Kein Die Sims 5: EA liefert überraschend spielerfreundliche Begründung

EA ist bei vielen Gamern nicht gerade für seine Spieler-freundlichen Praktiken bekannt. Die erneut mitgeteilte Begründung für die Einstellung von Die Sims 5 dürfte daher einige überraschen. Vermutlich erzählt der Publisher damit aber nur die halbe Wahrheit.
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EA / GamePro

EA verzichtet auf Sims 5

Die Sims-Reihe hat seit ihrem Debüt im Jahr 2000 über 200 Millionen Exemplare verkauft und gilt als eine der erfolgreichsten PC-Spieleserien aller Zeiten. Die Sims 4 allein hat über 70 Millionen Spieler erreicht und generiert weiterhin erhebliche Umsätze durch DLC-Verkäufe. Trotzdem wird es erst einmal keinen direkten Nachfolger des Spiels geben.

Das hatte Publisher Electronic Arts schon vor einiger Zeit verkündet. Den Grund dafür hat EA Entertainment-Präsidentin Laura Miele jetzt noch einmal klargestellt. Der klingt überraschenderweise erst einmal sehr Spieler-orientiert. Denn angeblich will man die bestehende Community und deren Investitionen schützen.

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Alles aus Rücksicht auf Spieler

Miele erklärte, dass es nicht "Spieler-freundlich" wäre, ein neues Spiel zu veröffentlichen, wenn die Community bereits so viel Zeit und Geld in Die Sims 4 investiert hat. "Was ich nicht möchte, ist, dass ihr bei Tag null anfangen und von vorn beginnen müsst und all die Dinge aufgebt, die ihr erschaffen habt, all den Content, den ihr über die Jahre gekauft habt", so Miele in einem aktuellen Interview mit Variety. Das ergibt durchaus Sinn.

EA hat in den letzten zehn Jahren über 85 zusätzliche Content-Packs für Die Sims 4 veröffentlicht. Aktuell gibt es insgesamt 19 große Erweiterungspacks, zwölf Gameplay-Packs, 20 Accessoires-Packs und 45 Sets, die einen Gesamtwert von über 1000 Euro haben. Diese beeindruckende Content-Bibliothek hat Die Sims 4 zu einem der langlebigsten Spiele der Gaming-Geschichte gemacht.

Die Sims 4 wurde ursprünglich im September 2014 veröffentlicht und ist damit bereits über zehn Jahre alt. Trotz seines Alters hat das Spiel weiterhin Millionen aktive Spieler monatlich. Die kontinuierliche Unterstützung durch neue Inhalte hat dazu beigetragen, dass das Spiel relevant geblieben ist, obwohl die zugrundeliegende Engine technische Limitierungen aufweist.

Wohl nur die halbe Wahrheit

Die Entscheidung gegen Die Sims 5 hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Positiv ist die Wahrung bestehender Spielerinvestitionen - ein Ansatz, den EA bei seinen anderen Spielen nicht unbedingt verfolgt. Das beliebte Sims 4 wird also weiterhin mit Updates und neuen Content-Packs unterstützt, was die Lebensdauer des Spiels verlängert und der Community weitere Inhalte beschert.

Allerdings wird dadurch die Innovation gebremst. Ein vollständiger Neustart hätte technische Limitierungen überwinden und moderne Features wie verbesserte KI, realistische Physik oder erweiterte Anpassungsoptionen einführen können.

Vermutlich bietet der gewählte Ansatz also auch klare Vorteile für EA, die Miele nicht explizit erwähnt. Denn das Erstellen von neuem Content für ein existierendes Spiel ist deutlich günstiger als die Entwicklung eines komplett neuen Serienablegers, dessen Erfolg zudem nicht garantiert ist. Diese finanziellen Aspekte dürften wahrscheinlich sogar im Vordergrund bei der Entscheidung gegen Die Sims 5 gestanden haben.

Multiplayer statt Sims 5

Statt eines direkten Nachfolgers konzentriert sich EA jetzt auf die Weiterentwicklung von Die Sims 4 und "Project Rene". Dabei handelt es sich um ein neues Multiplayer-Online-Spin-off, das parallel zu Die Sims 4 entwickelt wird. Miele bestätigte, dass darin "eine der größten Wachstumschancen für EA" liegt.

Das Projekt wurde erstmals 2022 angekündigt und soll ein Spiel werden, das es Gamern ermöglicht, gemeinsam zu bauen und zu spielen. Erste Tests laufen bereits mit ausgewählten Spielern, wobei EA betont, dass es sich um ein langfristiges Projekt handelt, das nicht vor 2026 erscheinen dürfte.

Was haltet ihr von EAs ungewöhnlich Spieler-freundlichem Ansatz? Oder denkt ihr, die wahren Gründe für das vorläufige Aus von Die Sims 5 sind andere? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • EA legt Die Sims 5 auf Eis, um bestehende Spielerinvestitionen zu schützen
  • Die Sims 4 hat seit 2014 über 85 Content-Packs im Wert von 1000 Euro erhalten
  • Trotz 10-jährigen Alters verzeichnet Die Sims 4 monatlich Millionen Spieler
  • Statt Nachfolger entwickelt EA das Multiplayer-Spin-off Project Rene
  • Finanzieller Vorteil für EA durch günstigere Content-Entwicklung
  • Innovation wird durch Festhalten an alter Spielengine allerdings gebremst
  • Project Rene soll nicht vor 2026 erscheinen und parallel zu Sims 4 existieren

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