Plastik-Recycling: Plasma-Brenner macht Müll direkt zu Rohstoffen
Plastikabfälle gelten weltweit als eines der drängendsten Umweltprobleme. Trotz steigender Recyclingquoten wird nur ein Bruchteil des Kunststoffmülls tatsächlich wiederverwertet. Ein Forschungsteam aus Südkorea will dieses Problem nun grundlegend verändern.
Dabei entstehen Ethylen und Benzol - beides zentrale Ausgangsstoffe für die Kunststoffproduktion. Nach Angaben der Forscher liegt die Ausbeute an Ethylen bei etwa 90 Prozent. Nach einer Reinigung sind mehr als 99 Prozent der Produkte so rein, dass sie direkt wieder für die Herstellung neuer Kunststoffe genutzt werden können.
"Zum ersten Mal weltweit ist es gelungen, gemischte Kunststoffabfälle direkt in Rohmaterialien zu verwandeln", erklärte Projektleiter Young-Hoon Song. Ziel sei es, die Müll- und Emissionsproblematik durch den Praxiseinsatz der Technologie spürbar zu entschärfen. Ab 2026 soll die Technik im Rahmen größerer Demonstrationsanlagen getestet und anschließend kommerzialisiert werden.
Damit unterscheidet sich das Verfahren deutlich von der bisher gängigen Pyrolyse, bei der Kunststoffe bei rund 600 Grad Celsius erhitzt werden. Diese Methode hinterlässt über hundert Nebenprodukte, von denen nur wenige sinnvoll genutzt werden können. Umweltorganisationen kritisieren die Pyrolyse daher seit Langem als ineffektiv und klimabelastend.
Der Plasmabrenner hingegen wird vollständig mit Wasserstoff betrieben und könnte so nicht nur den Kunststoffkreislauf schließen, sondern auch den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren. Erste Wirtschaftlichkeitsanalysen zeigen laut KIMM, dass das Verfahren auch finanziell tragfähig ist. Sollte es sich im industriellen Maßstab durchsetzen, könnte die Technologie den weltweiten Umgang mit Plastikabfällen revolutionieren.
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Hoher Anteil an nutzbarem Material
Das Korea Institute of Machinery & Materials (KIMM) hat eine Plasmabrenner-Technologie vorgestellt, die Plastikabfälle in Sekundenbruchteilen in wertvolle Rohstoffe umwandeln kann, und das nahezu ohne CO₂-Ausstoß. Der neu entwickelte Wasserstoff-Plasmabrenner zerstört Kunststoffreste dabei in weniger als 0,01 Sekunden, also rund zehnmal schneller als ein Wimpernschlag.Dabei entstehen Ethylen und Benzol - beides zentrale Ausgangsstoffe für die Kunststoffproduktion. Nach Angaben der Forscher liegt die Ausbeute an Ethylen bei etwa 90 Prozent. Nach einer Reinigung sind mehr als 99 Prozent der Produkte so rein, dass sie direkt wieder für die Herstellung neuer Kunststoffe genutzt werden können.
"Zum ersten Mal weltweit ist es gelungen, gemischte Kunststoffabfälle direkt in Rohmaterialien zu verwandeln", erklärte Projektleiter Young-Hoon Song. Ziel sei es, die Müll- und Emissionsproblematik durch den Praxiseinsatz der Technologie spürbar zu entschärfen. Ab 2026 soll die Technik im Rahmen größerer Demonstrationsanlagen getestet und anschließend kommerzialisiert werden.
Brennen ohne CO2
Herzstück der Innovation ist der Einsatz von Plasma, eines extrem heißen, ionisierten Gases mit Temperaturen zwischen 1000 und 2000 Grad Celsius. Durch präzise Steuerung von Hitze und Reaktionszeit gelang es den Forschenden, die Abfälle so aufzuspalten, dass verwertbare Rohstoffe statt unkontrollierter Nebenprodukte entstehen.Damit unterscheidet sich das Verfahren deutlich von der bisher gängigen Pyrolyse, bei der Kunststoffe bei rund 600 Grad Celsius erhitzt werden. Diese Methode hinterlässt über hundert Nebenprodukte, von denen nur wenige sinnvoll genutzt werden können. Umweltorganisationen kritisieren die Pyrolyse daher seit Langem als ineffektiv und klimabelastend.
Der Plasmabrenner hingegen wird vollständig mit Wasserstoff betrieben und könnte so nicht nur den Kunststoffkreislauf schließen, sondern auch den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren. Erste Wirtschaftlichkeitsanalysen zeigen laut KIMM, dass das Verfahren auch finanziell tragfähig ist. Sollte es sich im industriellen Maßstab durchsetzen, könnte die Technologie den weltweiten Umgang mit Plastikabfällen revolutionieren.
Zusammenfassung
- Südkoreanisches Institut entwickelt revolutionäre Plasmabrennertechnik
- Umwandlung von Kunststoffabfällen in Rohstoffe in Sekundenbruchteilen
- Gewonnenes Ethylen und Benzol direkt für neue Kunststoffproduktion nutzbar
- Wasserstoffbetriebenes Verfahren arbeitet nahezu ohne CO₂-Ausstoß
- Deutlich effizienter als herkömmliche Pyrolyse mit vielen Nebenprodukten
- Wirtschaftlich tragfähige Technologie soll ab 2026 in größerem Maßstab getestet werden
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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