Ryzen 7 9800X3D: Verkaufszahlen der AMD-CPU explodieren regelrecht

Die Verfügbarkeit des beliebten Prozessors ist weiterhin schlecht. Das liegt erneut an der gigantischen Nachfrage bei den Kunden. Die hat auch nach über zwei Monaten weiterhin nicht abgenommen. Die aktualisierten Verkaufszahlen von Mindfactory sind absurd.
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Kassenschlager 9800X3D

Langsam erinnert die Situation rund um den Ryzen 7 9800X3D an die Veröffentlichung der PlayStation 5. Die Konsole von Sony war am 20. November 2020 auf den europäischen Markt gekommen und über Monate kaum zu bekommen. Ähnlich ist es bisher auch bei der X3D-CPU von AMD. Schon direkt nach seiner Veröffentlichung war der Chip weltweit ausverkauft.

Am 1. Januar veröffentlichte der deutsche Online-Händler Mindfactory dann erstmals seine Verkaufszahlen für den Prozessor, die zuvor unüblicherweise geheim gehalten wurden. Die waren gigantisch. Der 9800X3D war mit 8.650 verkauften Exemplaren nicht nur mit Abstand die beliebteste CPU von allen, sondern ging über 20-mal häufiger über die Ladentheke als alle Intel-Prozessoren im Aufgebot des Händlers zusammengerechnet.


Verkäufe in Rekordtempo

Wie Computer Base berichtet, hatte Mindfactory zum Start des vergangenen Wochenendes am 11. Januar eigenen Angaben zufolge dann bereits 14.160 Stück der AMD-CPU mit zusätzlichem 3D-V-Cache an den Mann gebracht. In den zehn Tagen seit Jahresbeginn wechselten also beinahe so viele Prozessoren den Besitzer wie in den knapp zwei Monaten zuvor. Umgerechnet macht das zwischen zwei und drei verkauften Exemplaren des 9800X3D pro Minute.

Daran lassen sich vor allem zwei Dinge erkennen. Zum einen ist die CPU immer noch gefragt. Den Zahlen zufolge sogar mehr als je zuvor. Zum anderen scheinen mittlerweile deutlich mehr Einheiten an die Händler zu gehen, als das zur Veröffentlichung des Prozessors im November der Fall war. Dennoch ist bei Mindfactory die Bestellmenge weiter auf ein Exemplar pro Käufer limitiert. Lieferungen, von denen die nächste laut Webseite des Händlers am 15. Januar erwartet wird, sind trotzdem jedes Mal nach wenigen Stunden wieder komplett vergriffen.

Produktion bereits erhöht

Entsprechend liegt der Preis, den Kunden für einen Ryzen 7 9800X3D momentan zahlen müssen, mit 589 Euro deutlich über der ursprünglichen UVP von 529 Euro. AMD hob den Betrag bereits einige Wochen nach Veröffentlichung der CPU auf 547 Euro an. Mittlerweile steht die offizielle UVP bei 559 Euro. Zwar stellte das Unternehmen Anfang Dezember eine Umkehr dieses Trends in Aussicht, bisher ist davon jedoch noch nichts zu spüren.

Die bevorstehende Veröffentlichung der kürzlich auf der CES vorgestellten Ryzen 9 9950X3D und 9900X3D könnte im Zusammenspiel mit einer bereits angelaufenen erhöhten Produktion die Verfügbarkeit des Ryzen 7 9800X3D endlich wieder verbessern und zu einer entsprechenden Preissenkung führen. Ob und wie schnell das allerdings passiert, ist schwer zu sagen.
Zusammenfassung
  • AMD Ryzen 7 9800X3D weiterhin sehr gefragt und schwer verfügbar
  • Mindfactory verkaufte bis 11. Januar 2025 insgesamt 14.160 Stück
  • Verkaufszahlen übersteigen alle Intel-Prozessoren zusammen
  • Alle zwei bis drei Minuten wird ein Ryzen 7 9800X3D verkauft
  • Preis liegt mit 589 Euro deutlich über der ursprünglichen UVP
  • AMD erhöhte die UVP schrittweise auf aktuell 559 Euro
  • Neue X3D-Modelle könnten Verfügbarkeit und Preise verbessern

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