"Space Armor" soll Astronauten und Satelliten vor Trümmern schützen
Atomic-6 hat die Space Armor Tiles vorgestellt - den ersten radiofrequenzdurchlässigen Schutzschild gegen Weltraumschrott. Die sechseckigen Panzerplatten sind leichter als herkömmliche Metallschilde und schaffen keine gefährlichen Sekundärtrümmer.
Dass diese "Weltraum-Rüstung" überhaupt nötig ist, liegt an mehr als 700.000 Objekten mit einer Größe von mehr als einem Zentimeter, die im Erdorbit umherrasen. Diese Trümmer bewegen sich mit Geschwindigkeiten von über 25.000 Kilometern pro Stunde und können bei einem Aufprall verheerenden Schaden anrichten. Sie durchschlagen Treibstofftanks, zerreißen Batterien und können auch Raumanzüge beschädigen.
Das Kessler-Syndrom beschreibt eine Situation, in der die Dichte der Objekte in der erdnahen Umlaufbahn so hoch wird, dass Kollisionen zwischen diesen Objekten kaskadenförmig auftreten und die Menge des Weltraummülls exponentiell ansteigen lassen. Diese Vermehrung von Trümmern stellt erhebliche Risiken für Satelliten, Weltraummissionen und die Internationale Raumstation dar. Benannt wurde das Phänomen nach dem NASA-Wissenschaftler Donald Kessler, der bereits 1978 vor dieser Gefahr warnte.
Die Entwicklung der Space-Armor-Technologie wurde laut einer Pressemitteilung von Atomic-6 durch die US Air Force und die US Space Force mit insgesamt fünf Millionen Dollar (etwa 4,3 Millionen Euro) gefördert. Das Unternehmen aus Georgia führte im Rahmen der Entwicklung umfangreiche Hypergeschwindigkeitstests durch. Dabei wurden 3-Millimeter-Aluminiumgeschosse mit Geschwindigkeiten von über 7 Kilometern pro Sekunde auf die Testplatten gefeuert.
Space Armor könnte einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Raumfahrt leisten. Was denkt ihr über diese neue Schutztechnologie? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Schutzschild für Satelliten vorgestellt
Atomic-6 hat eine Innovation entwickelt, die sowohl Satelliten als auch Astronauten vor der wachsenden Gefahr durch Weltraumschrott schützen soll. Die sogenannten Space Armor Tiles stellen nach Angaben des Herstellers den ersten radiofrequenzdurchlässigen Schutzschild gegen orbitale Trümmer dar. Das bedeutet: Die Panzerplatten können gleichzeitig vor Einschlägen schützen und kritische Funkkommunikation ermöglichen.Dass diese "Weltraum-Rüstung" überhaupt nötig ist, liegt an mehr als 700.000 Objekten mit einer Größe von mehr als einem Zentimeter, die im Erdorbit umherrasen. Diese Trümmer bewegen sich mit Geschwindigkeiten von über 25.000 Kilometern pro Stunde und können bei einem Aufprall verheerenden Schaden anrichten. Sie durchschlagen Treibstofftanks, zerreißen Batterien und können auch Raumanzüge beschädigen.
Das Kessler-Syndrom beschreibt eine Situation, in der die Dichte der Objekte in der erdnahen Umlaufbahn so hoch wird, dass Kollisionen zwischen diesen Objekten kaskadenförmig auftreten und die Menge des Weltraummülls exponentiell ansteigen lassen. Diese Vermehrung von Trümmern stellt erhebliche Risiken für Satelliten, Weltraummissionen und die Internationale Raumstation dar. Benannt wurde das Phänomen nach dem NASA-Wissenschaftler Donald Kessler, der bereits 1978 vor dieser Gefahr warnte.
Lösung für 70 Jahre altes Problem
Die neuen Schutzplatten sollen das Problem der traditionellen Whipple-Schilde lösen, die seit den 1940er Jahren im Einsatz sind. Diese metallischen Schutzvorrichtungen sind schwer, blockieren Funksignale und erzeugen bei Einschlägen oft mehr Trümmer, als sie stoppen. Space Armor Tiles hingegen sind nach Unternehmensangaben etwa 30 Prozent leichter und 15 Prozent dünner als vergleichbare Aluminiumschilde.Die Entwicklung der Space-Armor-Technologie wurde laut einer Pressemitteilung von Atomic-6 durch die US Air Force und die US Space Force mit insgesamt fünf Millionen Dollar (etwa 4,3 Millionen Euro) gefördert. Das Unternehmen aus Georgia führte im Rahmen der Entwicklung umfangreiche Hypergeschwindigkeitstests durch. Dabei wurden 3-Millimeter-Aluminiumgeschosse mit Geschwindigkeiten von über 7 Kilometern pro Sekunde auf die Testplatten gefeuert.
Zwei Varianten
Das Unternehmen hat die Technologie in zwei Varianten entwickelt: Space Armor Lite kann Trümmerteile bis zu drei Millimeter Durchmesser abwehren und deckt damit über 90 Prozent aller nicht verfolgbaren Objekte in der erdnahen Umlaufbahn ab. Space Armor Max wurde für extreme Bedingungen konzipiert und widersteht Einschlägen von bis zu 12,5 Millimeter großen Objekten. Die sechseckigen Platten sind weniger als einen Zoll dick und können an Raumfahrzeugoberflächen angebracht werden, um kritische Komponenten zu schützen.Space Armor könnte einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Raumfahrt leisten. Was denkt ihr über diese neue Schutztechnologie? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Atomic-6 stellt RF-durchlässigen Schutzschild gegen Weltraumschrott vor
- Space Armor Tiles sind 30 % leichter als herkömmliche Aluminiumschilde
- Über 700.000 Trümmerobjekte gefährden Satelliten und Astronauten
- Kessler-Syndrom beschreibt exponentiellen Anstieg von Weltraummüll
- US-Militär förderte die Entwicklung mit fünf Millionen Dollar
- Space Armor Lite schützt vor Trümmerteilen bis zu drei Millimeter Größe
- Space Armor Max widersteht Einschlägen von bis zu 12,5 mm großen Objekten
Siehe auch:
- ESA ist alarmiert: Weltraumschrott nimmt rasant zu und ist gefährlich
- Starlink & Co.: Weltraumschrott wird zur Gefahr für Verkehrsflugzeuge
- Astroscale: Erstes automatisches Rendezvous mit Weltraumschrott
- Nach Kollision mit Weltraumschrott: Chinesische Raumstation repariert
- Orbital-Lasers: Japan will Weltraumschrott mit Lasersatelliten entsorgen
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