BIOS-Update wirkungslos:
ASRock-Boards killen weiterhin AMD-CPUs
AMD Ryzen 7 9800X3D-Prozessoren sterben weiterhin auf Mainboards von Hersteller ASRock. Ein frustrierter Nutzer verliert bereits seine zweite CPU innerhalb weniger Monate. Die Ursachensuche dürfte demnach weiter gehen.
Denn nachdem bereits sein erster AMD Ryzen 7 9800X3D auf einem ASRock X870 RS Pro Wi-Fi-Mainboard den Geist aufgegeben hatte, ist nun auch der Ersatz-Prozessor nach ähnlicher Laufzeit ausgefallen. Beide CPUs funktionierten dabei gerade einmal etwa zweieinhalb Monate, bevor sie starben.
Besonders frustrierend für den betroffenen Nutzer war, dass er bereits die BIOS-Version 3.25 vom Mai verwendete, die etwaige Probleme eigentlich beheben sollte. Nach dem ersten Ausfall im Juni erhielt er sowohl einen neuen Prozessor von AMD als auch die Zusicherung von ASRock, dass das Mainboard mit dem aktualisierten BIOS einwandfrei funktionieren würde, wie er auf Reddit berichtet.
Die toten Prozessoren weisen oft Brandspuren auf
Der AMD Ryzen 7 9800X3D, der im November 2024 auf den Markt kam, nutzt die fortschrittliche 3D V-Cache-Technologie. Diese stapelt zusätzlichen Cache-Speicher vertikal auf den Prozessorkern, was die Gaming-Leistung erheblich verbessert, aber auch komplexere Spannungsanforderungen mit sich bringt. Die Technologie könnte den Chip anfälliger für Spannungsschwankungen machen, was die beobachteten Probleme bei dem Modell erklären könnte.
Die Precision Boost Overdrive (PBO)-Funktion von AMD ermöglicht automatische Übertaktung basierend auf thermischen und elektrischen Bedingungen. Bei problematischen Mainboard-CPU-Kombinationen könnte diese Funktion jedoch ebenfalls zu Problemen führen. Nutzer sollten PBO daher eher deaktivieren, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
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Siehe auch:
Doppelter CPU-Ausfall
Schon im März häuften sich die Berichte zu toten Ryzen 7 9800X3D-CPUs. Über 100 dokumentierte Fälle von Prozessoren gab es bereits damals. Bei der überwiegenden Mehrheit waren ASRock-Mainboards im Spiel. Der taiwanesische Hersteller warnte jedoch vor "Falschinformationen" zu den Vorfällen und veröffentlichte ein BIOS-Update, mit dem die Probleme eigentlich behoben sein sollten. Doch das ist allem Anschein nach nicht der Fall. Das musste ein Nutzer jetzt schmerzhaft feststellen.Denn nachdem bereits sein erster AMD Ryzen 7 9800X3D auf einem ASRock X870 RS Pro Wi-Fi-Mainboard den Geist aufgegeben hatte, ist nun auch der Ersatz-Prozessor nach ähnlicher Laufzeit ausgefallen. Beide CPUs funktionierten dabei gerade einmal etwa zweieinhalb Monate, bevor sie starben.
Besonders frustrierend für den betroffenen Nutzer war, dass er bereits die BIOS-Version 3.25 vom Mai verwendete, die etwaige Probleme eigentlich beheben sollte. Nach dem ersten Ausfall im Juni erhielt er sowohl einen neuen Prozessor von AMD als auch die Zusicherung von ASRock, dass das Mainboard mit dem aktualisierten BIOS einwandfrei funktionieren würde, wie er auf Reddit berichtet.
Technische Hintergründe der Ausfälle
Die genaue Ursache der Ausfälle bleibt trotz monatelanger Untersuchungen also weiterhin rätselhaft. Während AMD den Mainboard-Herstellern die Schuld gibt, erklärten ASRock-Ingenieure auf der Computex 2025, dass die Stromversorgungseinstellungen für Ryzen-9000-Prozessoren "zu aggressiv" waren und versteckte Spannungsparameter im BIOS angepasst werden mussten. Diese Parameter sind nicht direkt in den Standard-BIOS-Einstellungen sichtbar, können aber dennoch erheblichen Einfluss auf die Prozessorstabilität haben.
Die toten Prozessoren weisen oft Brandspuren auf
Der AMD Ryzen 7 9800X3D, der im November 2024 auf den Markt kam, nutzt die fortschrittliche 3D V-Cache-Technologie. Diese stapelt zusätzlichen Cache-Speicher vertikal auf den Prozessorkern, was die Gaming-Leistung erheblich verbessert, aber auch komplexere Spannungsanforderungen mit sich bringt. Die Technologie könnte den Chip anfälliger für Spannungsschwankungen machen, was die beobachteten Probleme bei dem Modell erklären könnte.
Vorsicht bei Nutzung
ASRock beharrt darauf, dass seine Mainboards nicht das Problem seien und die neuesten BIOS-Versionen das Problem lösen würden. Dennoch gelten ASRock-Mainboards weiterhin als Hauptverursacher von Ryzen 9800X3D-Ausfällen und haben sich in manchen Kreisen den Namen "Murderboard" eingehandelt. Für Nutzer mit betroffenen Kombinationen empfehlen Experten, das neueste stabile BIOS zu verwenden, PBO-Funktionen konservativ einzustellen und aggressive Übertaktung zu vermeiden.Die Precision Boost Overdrive (PBO)-Funktion von AMD ermöglicht automatische Übertaktung basierend auf thermischen und elektrischen Bedingungen. Bei problematischen Mainboard-CPU-Kombinationen könnte diese Funktion jedoch ebenfalls zu Problemen führen. Nutzer sollten PBO daher eher deaktivieren, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
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Zusammenfassung
- AMD Ryzen 7 9800X3D-CPUs fallen weiterhin auf ASRock-Mainboards aus
- Ein Nutzer verlor bereits seinen zweiten Prozessor innerhalb weniger Monate
- BIOS-Updates vom Mai 2025 konnten die Probleme nicht vollständig beheben
- ASRock-Mainboards haben sich den Spitznamen 'Murderboard' eingehandelt
- Die 3D V-Cache-Technologie macht den Chip möglicherweise anfälliger
- Experten empfehlen konservative PBO-Einstellungen und Vermeidung von Übertaktung
Siehe auch:
- AMD verspricht Gaming-Rekord: 1000 FPS mit Ryzen 9000X3D-CPUs
- Neue Probleme: AMD untersucht "geröstete" Ryzen 9950X-Prozessoren
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- Prozessoren brennen durch: AMD gibt Mainboard-Herstellern die Schuld
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