Matter 1.5 ist da: Update erweitert Möglichkeiten für Nutzer enorm
Mit Version 1.5 erhält der Smart-Home-Standard Matter ein großes Update. Neben der Unterstützung für Kameras bringt die neue Spezifikation auch Funktionserweiterungen für Schließsysteme und beim Energiemanagement. Wir fassen alle Neuerungen zusammen.
Im Fokus stehen dabei die native Integration von Kameras, erweiterte Steuermöglichkeiten für Schließsysteme sowie detaillierte Funktionen für das Energiemanagement. Für Smart-Home-Liebhaber bedeutet das eine fortschreitende Standardisierung, die proprietäre APIs und unzulängliche Bridge-Lösungen langfristig überflüssig machen könnte.
Ein wichtiger Aspekt für datenschutzbewusste Anwender ist die Flexibilität bei der Speicherung. Denn Aufnahmen sollen sowohl lokal auf einem NAS oder Hub als auch in der Cloud abgelegt werden können. Fortgeschrittene Funktionen wie eine KI-gestützte Bildanalyse, wie etwa zur Gesichtserkennung, sind jedoch auch weiterhin nicht Teil des Standards und müssen auch in Zukunft proprietär implementiert werden.
Parallel dazu führt der neue Matter-Standard Bodenfeuchtesensoren als neuen Gerätetyp ein. Diese können Feuchtigkeit und Temperatur im Erdreich messen und im Verbund mit Bewässerungssystemen automatische Gießvorgänge steuern. Das ermöglicht eine herstellerübergreifende Logik für das Gartenmanagement, ohne auf geschlossene Ökosysteme einzelner Anbieter angewiesen zu sein. In Kombination mit Wetterdaten lassen sich so wassersparende Automatisierungen realisieren.
Unter der Haube wurde zudem der Datentransport optimiert. Während Matter bisher stark auf UDP (User Datagram Protocol) setzte, führt Version 1.5 einen vollständigen Support für TCP (Transmission Control Protocol) ein. Dadurch wird eine zuverlässigere Übertragung großer Datenpakete gewährleistet, was besonders für Firmware-Updates oder die Übermittlung der Bilddaten der neu unterstützten Kameras relevant ist.
Es bleibt abzuwarten, wie schnell Hersteller wie Apple, Google oder Amazon diese neuen Spezifikationen in ihre Hubs integrieren. Experten rechnen mit einer breiten Verfügbarkeit erster zertifizierter Geräte zur CES 2026.
Was haltet ihr von den neuen Möglichkeiten, die Matter 1.5 bietet? Plant ihr, eure bestehende Smart-Home-Infrastruktur umzustellen oder zu erweitern? Schreibt uns eure Meinung und Pläne in die Kommentare.
Siehe auch:
Matter erhält neue Fähigkeiten
Gerade hat IKEA 21 neue Smart-Home-Produkte mit Matter-Unterstützung in sein Sortiment aufgenommen. Da trifft es sich gut, dass der Smart-Home-Standard jetzt mit der Version 1.5 ein signifikantes Update erhält. Die neue Spezifikation adressiert primär die Interoperabilität in bisher fehlenden Gerätekategorien und reagiert auf die komplexen Anforderungen von Entwicklern sowie Endanwendern.Im Fokus stehen dabei die native Integration von Kameras, erweiterte Steuermöglichkeiten für Schließsysteme sowie detaillierte Funktionen für das Energiemanagement. Für Smart-Home-Liebhaber bedeutet das eine fortschreitende Standardisierung, die proprietäre APIs und unzulängliche Bridge-Lösungen langfristig überflüssig machen könnte.
WebRTC und nativer Kamera-Support
Eine der wesentlichsten Neuerungen betrifft die Unterstützung von Netzwerkkameras, die bislang im Matter-Universum fehlten. Bisher waren diese Geräte auf herstellerspezifische Cloud-Lösungen oder komplexe Übergangslösungen wie Homebridge angewiesen. Mit Matter 1.5 können Kameras nun direkt zertifiziert werden. Die technische Basis bildet das WebRTC-Protokoll, das Audio- und Video-Streaming sowie eine latenzfreie Zwei-Wege-Kommunikation ermöglicht. Die Spezifikation unterstützt dabei Funktionen wie Pan-Tilt-Zoom (PTZ) sowie die Definition von Bewegungs- und Privatzonen.Ein wichtiger Aspekt für datenschutzbewusste Anwender ist die Flexibilität bei der Speicherung. Denn Aufnahmen sollen sowohl lokal auf einem NAS oder Hub als auch in der Cloud abgelegt werden können. Fortgeschrittene Funktionen wie eine KI-gestützte Bildanalyse, wie etwa zur Gesichtserkennung, sind jedoch auch weiterhin nicht Teil des Standards und müssen auch in Zukunft proprietär implementiert werden.
Update für Schließsysteme und Sensoren
Das Update auf Version 1.5 bringt zudem Ordnung in die Kategorie der Schließsysteme. Dieser Bereich, der zuvor primär einfache Jalousien abdeckte, wurde laut der Pressemitteilung der Connectivity Standards Alliance (CSA) generalüberholt und massiv erweitert. Die neue Struktur erlaubt die präzise Steuerung von Garagentoren, Markisen und Vorhängen. Dabei lassen sich komplexe Bewegungsabläufe wie Schieben, Rotieren oder das Öffnen von mehrteiligen Toren softwareseitig abbilden.Parallel dazu führt der neue Matter-Standard Bodenfeuchtesensoren als neuen Gerätetyp ein. Diese können Feuchtigkeit und Temperatur im Erdreich messen und im Verbund mit Bewässerungssystemen automatische Gießvorgänge steuern. Das ermöglicht eine herstellerübergreifende Logik für das Gartenmanagement, ohne auf geschlossene Ökosysteme einzelner Anbieter angewiesen zu sein. In Kombination mit Wetterdaten lassen sich so wassersparende Automatisierungen realisieren.
Energiemanagement und TCP
Matter 1.5 erweitert zudem die Möglichkeiten für Smart Meter und Ladesysteme für Elektrofahrzeuge (EVSE) beträchtlich. Geräte sollen künftig Informationen über Tarife und die aktuelle CO2-Intensität direkt vom Netzbetreiber empfangen können, um den Verbrauch dynamisch an günstige Zeitfenster anzupassen. Auch das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Grid, V2G) ist nun fest in der Spezifikation verankert.Unter der Haube wurde zudem der Datentransport optimiert. Während Matter bisher stark auf UDP (User Datagram Protocol) setzte, führt Version 1.5 einen vollständigen Support für TCP (Transmission Control Protocol) ein. Dadurch wird eine zuverlässigere Übertragung großer Datenpakete gewährleistet, was besonders für Firmware-Updates oder die Übermittlung der Bilddaten der neu unterstützten Kameras relevant ist.
Es bleibt abzuwarten, wie schnell Hersteller wie Apple, Google oder Amazon diese neuen Spezifikationen in ihre Hubs integrieren. Experten rechnen mit einer breiten Verfügbarkeit erster zertifizierter Geräte zur CES 2026.
Was haltet ihr von den neuen Möglichkeiten, die Matter 1.5 bietet? Plant ihr, eure bestehende Smart-Home-Infrastruktur umzustellen oder zu erweitern? Schreibt uns eure Meinung und Pläne in die Kommentare.
Zusammenfassung
- Matter erhält großes Upgrade auf Version 1.5
- Update bringt native Integration von Kameras mit WebRTC-Protokoll
- Erweiterte Steuerung für Schließsysteme wie Garagentore und Markisen
- Neue Unterstützung für Bodenfeuchtesensoren zur Gartenbewässerung
- Verbesserte Funktionen für Smart Meter und Elektrofahrzeug-Ladesysteme
- Optimierter Datentransport durch vollständigen TCP-Support eingeführt
- Erste zertifizierte Geräte werden zur CES 2026 am Markt erwartet
Siehe auch:
- Ikea bringt 21 neue Smart-Home-Produkte mit Matter-Unterstützung
- Trendwende beim Wohnen: Der Abschied vom Smart Home
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