Starlink & Co.: Weltraumschrott wird zur Gefahr für Verkehrsflugzeuge
Bisher hat noch kein herabfallendes Stück Weltraumschrott ein Flugzeug getroffen - doch sollte es passieren, wären die Folgen katastrophal. Eine neue Studie der University of British Columbia in Kanada zeigt, dass das Risiko eines solchen Unfalls zunehmend steigt.
Trotz vorhandener Technologien zur Verfolgung von herabstürzenden Objekten bleibt das Risiko erheblich. Laut der Studie liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein unkontrollierter Wiedereintritt Gebiete in der Nähe großer Flughäfen betrifft, bereits bei 0,8 Prozent pro Jahr. In stark frequentierten Lufträumen, etwa im Nordosten der USA, Nordeuropa oder wichtigen asiatisch-pazifischen Metropolen, steigt dieses Risiko sogar auf 26 Prozent.
Die Aerospace Corporation schätzte 2021 das Risiko einer tödlichen Kollision zwischen einem Flugzeug und herabfallendem Weltraumschrott auf etwa 1 zu 100.000. Dabei reicht bereits ein kleines Trümmerteil von nur einem Gramm aus, um durch einen Einschlag in die Cockpitscheibe oder das Triebwerk einen Absturz zu verursachen. Angesichts der großen Zahl von Flugverbindungen ist es somit nur noch eine Frage der Zeit, bis es zur Katastrophe kommt.
Mit der steigenden Gefahr wächst auch die Notwendigkeit, Lufträume aus Sicherheitsgründen zu sperren. Dies kann zu erhöhter Luftverkehrsdichte anderswo, Verspätungen oder Flugausfällen führen. Laut der Studie stellt dies die nationalen Luftfahrtbehörden vor ein Dilemma: Entweder wird der Luftraum gesperrt, was wirtschaftliche Folgen hat, oder es werden potenziell gefährliche Flugrouten beibehalten.
Mit allein schon über 2.300 Raketenstufen, die sich derzeit unkontrolliert im Orbit befinden und irgendwann zur Erde zurückkehren werden, bleibt das Problem bestehen. Um langfristig die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten, bedarf es verstärkter Bemühungen seitens der Regierungen und privater Unternehmen.
Siehe auch:
Immer mehr unkontrollierte Abstürze
Die Forscher analysierten weltweite Flugdaten und verglichen diese mit Aufzeichnungen unkontrollierter Wiedereintritte von Raketenstufen und anderen Objekten in die Erdatmosphäre. Besonders die massenhafte Entsendung von Satelliten, wie beispielsweise beim Starlink-Projekt von SpaceX, trägt demnach zur wachsenden Gefahr bei. Mehr Raketenstarts und eine zunehmende Zahl von Flugzeugen im Luftraum erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Kollision.Trotz vorhandener Technologien zur Verfolgung von herabstürzenden Objekten bleibt das Risiko erheblich. Laut der Studie liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein unkontrollierter Wiedereintritt Gebiete in der Nähe großer Flughäfen betrifft, bereits bei 0,8 Prozent pro Jahr. In stark frequentierten Lufträumen, etwa im Nordosten der USA, Nordeuropa oder wichtigen asiatisch-pazifischen Metropolen, steigt dieses Risiko sogar auf 26 Prozent.
Die Aerospace Corporation schätzte 2021 das Risiko einer tödlichen Kollision zwischen einem Flugzeug und herabfallendem Weltraumschrott auf etwa 1 zu 100.000. Dabei reicht bereits ein kleines Trümmerteil von nur einem Gramm aus, um durch einen Einschlag in die Cockpitscheibe oder das Triebwerk einen Absturz zu verursachen. Angesichts der großen Zahl von Flugverbindungen ist es somit nur noch eine Frage der Zeit, bis es zur Katastrophe kommt.
Mit der steigenden Gefahr wächst auch die Notwendigkeit, Lufträume aus Sicherheitsgründen zu sperren. Dies kann zu erhöhter Luftverkehrsdichte anderswo, Verspätungen oder Flugausfällen führen. Laut der Studie stellt dies die nationalen Luftfahrtbehörden vor ein Dilemma: Entweder wird der Luftraum gesperrt, was wirtschaftliche Folgen hat, oder es werden potenziell gefährliche Flugrouten beibehalten.
Gegensteuern nötig
Die Forscher betonen, dass kontrollierte Raketeneintritte eine praktikable Lösung darstellen. Obwohl die Technologie bereits existiert, wird sie aktuell nur bei weniger als 35 Prozent der Starts genutzt. Stattdessen trägt die Luftfahrtbranche die Hauptlast der Sicherheitsrisiken.Mit allein schon über 2.300 Raketenstufen, die sich derzeit unkontrolliert im Orbit befinden und irgendwann zur Erde zurückkehren werden, bleibt das Problem bestehen. Um langfristig die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten, bedarf es verstärkter Bemühungen seitens der Regierungen und privater Unternehmen.
Zusammenfassung
- Studie zeigt erhöhtes Risiko für Flugzeugkollisionen mit Weltraumschrott
- Massenhafte Satelliten-Entsendungen wie Starlink erhöhen die Gefahr
- Wahrscheinlichkeit für Wiedereintritt nahe Flughäfen bei 0,8 Prozent pro Jahr
- Tödliches Kollisionsrisiko liegt bei etwa 1 zu 100.000
- Sperrung von Lufträumen kann zu Verspätungen und Flugausfällen führen
- Kontrollierte Raketeneintritte werden als mögliche Lösung vorgeschlagen
- Verstärkte Bemühungen von Regierungen und Unternehmen sind erforderlich
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Thema:
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