte Geschäfte Exportgenehmigungen erforderlich.
Rechtlich machbar
Rechtlich benötigt Apple zwar keine ausdrückliche Genehmigung der US-Regierung, um Speicherchips von den beiden Herstellern zu erwerben. Dennoch versucht der Konzern offenbar, politischen Widerstand im Vorfeld auszuräumen. Bloomberg zufolge hat Apple-Chef Tim Cook bereits Gespräche mit Vertretern der US-Regierung geführt, darunter Finanzminister Scott Bessent. Demnach schlägt Apple vor, die in China produzierten Speicherchips ausschließlich in Geräten für den chinesischen Markt einzusetzen. Dadurch könnten Lieferungen anderer Zulieferer für Produkte in den USA reserviert werden.Ob die Gespräche tatsächlich zu einer Zusammenarbeit führen, bleibt offen. Innerhalb der US-Regierung soll es Widerstand gegen eine engere Geschäftsbeziehung mit den chinesischen Herstellern geben. Bereits 2022 hatte Apple erwogen, Speicher von YMTC zu beziehen. Damals wurden die Pläne jedoch nach Kritik aus dem US-Kongress wieder aufgegeben.
Zusammenfassung
- Apple plant Zukauf von Speicherchips bei sanktionierten Firmen in China
- Grund ist die weltweite Speicherkrise und steigende Produktionskosten
- Fokus liegt auf den Herstellern CXMT und auch auf der Firma YMTC laut
- Politische Risiken drohen wegen möglicher Armeekontakte in dem Land dort
- Chips sollen nur für den chinesischen Markt genutzt werden laut dem Plan
Siehe auch:
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