Apple TV+: Mehr Hollywood-Klassiker durch neue Lizenz-Deals?

Apple plant eine Erweiterung des Apple TV+-Angebots durch Li­zen­zie­rung weiterer Hollywoodfilme. Ziel: Vergrößerung des Archivs und Kun­den­bin­dung. Ein Strategiewechsel für den bisher auf Eigenproduktionen fokussierten Streamingdienst.
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Apple TV+ könnte bald ein deutlich umfangreicheres Filmangebot präsentieren. Wie Bloomberg berichtet, führe der Tech-Konzern aus Cupertino derzeit Gespräche mit großen Hollywood-Studios über die Lizenzierung weiterer Filme. Das Ziel sei es, das Angebot des hauseigenen Streaming-Dienstes Apple TV+ sowohl in den USA als auch international zu erweitern.

Strategiewechsel mit Hintergrund

Seit seinem Start im November 2019 setzte Apple TV+ fast ausschließlich auf Eigenproduktionen. Mit Serien wie "Ted Lasso" und "The Morning Show" konnte der Dienst durchaus Erfolge verzeichnen - in diesem Jahr erhielt er sogar 72 Emmy-Nominierungen. Dennoch blieben die großen Hits bisher eher die Ausnahme. Besonders kostspielige Produktionen wie der Spionagefilm "Argylle" konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllen.

Bereits Anfang des Jahres unternahm Apple einen ersten Vorstoß in Richtung Lizenzierung. Etwa 50 Filme, darunter bekannte Titel wie "Mean Girls" und "Titanic", wurden für US-Nutzer temporär verfügbar gemacht. Dieses Experiment sei laut Bloomberg so vielversprechend verlaufen, dass Apple nun mit vielen Studios über weitere Lizenzen verhandle - sowohl für eine internationale Ausweitung als auch für zusätzliche Titel.

Wettbewerbsdruck im Streaming-Markt

Die Motivation hinter diesem Schritt sei offensichtlich: Mit nur 11 Prozent Marktanteil in den USA liege Apple TV+ weit hinter Konkurrenten wie Netflix zurück, das auf 55 Prozent komme. Ein breiteres Angebot könnte helfen, Abonnenten zu halten und neue zu gewinnen. Studien zeigten, dass Nutzer weniger geneigt sind, Dienste zu kündigen, die sie häufiger nutzten.

Interessanterweise kommt Apples Vorstoß zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Prioritäten in der Streaming-Branche verschieben. Statt reinem Abonnentenwachstum rückt zunehmend die Profitabilität in den Fokus. Dies habe dazu geführt, dass Unterhaltungskonzerne wie Warner Bros. Discovery und Disney offener für Lizenzierungen an Konkurrenten geworden seien - eine Entwicklung, die Apple nun offenbar zu nutzen gedenke.


Herausforderungen und offene Fragen

Ob Apple das bisherige Modell der zeitlich begrenzten Verfügbarkeit von lizenzierten Inhalten beibehalten oder auf längerfristige Lizenzen setzen werde, bleibe abzuwarten. Ebenso unklar sei, wie Apple die Balance zwischen Eigenproduktionen und lizenzierten Inhalten gestalten wolle, ohne dass erstere in der Masse untergingen.

Trotz dieser potenziellen Erweiterung des Angebots betone Bloomberg, dass sich an der grundlegenden Strategie von Apple TV+ nichts ändern solle. Der Fokus werde weiterhin auf Eigenproduktionen liegen, die das Unternehmen in Kooperation mit Studios oder über seine eigene Produktionsabteilung realisiere.

Für Apple-Nutzer könnte diese Entwicklung eine Ergänzung des bisherigen Angebots darstellen. Gleichzeitig zeige sie aber auch, dass selbst ein Unternehmen wie Apple im hart umkämpften Streaming-Markt nach neuen Wegen suchen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was denkt ihr über Apples mögliche Pläne? Würdet ihr euch über mehr bekannte Filme im Angebot von Apple TV+ freuen, oder schätzt ihr gerade den Fokus auf Eigenproduktionen? Und wie schätzt ihr die Chancen ein, dass Apple mit dieser Strategie gegen Netflix & Co. bestehen kann? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Apple will Apple TV+ durch mehr Hollywood-Filme erweitern
  • Gespräche mit Studios sollen das Archiv international ausbauen
  • Fokus auf Eigenproduktionen wie "Ted Lasso" bleibt bestehen
  • Erste Lizenzierungstests waren erfolgreich
  • Ziel: Marktanteil gegenüber Netflix steigern
  • Profitabilität wichtiger als Abonnentenwachstum
  • Unklar, ob Apple zeitlich begrenzte oder langfristige Lizenzen wählt

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