Nintendo gehackt? Angreifer sollen interne Daten erbeutet haben

Nintendo könnte Opfer eines Hackerangriffs geworden sein, bei dem anscheinend interne Daten entwendet wurden. Eine Gruppe namens Crimson Collective will nach eigenen Angaben die Sicherheitsmaß­nah­men des japanischen Spielekonzerns überwunden haben.
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Screenshot soll Ordner mit internen Daten zeigen

Die Hackergruppe Crimson Collective behauptet, man habe Nintendo erfolgreich gehackt. Laut online veröffentlichten Screenshots sollen die Angreifer Dateiordner mit Nintendo-internen Daten abgegriffen haben. Noch steht eine offizielle Bestätigung aber aus, während die Angreifer vermutlich eine Art Lösegeld von Nintendo fordern wollen.

Sicherheitsspezialisten der Firma Hackmanac veröffentlichten auf X/Twitter einen Screenshot, auf dem angeblich Ordner mit Dateien aus der Spieleproduktion, Entwicklerdateien und Backups von anderen Daten von Nintendo zu sehen sein sollen. Noch ist aber offen, ob es sich nicht einfach nur um einen Täuschungsversuch handelt.

Hacker waren auch für Red-Hat-Angriff verantwortlich

Crimson Collective ist allerdings kein unbeschriebenes Blatt. Die Gruppe war für einen großen Angriff auf den Open-Source-Softwareanbieter Red Hat verantwortlich, bei dem man sich unberechtigten Zugang zu den GitHub-Repositories des Unternehmens verschaffte und rund 570 Gigabyte an internem Code abgreifen konnte.

Red Hat sollte daraufhin erpresst werden, ignorierte die Forderungen der Angreifer aber einfach. Stattdessen arbeitet Red Hat seit dem Hack mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Fall aufzuklären, während ebenfalls betroffene Kunden Hilfestellung erhalten. Eine ähnliche Taktik wie im Fall von Red Hat könnte Crimson Collective auch bei Nintendo anzuwenden versuchen.

Sollte der Angriff tatsächlich erfolgreich gewesen sein, dürfte Crimson Collective zunächst auf offiziellen Wegen den Kontakt zu Nintendo suchen, um die Zahlung einer bestimmten Summe zu erreichen, bevor die internen Daten des japanischen Spieleherstellers gelöscht werden. Sollte Nintendo nicht zahlen, dürften Leaks die Folge sein, also die unautorisierte Veröffentlichung der zuvor durch die Attacke erbeuteten Daten.

Spielefirmen werden durchaus häufiger Opfer von Hackerangriffen. Die wohl am stärksten aufsehenerregende Attacke der letzten Jahre führte zur Veröffentlichung von Teilen des Quellcodes von Grand Theft Auto 6, das erst im kommenden Jahr seine Premiere feiern soll. Unterdessen ist es wohl äußerst unwahrscheinlich, dass Nintendo den jetzt gemeldeten erfolgreichen Angriff auf seine Systeme überhaupt offiziell bestätigen wird.

Zusammenfassung
  • Hackergruppe Crimson Collective behauptet erfolgreichen Angriff auf Nintendo
  • Screenshots zeigen angeblich abgegriffene interne Daten des Spielekonzerns
  • Offizielle Bestätigung des Hackerangriffs durch Nintendo steht noch aus
  • Crimson Collective war bereits für großen Angriff auf Red Hat verantwortlich
  • Angreifer könnten von Nintendo Lösegeld für gestohlene Daten fordern
  • Bei Nichtzahlung droht möglicherweise die Veröffentlichung der erbeuteten Daten
  • Spielefirmen werden häufig Ziel von Hackern, wie frühere Fälle zeigen

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