ARM startet neue Lumex-Plattform und die große Umbenennung
Der britische Chip-Designer ARM hat in dieser Woche seine neue Plattform Lumex vorgestellt, die als "Compute Subsystem" (CSS) für mobile Endgeräte entwickelt wurde. Anlässlich dessen starten auch eine neue Namensstrategie und das Ende von Cortex.
Ziel sei es, die Plattform übersichtlicher zu positionieren und zugleich für unterschiedliche Marktsegmente skalierbar zu machen, teilte das Unternehmen mit. Allerdings dürften die Bezeichnungen der ARM-Kerne am Endkundenmarkt eine zunehmend zu vernachlässigende Bedeutung haben, während die Hardware-Partner ohnehin eher auf die Spezifikationen als den Namen schauen.
Technisch basiert das neue Lumex auf der ARMv9.3-Architektur und ist für die 3-Nanometer-Fertigung optimiert. Nach Angaben ARMs liefern die neuen Hochleistungs-CPUs bis zu 25 Prozent mehr Rechenleistung pro Kern und 16 Prozent bessere Gaming-Performance im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Besonders sparsam zeigt sich der C1-Nano, der bis zu 35 Prozent weniger Energie verbraucht. Für das mittlere Segment soll der C1-Premium kompaktere Designs ermöglichen.
Auch bei den GPUs verspricht ARM deutliche Fortschritte: Die Mali G1-Ultra verdoppelt laut Hersteller die Raytracing-Leistung und steigert die Grafik- und KI-Performance um rund 20 Prozent gegenüber der letzten Generation. Verbesserungen am Speicherzugriff und neue Shader-Kerne sollen zusätzlich für flüssigeres mobiles Gaming sorgen.
Mit Lumex setzt ARM seine Strategie fort, möglichst viele Bausteine für System-on-Chip-Designs aus einer Hand anzubieten und so Entwicklungszeit zu verkürzen. Kritiker merken jedoch an, dass der Plattform weiterhin ein dedizierter NPU-Block fehlt - ein Baustein, den ARM mittelfristig wohl ergänzen muss, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Trotzdem gilt Lumex als vielversprechende Basis, nicht nur für Smartphones, sondern auch für IoT- und Embedded-Anwendungen, bei denen energieeffiziente KI-Fähigkeiten immer wichtiger werden.
Siehe auch:
Mali kehrt zurück
ARM nutzt die Einführung von Lumex, um seine bekannten Produktlinien umzustrukturieren. Statt des bisherigen "Cortex"-Namens tragen die Prozessoren künftig Bezeichnungen wie C1-Ultra, C1-Premium, C1-Pro und C1-Nano. Auch bei den Grafikchips gibt es Veränderungen: Nach einigen Jahren unter der Marke "Immortalis" kehrt ARM zurück zum Namen Mali, unter anderem mit den Modellen Mali G1-Ultra und G1-Pro.Ziel sei es, die Plattform übersichtlicher zu positionieren und zugleich für unterschiedliche Marktsegmente skalierbar zu machen, teilte das Unternehmen mit. Allerdings dürften die Bezeichnungen der ARM-Kerne am Endkundenmarkt eine zunehmend zu vernachlässigende Bedeutung haben, während die Hardware-Partner ohnehin eher auf die Spezifikationen als den Namen schauen.
ARM stellt die Kernpunkte der neuen Lumex-Plattform vor
Technisch basiert das neue Lumex auf der ARMv9.3-Architektur und ist für die 3-Nanometer-Fertigung optimiert. Nach Angaben ARMs liefern die neuen Hochleistungs-CPUs bis zu 25 Prozent mehr Rechenleistung pro Kern und 16 Prozent bessere Gaming-Performance im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Besonders sparsam zeigt sich der C1-Nano, der bis zu 35 Prozent weniger Energie verbraucht. Für das mittlere Segment soll der C1-Premium kompaktere Designs ermöglichen.
Auch bei den GPUs verspricht ARM deutliche Fortschritte: Die Mali G1-Ultra verdoppelt laut Hersteller die Raytracing-Leistung und steigert die Grafik- und KI-Performance um rund 20 Prozent gegenüber der letzten Generation. Verbesserungen am Speicherzugriff und neue Shader-Kerne sollen zusätzlich für flüssigeres mobiles Gaming sorgen.
Echtes KI-Modul fehlt weiter
Besondere Aufmerksamkeit widmet ARM der Integration von SME2, das direkt in die CPU-Cluster eingebettet ist. Diese Erweiterung soll kleinere KI-Sprachmodelle mit bis zu sieben Milliarden Parametern deutlich schneller verarbeiten können, ARM spricht von einer bis zu 3,7-fachen Leistungssteigerung im Vergleich zur reinen CPU-Berechnung. Damit möchte das Unternehmen Entwicklern eine flexible Alternative zu spezialisierten NPUs oder GPUs bieten.Mit Lumex setzt ARM seine Strategie fort, möglichst viele Bausteine für System-on-Chip-Designs aus einer Hand anzubieten und so Entwicklungszeit zu verkürzen. Kritiker merken jedoch an, dass der Plattform weiterhin ein dedizierter NPU-Block fehlt - ein Baustein, den ARM mittelfristig wohl ergänzen muss, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Trotzdem gilt Lumex als vielversprechende Basis, nicht nur für Smartphones, sondern auch für IoT- und Embedded-Anwendungen, bei denen energieeffiziente KI-Fähigkeiten immer wichtiger werden.
Zusammenfassung
- ARM präsentiert Lumex-Plattform und strukturiert Produktlinien um
- Cortex-Bezeichnungen weichen neuen Namen wie C1-Ultra und C1-Premium
- ARM kehrt bei Grafikchips zum Namen Mali zurück statt Immortalis
- ARMv9.3-Architektur mit bis zu 25 Prozent mehr CPU-Rechenleistung
- Mali G1-Ultra verdoppelt Raytracing-Leistung für bessere Gaming-Erfahrung
- Integration von SME2 beschleunigt KI-Sprachmodelle um das 3,7-fache
- Lumex bietet modulare Basis für Smartphones, IoT und Embedded-Anwendungen
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