Doch keine Komplett-Abschaltung:
Google stoppt Ende der goo.gl-Links

Google macht überraschend eine Kehrtwende: Die meisten goo.gl-URLs werden doch nicht am 25. August deaktiviert. Nur inaktive Links, die bereits eine Warnmeldung anzeigen, verlieren ihre Funktion - alle anderen bleiben bestehen.
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    Google rettet die meisten goo.gl-URLs

    Google macht seine Pläne zur vollständigen Abschaltung der goo.gl-URLs weitgehend rückgängig. Das Unternehmen hatte ursprünglich angekündigt, am 25. August 2025 alle verkürzten Links seines URL-Dienstes zu deaktivieren. Nun sollen jedoch nur noch jene URLs abgeschaltet werden, die bereits seit neun Monaten eine entsprechende Warnmeldung anzeigen.

    Die Entscheidung betrifft Milliarden von Links, die seit dem Start des Dienstes im Jahr 2009 erstellt wurden. Google hatte bereits vor neun Monaten URLs, die Ende 2024 keine Aktivität zeigten, zu einer Warnmeldung umgeleitet, die besagt, dass der Link im August deaktiviert wird - nur diese Links werden tatsächlich abgeschaltet.


    Die Geschichte von goo.gl

    Alle anderen goo.gl-Links bleiben erhalten und funktionieren weiterhin normal, wie Google am Freitag mitteilte. Die ursprüngliche Ankündigung der kompletten Abschaltung hatte für Aufregung gesorgt, da unzählige Dokumente, Videos und Beiträge diese Links enthalten. Google erklärte: "Wir verstehen, dass diese Links in unzähligen Dokumenten, Videos, Beiträgen und mehr eingebettet sind, und wir schätzen die erhaltenen Rückmeldungen."

    Goo.gl wurde zunächst im Dezember 2009 für Google Toolbar und Feedburner eingeführt, bevor Google im September 2010 eine separate Website startete. Der Dienst entwickelte sich schnell zu einem der populärsten URL-Shortener im Internet und konkurrierte direkt mit etablierten Anbietern wie Bit.ly.

    Bis Ende 2011 verzeichnete die Plattform bereits zwei Milliarden Klicks pro Monat und hatte etwa 100 Millionen URLs verkürzt. Der Dienst bot neben der reinen URL-Verkürzung auch umfangreiche Analysefunktionen, mit denen Nutzer detaillierte Statistiken über Klicks, geografische Verteilung und Referrer-Websites einsehen konnten. Zusätzlich generierte goo.gl automatisch QR-Codes für jeden verkürzten Link.

    Das Ende einer Ära

    Google hatte den URL-Shortener 2009 gestartet, um Menschen dabei zu helfen, Links einfacher zu teilen und den Traffic online zu messen. Seitdem haben sich die Art, wie Menschen Inhalte im Internet finden und teilen, dramatisch verändert - von Desktop-Webseiten hin zu Apps, mobilen Geräten und Sprachassistenten.

    2018 kündigte Google bereits an, die Unterstützung für goo.gl einzustellen und durch Firebase Dynamic Links zu ersetzen. Diese neue Technologie sollte bessere Integration in mobile Apps bieten und erweiterte Funktionen für App-Entwickler bereitstellen. Bestehende goo.gl-Links sollten jedoch weiterhin funktionieren - bis zur nun teilweise zurückgenommenen Ankündigung der kompletten Abschaltung. Schon seit 2019 lassen sich keine neuen Links erstellen.

    Die Kehrtwende zeigt, wie wichtig URL-Shortener für die Infrastruktur des Internets geworden sind. Millionen von Websites, E-Mails, gedruckte Materialien und Social-Media-Posts enthalten verkürzte Links, deren Ausfall erhebliche Probleme verursachen würde.

    Was haltet ihr von Googles Kehrtwende bei den goo.gl-Links? Nutzt ihr noch verkürzte URLs oder seid ihr auf andere Dienste umgestiegen?

    Welche goo.gl-Links bleiben aktiv?
    Alle goo.gl-Links, die beim Aufruf keine Warnmeldung anzeigen, bleiben weiterhin aktiv. Google hat sich entschieden, diese Links zu erhalten, sofern sie Ende 2024 noch genutzt wurden.

    Nur Links, die seit Ende 2024 keine Aktivität mehr zeigten und bereits seit Monaten eine Warnung anzeigen, werden am 25. August 2025 deaktiviert. Ein einfacher Test: Wenn der Link direkt weiterleitet, bleibt er bestehen.
    Wie erkenne ich, ob mein Link betroffen ist?
    Rufen Sie den goo.gl-Link in Ihrem Browser auf. Erscheint eine Warnmeldung mit dem Hinweis "This link will no longer work in the near future", wird der Link am 25. August 2025 deaktiviert.

    Erfolgt hingegen eine direkte Weiterleitung ohne Warnung, bleibt der Link aktiv. Google empfiehlt, betroffene Links möglichst bald zu ersetzen, um Unterbrechungen zu vermeiden.
    Welche Links werden definitiv deaktiviert?
    Nur goo.gl-Links, die seit Ende 2024 keine Aktivität mehr zeigten und bereits seit neun Monaten eine Warnmeldung anzeigen, sind betroffen. Diese werden am 25. August 2025 endgültig abgeschaltet.

    Alle anderen Links, insbesondere solche mit nachgewiesener Nutzung, bleiben erhalten. Google hat diese Entscheidung bewusst getroffen, um funktionierende Inhalte nicht zu unterbrechen.
    Was passiert mit alten eingebetteten Links?
    Solange ein eingebetteter goo.gl-Link keine Warnmeldung zeigt, bleibt er auch nach dem 25. August 2025 funktionsfähig. Das betrifft viele Inhalte in PDFs, E-Mails oder Webseiten.

    Google betont, dass diese Links "in zahllosen Dokumenten und Beiträgen" eingebettet sind und daher bewusst erhalten bleiben, sofern sie noch aktiv genutzt werden.
    Wie sicher sind bestehende goo.gl-Links?
    Bestehende, aktive goo.gl-Links bleiben laut Google "für absehbare Zeit" erhalten. Eine konkrete Abschaltfrist für diese wurde nicht genannt, was auf eine langfristige Unterstützung hindeutet.

    Dennoch empfiehlt es sich, bei geschäftskritischen Anwendungen auf moderne URL-Shortener umzusteigen, um mehr Kontrolle und Zukunftssicherheit zu gewährleisten.
    Welche Alternativen zu goo.gl gibt es?
    Zu den bekanntesten Alternativen zählen Bitly, TinyURL und Rebrandly. Diese bieten APIs, Analysefunktionen und benutzerdefinierte Kurzlinks.

    Für Unternehmen mit eigenen Domains ist auch die Einrichtung eines eigenen URL-Shortening-Dienstes (z. B. mit YOURLS) eine flexible Alternative mit voller Datenkontrolle.
    Zusammenfassung
    • Google schränkt Abschaltung der goo.gl-URLs ein
    • Nur inaktive Links mit Warnmeldung werden deaktiviert
    • Ursprüngliche Planung sah komplette Deaktivierung vor
    • Entscheidung betrifft Milliarden seit 2009 erstellter Links
    • Kehrtwende erfolgte aufgrund zahlreicher Nutzerrückmeldungen

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