Eis ohne nerviges Wasser: Forscher erschaffen Tofu-artiges "Jelly Ice"
US-Forscher haben wiederverwendbares "Gelee-Eis" entwickelt, das beim Schmelzen keine Wasserpfützen hinterlässt. Das aus Gelatine hergestellte Kühlmaterial soll die Lebensmittelhygiene verbessern und umweltfreundlicher als herkömmliche Kühlpacks sein.
Die Inspiration für das Gelee-Eis kam von gefrorenem Tofu. Dieser behält seine schwammartige Struktur auch nach dem Auftauen bei - eine Eigenschaft, die die Wissenschaftler auf ihr Kühlmaterial übertragen wollten. Gelatine wird aus Kollagen gewonnen, das hauptsächlich aus dem Bindegewebe von Nutztieren wie Rindern und Schweinen stammt. Bereits seit dem 15. Jahrhundert nutzen Menschen Gelatine für kulinarische Zwecke, wobei die industrielle Produktion erst im 19. Jahrhundert begann.
Die Kühleffizienz erreicht bis zu 80 Prozent von herkömmlichem Eis gleicher Größe. Das Material lässt sich mit Wasser oder verdünnter Bleiche reinigen und beliebig oft einfrieren und auftauen. Bei Raumtemperatur ist es weich und gummiartig, unter null Grad Celsius wird es fest wie normales Eis.
Die Forscher können bereits ein Pfund schwere Platten herstellen, ähnlich den handelsüblichen Gel-Kühlpacks. Neben der Lebensmittelkonservierung eignet sich das Material für den Transport von Medikamenten, Blutkonserven und biologischen Proben. Besonders in wasserarmen Gebieten, wo die Eisherstellung schwierig ist, könnte es Vorteile bieten. Allerdings erreicht das Gelee-Eis eben nicht die gleiche Kühlleistung wie herkömmliches Eis und benötigt mehr Platz für die gleiche Kühlwirkung.
Lizenzen für die Technologie sind bereits vergeben, doch vor der Kommerzialisierung müssen noch einige Hürden genommen werden, denn es stehen noch Marktanalysen, Produktdesign und Großserientests an. Das wohl größte Problem: Die Herstellungskosten sind derzeit noch höher als bei konventionellen Kühlpacks, was die Markteinführung erschweren könnte.
Was haltet ihr von diesem neuen Kühlmaterial? Könnt ihr euch vorstellen, das Gelee-Eis im Alltag zu nutzen, oder seht ihr andere interessante Einsatzmöglichkeiten?
Siehe auch:
Innovatives Kühlmaterial ohne Schmelzwasser
Forscher der University of California in Davis haben ein möglicherweise revolutionäres Kühlmaterial entwickelt: Das sogenannte "Gelee-Eis" könnte herkömmliche Eiswürfel und Kühlpacks in vielen Bereichen ersetzen. Die Besonderheit: Das zu 90 Prozent aus Wasser bestehende Material behält beim Schmelzen seine Form und hinterlässt keine Wasserpfützen.Die Inspiration für das Gelee-Eis kam von gefrorenem Tofu. Dieser behält seine schwammartige Struktur auch nach dem Auftauen bei - eine Eigenschaft, die die Wissenschaftler auf ihr Kühlmaterial übertragen wollten. Gelatine wird aus Kollagen gewonnen, das hauptsächlich aus dem Bindegewebe von Nutztieren wie Rindern und Schweinen stammt. Bereits seit dem 15. Jahrhundert nutzen Menschen Gelatine für kulinarische Zwecke, wobei die industrielle Produktion erst im 19. Jahrhundert begann.
Entwicklung löst Hygieneproblem
Die beiden hauptverantwortlichen Forscher Gang Sun und Jiahan Zou begannen ihre Arbeit nach einem Gespräch mit Lebensmittelwissenschaftlerin Luxin Wang. Wang hatte beobachtet, dass schmelzendes Eis in Supermarkt-Fischtheken Krankheitserreger verbreiten und die gesamte Auslage kontaminieren kann. Das Gelee-Eis löst dieses Problem durch seine formstabile Struktur. Gelatine kann das fünf- bis zehnfache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen und dabei ein stabiles Gel bilden, wie man in einer Mitteilung auf EurekAlert lesen kann. Die Forscher nutzen diese Eigenschaft, um Wasser in winzigen Poren einzuschließen, wo es auch während des Gefrier- und Auftauprozesses gefangen bleibt.Die American Chemical Society zeigt das neuartige "Gelee-Eis"
Die Kühleffizienz erreicht bis zu 80 Prozent von herkömmlichem Eis gleicher Größe. Das Material lässt sich mit Wasser oder verdünnter Bleiche reinigen und beliebig oft einfrieren und auftauen. Bei Raumtemperatur ist es weich und gummiartig, unter null Grad Celsius wird es fest wie normales Eis.
Umweltfreundliche Alternative
Das Gelee-Eis bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Kühlpacks: Es ist vollständig kompostierbar und kann in jede gewünschte Form gebracht werden. In Experimenten verbesserte das kompostierte Material sogar das Wachstum von Tomatenpflanzen um 50 Prozent im Vergleich zu unbehandelter Erde. Da es keine synthetischen Polymere enthält, entstehen auch keine Mikroplastik-Partikel, die zunehmend zum Umweltproblem werden.Die Forscher können bereits ein Pfund schwere Platten herstellen, ähnlich den handelsüblichen Gel-Kühlpacks. Neben der Lebensmittelkonservierung eignet sich das Material für den Transport von Medikamenten, Blutkonserven und biologischen Proben. Besonders in wasserarmen Gebieten, wo die Eisherstellung schwierig ist, könnte es Vorteile bieten. Allerdings erreicht das Gelee-Eis eben nicht die gleiche Kühlleistung wie herkömmliches Eis und benötigt mehr Platz für die gleiche Kühlwirkung.
Lizenzen für die Technologie sind bereits vergeben, doch vor der Kommerzialisierung müssen noch einige Hürden genommen werden, denn es stehen noch Marktanalysen, Produktdesign und Großserientests an. Das wohl größte Problem: Die Herstellungskosten sind derzeit noch höher als bei konventionellen Kühlpacks, was die Markteinführung erschweren könnte.
Was haltet ihr von diesem neuen Kühlmaterial? Könnt ihr euch vorstellen, das Gelee-Eis im Alltag zu nutzen, oder seht ihr andere interessante Einsatzmöglichkeiten?
Zusammenfassung
- US-Forscher entwickeln wiederverwendbares Gelee-Eis ohne Wasserpfützen
- Aus Gelatine hergestelltes Kühlmaterial behält Form auch beim Schmelzen
- Die Inspiration für das neuartige Kühlmaterial kam von gefrorenem Tofu
- Kann bis zu 80 Prozent der Kühleffizienz herkömmlichen Eises erreichen
- Vollständig kompostierbar und formbar ohne Mikroplastik-Belastung
- Eignet sich für den Transport von Lebensmitteln, Medikamenten und Blutkonserven
- Höhere Herstellungskosten erschweren aktuell noch die Markteinführung
Siehe auch:
- Forscher entwickelt Plan, um Atommüll in Kernbrennstoff zu verwandeln
- Punctum: Forscher entdecken völlig neuartiges Objekt im Weltraum
- Forscher will Mini-Raumschiffe zum nächsten Schwarzen Loch schicken
- Wasserstoff: Forscher lösen großes Problem bei den Brennstoffzellen
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