TikTok: Plötzlich soll es eine Lösung zwischen USA und China geben

In dem seit Monaten schwelenden Streit um die Zukunft der Video-Plattform TikTok zeichnet sich eine Wende ab: Die USA und China haben nach Angaben des US-Finanzministers Scott Bessent ein Rahmenabkommen vereinbart.
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Übernahme wahrscheinlich

Der zugrunde liegende Vertrag sei zwischen zwei privaten Parteien zustande gekommen, die kommerziellen Bedingungen seien bereits festgelegt, erklärte Bessent am Montag am Rande von Handelsgesprächen in Madrid, berichtete der US-Sender CNBC. US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping wollen am Freitag persönlich über letzte Details beraten. Trump schrieb auch auf seiner Plattform Truth Social, es gebe eine Einigung zu einem "bestimmten Unternehmen", das viele junge Menschen in den USA unbedingt erhalten wollten.

Das Abkommen sieht nach Einschätzung der US-Regierung vor, dass die Kontrolle über das US-Geschäft TikToks in US-amerikanische Hände übergeht. Eine offizielle Stellungnahme des Mutterkonzerns ByteDance blieb zunächst aus. Der führende chinesische Handelsgesandte Li Chenggang bestätigte den Deal allerdings und forderte die USA auf, chinesische Firmen nicht länger zu unterdrücken.


ByteDance steht bereits länger unter Druck, das US-Geschäft von TikTok zu veräußern. Laut eines Gesetzes in den USA müsste die Plattform eigentlich bereits seit Januar stillgelegt sein. US-Präsident Trump hat allerdings mit mehreren Sondergenehmigungen dafür gesorgt, dass der Betrieb weiterhin möglich war. Es sollte allerdings weiter nach einer Lösung gesucht werden.

Mehrere Kandidaten

Im Juli hatte US-Handelsminister Howard Lutnick noch einmal gedroht, TikTok werde in den USA abgeschaltet, falls China keine größere Unabhängigkeit für die Plattform zulasse. Trump selbst hatte zudem mehrfach angekündigt, ein Konsortium "sehr wohlhabender Investoren" stehe bereit, TikTok zu übernehmen. Genannt wurden unter anderem Oracle-Gründer Larry Ellison, Tesla-Chef Elon Musk sowie das KI-Start-up Perplexity. Auch die Initiative "Project Liberty" des US-Unternehmers Frank McCourt hat ein Gebot eingereicht.

Trotz seiner Kritik - Trump bezeichnete TikTok im Vorjahr als "Sicherheitsrisiko" - nutzt selbst das Weiße Haus inzwischen die Plattform. Der neue Rahmenvertrag könnte nun den Weg für eine Lösung ebnen, die sowohl Washingtons Forderung nach mehr Kontrolle als auch Pekings Wunsch nach wirtschaftlicher Handlungsfreiheit berücksichtigt.

Zusammenfassung
  • USA und China vereinbaren Rahmenabkommen für TikToks Zukunft in den USA
  • TikToks US-Geschäft soll unter amerikanische Kontrolle übergehen
  • Trump und Xi wollen am Freitag letzte Details des Abkommens besprechen
  • ByteDance stand bereits lange unter Druck, das US-Geschäft zu veräußern
  • US-Handelsminister hatte mit Abschaltung von TikTok in den USA gedroht
  • Trump sprach von einem Konsortium wohlhabender Investoren als Käufer
  • Rahmenvertrag könnte Kompromiss zwischen US-Kontrolle und Chinas Interessen sein

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