Ransomware-Angriff sorgt für Chaos auf europäischen Flughäfen
Ein Ransomware-Angriff sorgte auch am heutigen Montag noch für Flugausfälle an europäischen Flughäfen. Besonders betroffen sind Berlin, Brüssel und London Heathrow. Konkret haben die Angreifer haben eine Software namens Muse lahmgelegt.
RTX Corporation, der Mutterkonzern von Collins Aerospace, bestätigte die "Cyber-bedingte Störung" ihrer Muse-Software an ausgewählten Flughäfen. Das Muse-System steht im Herzstück moderner Flughäfen und ermöglicht elektronisches Check-in, Gepäckabfertigung und Boarding-Pass-Validierung, wodurch Airlines sich Schalter und Gates teilen können. Dieser gemeinsame Ansatz wird als kostensparend und effizienzsteigernd gelobt, schafft aber eben auch einen gefährlichen Single Point of Failure. Infografik Cyberkriminalität: Wovon sich die Deutschen im Netz bedroht fühlen
RTX arbeitet aktiv daran, das Problem zu lösen und die volle Funktionalität so schnell wie möglich wiederherzustellen. Laut dem Luftfahrt-Analyseanbieter Cirium (via Reuters) wurden bis Sonntag 38 Abflüge und 33 Ankünfte an den Flughäfen Heathrow, Berlin und Brüssel gestrichen, nachdem bereits am Samstag 35 Abflüge und 25 Ankünfte ausgefallen waren.
Cybersicherheitsexperten warnen, dass die Luftfahrtbranche aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von gemeinsam genutzten digitalen Systemen ein zunehmend attraktives Ziel für Cyberkriminelle geworden ist, wobei Angriffe oft über die Lieferkette erfolgen. Die Muse-Software wird an über 100 Flughäfen weltweit eingesetzt und verarbeitet täglich Millionen von Passagierdaten.
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Siehe auch:
- Ransomware-Angriff auf Check-in-Software Muse sorgt für Chaos an Flughäfen
- Besonders betroffen sind die Flughäfen in Berlin, Brüssel und London Heathrow
- Mutterkonzern RTX Corporation arbeitet an Wiederherstellung der Funktionalität
- Betroffene Flughäfen nutzen vermutlich dieselbe Cloud-Instanz der Software
- Luftfahrtbranche ist durch gemeinsame digitale Systeme besonders angreifbar
- Muse-Software wird an über 100 Flughäfen weltweit eingesetzt
- In Brüssel mussten Airlines die Hälfte ihrer geplanten Abflüge streichen
Cyberangriff lähmt Flughäfen weiter
Ein Cyberangriff auf die Check-in-Software von Collins Aerospace, der bereits am vergangenen Freitag begann, sorgt auch am Montag noch für erhebliche Störungen an europäischen Flughäfen. Besonders schwer betroffen ist der Flughafen Brüssel, der Airlines aufgefordert hat, die Hälfte ihrer für Montag geplanten Abflüge zu streichen. Auch die Airports in Berlin und London Heathrow kämpfen weiterhin mit den Folgen des Angriffs auf die Muse-Software. In Berlin hatte der Angriff Folgen für die Teilnehmer und Besucher des Marathons, der am Wochenende in Berlin stattgefunden hat.RTX Corporation, der Mutterkonzern von Collins Aerospace, bestätigte die "Cyber-bedingte Störung" ihrer Muse-Software an ausgewählten Flughäfen. Das Muse-System steht im Herzstück moderner Flughäfen und ermöglicht elektronisches Check-in, Gepäckabfertigung und Boarding-Pass-Validierung, wodurch Airlines sich Schalter und Gates teilen können. Dieser gemeinsame Ansatz wird als kostensparend und effizienzsteigernd gelobt, schafft aber eben auch einen gefährlichen Single Point of Failure. Infografik Cyberkriminalität: Wovon sich die Deutschen im Netz bedroht fühlen
RTX arbeitet aktiv daran, das Problem zu lösen und die volle Funktionalität so schnell wie möglich wiederherzustellen. Laut dem Luftfahrt-Analyseanbieter Cirium (via Reuters) wurden bis Sonntag 38 Abflüge und 33 Ankünfte an den Flughäfen Heathrow, Berlin und Brüssel gestrichen, nachdem bereits am Samstag 35 Abflüge und 25 Ankünfte ausgefallen waren.
Ransomware-Verdacht
Hintergrund des Vorfalls dürfte ein Ransomware-Angriff sein: Laut Quellen aus der Open-Source-Szene deutet vieles darauf hin, dass Heathrow, Brüssel und Berlin wahrscheinlich dieselbe Cloud-Instanz von Muse nutzten. Das würde erklären, warum nur diese Flughäfen betroffen waren.Cybersicherheitsexperten warnen, dass die Luftfahrtbranche aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von gemeinsam genutzten digitalen Systemen ein zunehmend attraktives Ziel für Cyberkriminelle geworden ist, wobei Angriffe oft über die Lieferkette erfolgen. Die Muse-Software wird an über 100 Flughäfen weltweit eingesetzt und verarbeitet täglich Millionen von Passagierdaten.
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Siehe auch:
- HybridPetya: Neues Ransomware-Bootkit umgeht Secure Boot
- Reich genug: Gleich 15 Ransomware-Banden kündigen Rückzug an
- Jeder Angriff anders: Erste KI-generierte Ransomware im Umlauf
- Insolvenz: Führende deutsche Firma nach Ransomware-Angriff vor Aus
- Nach Ransomware-Angriff: Deutsche Traditionsfirma muss in Insolvenz
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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