Premiere Pro & Co: Adobe-Tools jetzt als Preview für Windows ARM-PCs

Die von Qualcomm und Microsoft mit einigem Aufwand eingeführten ARM-basierten Windows-PCs mit Snapdragon X-Prozessoren bieten noch nicht die gleiche Softwarekompatibilität wie x86-Systeme. Eini­ge Adobe-Produkte wie Premiere laufen jetzt aber nativ auf ARM.
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Endlich ARM-Versionen von Premiere, After Effects & Co

Adobe hat sein Versprechen in die Tat umgesetzt, noch in diesem Jahr ARM-kompatible Versionen von Werkzeugen wie Premiere Pro und After Effects auf den Markt zu bringen, die dann auch auf PCs mit Snapdragon-Prozessoren nativ laufen können. Jetzt sind erste Vorabversionen mit Support für ARM-PCs verfügbar.

Photoshop gehört bisher nicht zu den auf ARM-PCs mit Windows nativ laufenden Apps. Mit Adobe Premiere Pro, Adobe After Effects, Adobe Audition und Adobe Media Encoder sind nun aber immerhin für eine Reihe von meist für die Video- und Audio-Bearbeitung sowie für Spezialeffekte verwendete Tools von Adobe ARM64-kompatible Versionen als "Public Preview" erhältlich.

... ein großes Aber bleibt bestehen

Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen bei Premiere Pro, durch die manche Funktionen der genannten Tools zumindest vorerst nur für Intel-kompatible Systeme vorbehalten bleiben. Dies gilt unter anderem für das sogenannte Loudness Radar, das Adobe bei den ARM-basierten Systemen durch das sogenannte Loudness Meter ersetzt. Außerdem ist kein Export als Wraptor DCP verfügbar und es gibt keine Unterstützung für den Im- oder Export im GoPro CineForm Codec. Ebenso ist kein Export im P2-Movie-Format möglich, heißt es seitens Adobes.

Adobe zufolge bleiben diese Einschränkungen nach Verlassen der Betaphase weiter bestehen und betreffen unter anderem Audition, Media Encoder und Premiere Pro gleichermaßen. Nach Angaben des Softwareunternehmens unterstützen die Public Previews der ARM-Versionen der hier genannten Tools auch bislang nicht alle Codecs und Dateiformate, die bei Intel-kompatiblen Versionen genutzt werden können.

Die wohl wichtigste Einschränkung ist, dass die Previews noch keine Unterstützung für Erweiterungen von Drittanbietern bieten. Zudem werden ProRes und einige andere Formate ebenso weiterhin nicht unterstützt, wie manche RAW-Dateien von bestimmten Geräten. Generell gilt laut der Adobe-Website auch bei einigen anderen Features noch, dass diese erst später verfügbar ein werden. Dies trifft auch für After Effects zu, dass langfristig aber in der ARM-Version keine Nachteile gegenüber der x86-/x64-Version haben soll.

Zusammenfassung
  • Adobe bringt native Versionen seiner Videotools für Windows-ARM-PCs
  • Premiere Pro, After Effects, Audition und Media Encoder als Vorschau verfügbar
  • Einige Funktionen bleiben vorerst x86-Systemen vorbehalten
  • Keine Unterstützung für Drittanbieter-Erweiterungen in der Beta-Version
  • Bestimmte Codecs und Dateiformate wie ProRes bisher nicht implementiert
  • Photoshop läuft aktuell nicht nativ auf Windows-ARM-Systemen
  • Langfristig sollen ARM-Versionen keine Nachteile gegenüber x86 haben

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