Xiaomi schlägt Alarm: Speicherkosten treiben Smartphone-Preise hoch
Der chinesische Hersteller Xiaomi hat als erster großer Smartphone-Anbieter deutlich gemacht, dass sich die Kunden schon jetzt auf steigende Preise einstellen müssen. Als Grund nennt man stark gestiegene Kosten für die in Smartphones verwendeten Speicherchips.
Der derzeit zu verzeichnende Anstieg der Speicherpreise übertreffe die Erwartungen bei weitem und könnte sich sogar noch deutlich verstärken, so Lu in seinem Post. Seit einigen Monaten ziehen die Preise für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher deutlich an, weil die Chiphersteller die Kapazitäten zugunsten der einträglicheren Fertigung von Chips für KI-Anwendungen reduziert haben, während die Nachfrage aus dem Markt für Elektronikgeräte und Flash-basierte Speichergeräte wie SSDs weiterhin zunimmt.
Bei den sehr preissensiblen Kunden in China sorgte vor allem der für dortige Verhältnisse erhebliche Aufschlag für die Verdopplung der Speicherkapazität für Überraschung, was sich in kritischen Posts zur Preisgestaltung von Xiaomi äußerte. Tatsächlich war es bisher selbst in Europa meist so, dass man "nur" etwa 40-50 Euro mehr ein Smartphone mit 512 statt 256 GB internem Flash-Speicher zahlen musste.
Als Reaktion auf die Kritik an der Preisgestaltung beim Redmi K90 will Xiaomi das gefragte 512-GB-Modell für drei Monate jetzt mit einer auf 2899 Yuan reduzierten offiziellen Preisempfehlung anbieten, was umgerechnet 350 Euro sind. Hierzulande dürften die Preisunterschiede künftig wie üblich deutlicher ausfallen zumal mit einiger Sicherheit auch die Basispreise der Geräte anziehen werden. In Deutschland dürfte die K90-Serie über die Xiaomi-Tochter Poco als Poco F8-Serie starten.
Siehe auch:
Redmi-Chef warnt vor deutlich steigenden Preisen
Xiaomis Redmi-Markenchef Lu Weibing hat in einem Weibo-Post auf Feedback von Kunden reagiert, die Kritik an dem gegenüber dem Vorgängermodell leicht erhöhten Preis des neuen Xiaomi Redmi K90 geäußert hatten. Seinen Angaben zufolge muss das Unternehmen den Kostendruck in Form von höheren Preisen für neu vorgestellte Geräte an die Kunden weiterreichen.Der derzeit zu verzeichnende Anstieg der Speicherpreise übertreffe die Erwartungen bei weitem und könnte sich sogar noch deutlich verstärken, so Lu in seinem Post. Seit einigen Monaten ziehen die Preise für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher deutlich an, weil die Chiphersteller die Kapazitäten zugunsten der einträglicheren Fertigung von Chips für KI-Anwendungen reduziert haben, während die Nachfrage aus dem Markt für Elektronikgeräte und Flash-basierte Speichergeräte wie SSDs weiterhin zunimmt.
Speicher-Upgrades werden deutlich teurer
Xiaomi hatte am Donnerstag die neue Redmi K90-Serie präsentiert und dabei den Preis für das Basismodell mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 GB internem Flash-Speicher um 100 Yuan auf nun 2599 Yuan erhöht. Umgerechnet entspricht dies etwa 314 Euro. Gleichzeitig kam ein zusätzliches Modell mit 512 GB internem Flash-Speicher auf den Markt, das offiziell 3199 Yuan kostet, also etwa 386 Euro.Bei den sehr preissensiblen Kunden in China sorgte vor allem der für dortige Verhältnisse erhebliche Aufschlag für die Verdopplung der Speicherkapazität für Überraschung, was sich in kritischen Posts zur Preisgestaltung von Xiaomi äußerte. Tatsächlich war es bisher selbst in Europa meist so, dass man "nur" etwa 40-50 Euro mehr ein Smartphone mit 512 statt 256 GB internem Flash-Speicher zahlen musste.
Als Reaktion auf die Kritik an der Preisgestaltung beim Redmi K90 will Xiaomi das gefragte 512-GB-Modell für drei Monate jetzt mit einer auf 2899 Yuan reduzierten offiziellen Preisempfehlung anbieten, was umgerechnet 350 Euro sind. Hierzulande dürften die Preisunterschiede künftig wie üblich deutlicher ausfallen zumal mit einiger Sicherheit auch die Basispreise der Geräte anziehen werden. In Deutschland dürfte die K90-Serie über die Xiaomi-Tochter Poco als Poco F8-Serie starten.
Zusammenfassung
- Xiaomi begründet höhere Smartphone-Preise mit gestiegenen Speicherkosten
- Kritik von Kunden am höheren Preis des neuen Redmi K90 im Vergleich zum Vorgänger
- Speicherpreise steigen stark an, da Hersteller Kapazitäten für KI-Chips umwidmen
- Basismodell des Redmi K90 kostet nun 2599 Yuan (ca. 314 Euro)
- Ungewöhnlich hoher Preisaufschlag für Modelle mit größerer Speicherkapazität
- Als Reaktion auf Kundenkritik bietet Xiaomi das 512-GB-Modell zeitweise günstiger an
- Preisunterschiede in Europa könnten künftig noch deutlicher ausfallen
Siehe auch:
- Preise gehen hoch: iPhone 18 wegen A20-Chip & Speicher wohl teurer
- Raspberry Pi kämpft mit Speicherpreisen: Bastelcomputer werden teurer
- Speicher wird deutlich teurer: Samsung zieht Preisschraube massiv an
- Weniger Speicher, gleicher Preis: Sony macht PS5 Slim schlechter
- DDR4: Preisexplosion macht Speicher demnächst wohl exorbitant teuer
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