London hat ein gravierendes Problem mit Smartphone-Diebstählen
London hat sich zur Hochburg des Smartphone-Diebstahls entwickelt. Die Polizei versucht nun mit besonderem Ermittlungsdruck gegen das massiv gewachsene Problem anzugehen, das keineswegs einfach von Gelegenheitsdieben vorangetrieben wird.
London gilt in Europa inzwischen als Rekordhalter des Handydiebstahls: Über 80.000 Geräte wurden im vergangenen Jahr entwendet. Die Täter agieren oft maskiert und nutzen E-Bikes, um ihren Opfern die Telefone im Vorbeifahren aus der Hand zu reißen. Laut Polizei machen Smartphones inzwischen rund 70 Prozent aller Diebstähle in der Stadt aus.
Ein entscheidender Durchbruch kam bereits im Dezember, als eine Frau ihr gestohlenes iPhone per Ortungsfunktion zu einem Lagerhaus nahe des Flughafens Heathrow verfolgte. In den als "Batterien" deklarierten Kartons fanden Ermittler fast tausend gestohlene iPhones, die für den Export nach Hongkong bestimmt waren. Damit wurde klar: Der Diebstahl hat industrielle Dimensionen erreicht.
Zwei mutmaßliche Haupttäter, die laut Polizei bis zu 40.000 Geräte nach China verschickt haben sollen, wurden im September festgenommen. In ihrem Auto fanden Beamte mehrere Telefone, teils in Alufolie eingewickelt, um Ortungssignale zu blockieren. Die Männer sollen im Großhandel kilometerweise Folie gekauft haben.
Langfristig will die Metropolitan Police nicht nur die Netzwerke zerschlagen, sondern auch das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen. "Niemand würde auf offener Straße Geld zählen", sagte Kriminologe Lawrence Sherman. "Aber wer auf sein Handy starrt, hält im Grunde einen Tausendpfundschein in der Hand."
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Ständig Razzien
Erst kürzlich fand eine entsprechende Aktion statt: Innerhalb weniger Minuten stürmten Beamte drei Gebrauchtwarenläden für Mobiltelefone. Die Polizei durchsuchte Kassen, Dokumente und Telefone aus zwei Tresoren. Der Einsatz war einer von Dutzenden ähnlichen Razzien im September, mit denen die Ermittler ein weitverzweigtes Netzwerk von Hehlern und Zwischenhändlern ins Visier nahmen, wie die New York Times berichtet. Insgesamt wurden rund 2000 gestohlene Smartphones und 200.000 Pfund (23.000 Euro) in bar sichergestellt.London gilt in Europa inzwischen als Rekordhalter des Handydiebstahls: Über 80.000 Geräte wurden im vergangenen Jahr entwendet. Die Täter agieren oft maskiert und nutzen E-Bikes, um ihren Opfern die Telefone im Vorbeifahren aus der Hand zu reißen. Laut Polizei machen Smartphones inzwischen rund 70 Prozent aller Diebstähle in der Stadt aus.
Ein entscheidender Durchbruch kam bereits im Dezember, als eine Frau ihr gestohlenes iPhone per Ortungsfunktion zu einem Lagerhaus nahe des Flughafens Heathrow verfolgte. In den als "Batterien" deklarierten Kartons fanden Ermittler fast tausend gestohlene iPhones, die für den Export nach Hongkong bestimmt waren. Damit wurde klar: Der Diebstahl hat industrielle Dimensionen erreicht.
Zwei mutmaßliche Haupttäter, die laut Polizei bis zu 40.000 Geräte nach China verschickt haben sollen, wurden im September festgenommen. In ihrem Auto fanden Beamte mehrere Telefone, teils in Alufolie eingewickelt, um Ortungssignale zu blockieren. Die Männer sollen im Großhandel kilometerweise Folie gekauft haben.
Für den Export
Viele der gestohlenen Geräte werden in China oder Algerien weiterverkauft - dort lassen sie sich dank fehlender internationaler Sperrlisten nutzen. Die Polizei sieht sich nun vor die Aufgabe gestellt, ein kriminelles Dreistufensystem zu zerschlagen: Straßendiebe, Hehler und Exporteure. Trotz wachsender Erfolge bleibt die Bilanz ernüchternd: Von den fast hunderttausend gemeldeten Diebstählen zwischen März 2024 und Februar 2025 führten nur 495 Fälle zu einer Anklage oder Verwarnung.Langfristig will die Metropolitan Police nicht nur die Netzwerke zerschlagen, sondern auch das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen. "Niemand würde auf offener Straße Geld zählen", sagte Kriminologe Lawrence Sherman. "Aber wer auf sein Handy starrt, hält im Grunde einen Tausendpfundschein in der Hand."
Zusammenfassung
- London verzeichnet über 80000 gestohlene Smartphones im letzten Jahr
- Täter reißen Opfern die Geräte oft im Vorbeifahren mit E-Bikes aus der Hand
- Organisierte Netzwerke exportieren gestohlene Telefone nach China und Algerien
- Bei Razzien wurden 2000 gestohlene Smartphones und 200.000 Pfund sichergestellt
- Gestohlene Geräte wurden in Alufolie eingewickelt, um Ortungssignale zu blocken
- Nur 495 von fast hunderttausend Diebstählen führten zu Anklagen
- Polizei bekämpft dreistufiges System aus Dieben, Hehlern und Exporteuren
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