TikTok: Trump-Regierung droht jetzt plötzlich mit Abschaltung
US-Präsident Donald Trump wollte sich eigentlich als Retter der Videoplattform TikTok in den USA feiern lassen. Nun allerdings verliert er scheinbar die Geduld. Die US-Regierung droht inzwischen mit einer baldigen Abschaltung des Angebots.
Noch vor seinem Amtsantritt hatte Trump versprochen, TikTok zu retten. Doch inzwischen liegt die Verantwortung bei Vizepräsident JD Vance, der monatelang erfolglos über einen Deal mit dem chinesischen Mutterkonzern ByteDance verhandelte. Das Hauptproblem: Die chinesische Regierung weigert sich offenbar, dem Verkauf von TikToks Kerntechnologie - insbesondere dem Empfehlungsalgorithmus - an amerikanische Investoren zuzustimmen.
Laut Lutnick sieht der von Trump favorisierte Deal vor, dass US-Unternehmen die Kontrolle über TikTok erhalten sollen. "ByteDance kann einen kleinen Anteil behalten, aber die Technologie und der Algorithmus müssen in amerikanischer Hand liegen", betonte der Minister. Nur so könne man den nationalen Sicherheitsbedenken begegnen, wonach China über die App Daten abgreifen oder Nutzer gezielt beeinflussen könnte.
ByteDance selbst weist die darin schlummernden Vorwürfe zurück. Ein Vorstandsmitglied schlug bereits im Januar eine Lösung ohne Verkauf vor, bei der die Kontrolle lokal erfolgt, um US-Gesetze einzuhalten - ein Vorschlag, der in Washington auf wenig Gegenliebe stößt.
Noch läuft eine 90-tägige Waffenruhe im Handelskonflikt, doch diese endet im August - einen Monat vor Trumps Frist für den TikTok-Deal. Ein Scheitern könnte nicht nur das Ende von TikTok in den USA bedeuten, sondern auch Auswirkungen auf das fragile Verhältnis zwischen Washington und Peking haben. Für Millionen TikTok-Nutzer und Content-Schaffende in den USA wächst daher nun die Unsicherheit. Lutnick machte deutlich: "Wenn China den Deal nicht genehmigt, wird TikTok in den USA abgeschaltet - und diese Entscheidung steht unmittelbar bevor."
Siehe auch:
China will nicht, wie Trump will
Wie Handelsminister Howard Lutnick am Donnerstag gegenüber dem Nachrichtensender CNBC erklärte, könnte TikTok in den Vereinigten Staaten bald abgeschaltet werden - sofern die chinesische Regierung dem geplanten Verkauf der App nicht endlich zustimmt.Noch vor seinem Amtsantritt hatte Trump versprochen, TikTok zu retten. Doch inzwischen liegt die Verantwortung bei Vizepräsident JD Vance, der monatelang erfolglos über einen Deal mit dem chinesischen Mutterkonzern ByteDance verhandelte. Das Hauptproblem: Die chinesische Regierung weigert sich offenbar, dem Verkauf von TikToks Kerntechnologie - insbesondere dem Empfehlungsalgorithmus - an amerikanische Investoren zuzustimmen.
Laut Lutnick sieht der von Trump favorisierte Deal vor, dass US-Unternehmen die Kontrolle über TikTok erhalten sollen. "ByteDance kann einen kleinen Anteil behalten, aber die Technologie und der Algorithmus müssen in amerikanischer Hand liegen", betonte der Minister. Nur so könne man den nationalen Sicherheitsbedenken begegnen, wonach China über die App Daten abgreifen oder Nutzer gezielt beeinflussen könnte.
ByteDance selbst weist die darin schlummernden Vorwürfe zurück. Ein Vorstandsmitglied schlug bereits im Januar eine Lösung ohne Verkauf vor, bei der die Kontrolle lokal erfolgt, um US-Gesetze einzuhalten - ein Vorschlag, der in Washington auf wenig Gegenliebe stößt.
Verhandlungsmasse TikTok
Hinter dem drohenden Verbot stecken offenbar auch strategische Erwägungen im Handelsstreit mit China. Beobachter vermuten, dass Peking TikTok als Verhandlungsmasse betrachtet - und den Deal nur akzeptieren würde, wenn die USA ihrerseits Zugeständnisse bei Zöllen machen. Bisher verlaufen diese Gespräche jedoch zäh.Noch läuft eine 90-tägige Waffenruhe im Handelskonflikt, doch diese endet im August - einen Monat vor Trumps Frist für den TikTok-Deal. Ein Scheitern könnte nicht nur das Ende von TikTok in den USA bedeuten, sondern auch Auswirkungen auf das fragile Verhältnis zwischen Washington und Peking haben. Für Millionen TikTok-Nutzer und Content-Schaffende in den USA wächst daher nun die Unsicherheit. Lutnick machte deutlich: "Wenn China den Deal nicht genehmigt, wird TikTok in den USA abgeschaltet - und diese Entscheidung steht unmittelbar bevor."
Zusammenfassung
- Trump-Regierung droht mit baldiger Abschaltung von TikTok in den USA
- China verweigert Zustimmung zum Verkauf der TikTok-Kerntechnologie
- US-Handelsminister fordert amerikanische Kontrolle über Algorithmen
- ByteDance schlug eine alternative Lösung ohne Verkauf vor, die abgelehnt wurde
- TikTok könnte Verhandlungsmasse im Handelsstreit zwischen den USA und China sein
- 90-tägige Waffenruhe im Handelskonflikt endet im August 2025
- Millionen TikTok-Nutzer und Content-Creator in den USA sind verunsichert
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