Hollywoods neueste Idee:
Re-Releases teils uralter Filme
In den Kinosälen stellt sich derzeit ein starkes Déjà-vu-Gefühl ein: Immer mehr Hollywood-Studios bringen alte Erfolge zurück auf die Leinwand. Das soll mit geringem Aufwand noch einmal zusätzliche Einnahmen in die knapper werdenden Kassen bringen.
Die Welle an Wiederaufführungen ebbt anschließend nicht ab. Im Herbst folgen unter anderem John Hughes' The Breakfast Club (1985), Pixars Toy Story (1995) und Ron Howards Apollo 13 (1995). Im Oktober kehrt auch die Familienkomödie Casper (1995) für mehrere Wochen zurück, während James Camerons Avatar: The Way of Water (2022) kurzzeitig als Appetizer für den kommenden dritten Teil Avatar: Fire and Ash läuft.
Wiederaufführungen sind kein neues Phänomen - die Star-Wars-Reihe wird seit Jahrzehnten regelmäßig neu ins Kino gebracht. Doch aktuell greifen Studios gezielter in ihre Archive. Der Grund ist nicht allein Nostalgie: Viele Produktionen füllen damit Lücken im aktuellen Kinoprogramm, das aufgrund von Pandemie-Folgen, Hollywood-Streiks und Streamingdiensten ausgedünnt ist.
"Die Wahrheit ist, dass Studios derzeit nicht genügend neue Filme liefern können", erklärt Branchenanalyst Jeff Bock gegenüber der Zeitung. "Da sind Jubiläumsfassungen oder 4K-Versionen eine günstige Lösung."
Auch spezialisierte Anbieter wie Fathom Events profitieren. Das Unternehmen, das Klassiker, Opernübertragungen und Sonderprogramme vertreibt, erzielt inzwischen rund ein Fünftel seiner Einnahmen mit Wiederaufführungen. "Gerade nach der Pandemie wollten die Menschen bekannte Inhalte wieder gemeinsam erleben", sagt Fathom-Chef Ray Nutt.
Die Studios achten bei der Auswahl darauf, dass die Filme ein treues Publikum haben. Casper etwa erfreue sich jedes Jahr aufs Neue solider Nachfrage, so Universals Vertriebschef Jim Orr. Zudem nutzen viele Verleiher die Chance, Klassiker in Premium-Formaten wie IMAX oder Dolby Cinema zu präsentieren.
Siehe auch:
Viele Klassiker kommen zurück
Allein im August laufen in den USA etwa Darren Aronofskys Psychothriller Black Swan (2010), die Batman-Filme von Tim Burton (1989/1992) sowie Steven Spielbergs Der weiße Hai (1975) erneut im Kino. Auch die Kultkomödie Clue (1985) und das Konzertfilm-Spektakel Sign o' the Times von Prince (1987) feiern ein Comeback, berichtet die New York Times.Die Welle an Wiederaufführungen ebbt anschließend nicht ab. Im Herbst folgen unter anderem John Hughes' The Breakfast Club (1985), Pixars Toy Story (1995) und Ron Howards Apollo 13 (1995). Im Oktober kehrt auch die Familienkomödie Casper (1995) für mehrere Wochen zurück, während James Camerons Avatar: The Way of Water (2022) kurzzeitig als Appetizer für den kommenden dritten Teil Avatar: Fire and Ash läuft.
Wiederaufführungen sind kein neues Phänomen - die Star-Wars-Reihe wird seit Jahrzehnten regelmäßig neu ins Kino gebracht. Doch aktuell greifen Studios gezielter in ihre Archive. Der Grund ist nicht allein Nostalgie: Viele Produktionen füllen damit Lücken im aktuellen Kinoprogramm, das aufgrund von Pandemie-Folgen, Hollywood-Streiks und Streamingdiensten ausgedünnt ist.
"Die Wahrheit ist, dass Studios derzeit nicht genügend neue Filme liefern können", erklärt Branchenanalyst Jeff Bock gegenüber der Zeitung. "Da sind Jubiläumsfassungen oder 4K-Versionen eine günstige Lösung."
Einträgliches Geschäft
Für die Filmfirmen kann sich das rechnen. So spielte die Neuauflage von Stolz und Vorurteil (2005) in diesem Jahr über sechs Millionen Dollar in den USA ein - immerhin 16 Prozent des ursprünglichen Einspielergebnisses. Christopher Nolans Interstellar (2014) brachte bei einer IMAX-Wiederaufführung sogar mehr als 38 Millionen Dollar weltweit ein.Auch spezialisierte Anbieter wie Fathom Events profitieren. Das Unternehmen, das Klassiker, Opernübertragungen und Sonderprogramme vertreibt, erzielt inzwischen rund ein Fünftel seiner Einnahmen mit Wiederaufführungen. "Gerade nach der Pandemie wollten die Menschen bekannte Inhalte wieder gemeinsam erleben", sagt Fathom-Chef Ray Nutt.
Die Studios achten bei der Auswahl darauf, dass die Filme ein treues Publikum haben. Casper etwa erfreue sich jedes Jahr aufs Neue solider Nachfrage, so Universals Vertriebschef Jim Orr. Zudem nutzen viele Verleiher die Chance, Klassiker in Premium-Formaten wie IMAX oder Dolby Cinema zu präsentieren.
Zusammenfassung
- Hollywood bringt vermehrt ältere Erfolgsfilme zurück in die Kinos
- Wiederstarts im August umfassen Filme wie Black Swan und Der weiße Hai
- Im Herbst folgen weitere Klassiker wie The Breakfast Club und Toy Story
- Wiederaufführungen füllen Lücken im Programm nach Pandemie und Streiks
- Für Studios sind 4K-Versionen und Jubiläumsfassungen eine günstige Lösung
- Neuauflagen können beachtliche Einnahmen generieren
- Filme mit treuem Publikum werden bevorzugt und oft in Premium-Formaten gezeigt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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