'Diebstahl' mit Apple Pay: Dämlicher TikTok-Trend führt zu Verhaftungen

Immer mehr TikToker sorgen mit einem 'Scherz' für Aufregung: Sie täuschen vor, mit Apple Pay Geld von Fremden zu stehlen. Zumeist finden die Opfer das gar nicht lustig. Es kommt immer häufiger zu Handgreiflichkeiten und sogar Verhaftungen, alles für die Klicks.

Irritierender Trend auf TikTok

Auf TikTok verbreiten sich immer wieder seltsame Trends. Kürzlich sorgten Videos für Kopfschütteln, in denen Schüler Chromebooks in Brand setzen. Jetzt gibt es erneut Aufregung. Denn Jugendliche täuschen vor, mit dem Apple Pay-Zahlungssystem Geld von den Smartphones ahnungsloser Passanten zu stehlen. Der Streich folgt einem einfachen Muster: Die Jugendlichen fragen Fremde nach der Uhrzeit, halten ihr Smartphone an das ihres Opfers, spielen dann eine Audiodatei mit dem charakteristischen Apple Pay-Ton ab und behaupten, Geld "gestohlen" zu haben.

Technisch ist dieser vermeintliche Diebstahl unmöglich, da Apple Pay eine Bestätigung jeder Transaktion durch beide Nutzer erfordert. Der Streich basiert also lediglich auf dem typischen Zahlungston, den Apple-Geräte bei Transaktionen von sich geben. Wie die New York Post berichtet, sind solche "Apple Pay-Pranks" in den letzten Wochen auf TikTok jedoch immer häufiger zu sehen. Die Betroffenen sind verständlicherweise alles andere als amüsiert. In manchen Fällen eskaliert die Situation.

Wütende Reaktionen und Polizeieinsätze

In einem Video, das in einem australischen Einkaufszentrum aufgenommen wurde, nähert sich ein Teenager einem Mann mit Dreadlocks in der Unterwäscheabteilung und fragt nach der Uhrzeit. Als der Mann sein Telefon zückt, spielt der Jugendliche den Apple Pay-Ton ab. Der verwirrte Mann reagiert wütend, verlangt das Telefon des Teenagers und versucht, es ihm zu entreißen.

In einem besonders drastischen Fall in London näherte sich ein TikToker einem Touristen an der Themse und gab vor, 1.000 Pfund (etwa 1.170 Euro) abgebucht zu haben. Der Streich ging jedoch nach hinten los: Das Opfer hielt den TikToker fest, überzeugt davon, dass tatsächlich Geld von seiner Kreditkarte gestohlen worden war. Das Video zeigt, wie anschließend Zivilpolizisten am Tatort eintreffen und den TikToker in Handschellen legen. Die Polizeibeamten informierten den Witzbold daraufhin, dass er nun auf Beweismaterial für einen vermuteten Betrug durchsucht werden würde.
@bku.backup Notification prank got him arrested #news #breakingnews #latest #britain #fyppp ♬ original sound - BKU Backup
Viele Kommentare unter den Videos zeigen wenig Verständnis für die Spaßvögel. "Das ist gefährlich und peinlich", kommentiert ein Nutzer. Andere warnen: "Leg deine Freunde rein, nicht Fremde, die einfach nur in Frieden leben wollen" und "Das geht viel zu weit".

Rechtliche Konsequenzen möglich

Obwohl bei diesen Streichen tatsächlich kein Geld abgebucht wird, können die Aktionen dennoch rechtliche Konsequenzen haben. Das Vortäuschen eines Diebstahls kann als Betrugsversuch gewertet werden, insbesondere wenn die Opfer glauben, wirklich bestohlen worden zu sein. Die Festnahme des Londoner TikTokers zeigt, dass die Behörden solche Aktionen ernst nehmen.

Was haltet ihr von solchen TikTok-Trends? Sind sie harmloser Spaß oder gehen sie zu weit? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns - würdet ihr bei einem solchen Streich ruhig bleiben oder ähnlich reagieren wie die Opfer in den Videos?

Zusammenfassung
  • TikToker täuschen mit Apple Pay-Ton Gelddiebstahl bei Fremden vor
  • Bei dem 'Scherz' wird nach Uhrzeit gefragt und der Apple Pay-Klang abgespielt
  • Geld stehlen technisch unmöglich, da Bestätigung beider Nutzer erforderlich ist
  • Betroffene reagieren wütend, teils kommt es zu Handgreiflichkeiten
  • In London wurde ein TikToker nach dem vermeintlichen Streich verhaftet
  • Trotz fehlender echter Abbuchung können rechtliche Konsequenzen folgen
  • Kommentare unter den Videos zeigen überwiegend Unverständnis für den Trend

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