Yoga C630: Erster Windows-Laptop mit Snapdragon 850 enttäuscht

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Das Lenovo Yoga C630 ist das erste Notebook mit Windows 10 auf ARM-Basis, das mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 850 daherkommt. Das im 13,3-Zoll-Format gehaltene Convertible ist somit das erste Beipiel für die neue Generation der "Windows-On-Snapdragon"-Devices, die mit dem etwas leistungsfähigeren Octacore-SoC von Qualcomm daherkommen. Ob hier das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, darf vor allem mit Blick auf die tatsächliche System-Performance und die enormen Kosten des Geräts allerdings stark bezweifelt werden.

Lenovo Yoga C630Lenovo Yoga C630Lenovo Yoga C630Lenovo Yoga C630Lenovo Yoga C630Lenovo Yoga C630

Im Grunde klingt das Lenovo Yoga C630 durchaus attraktiv - es bietet ein mit Full-HD-Auflösung arbeitendes 13-Zoll-Display, das auf Wunsch auch komplett nach hinten umgeklappt und für Stifteingaben verwendet werden kann. Die Tastatur ist ausgereift und lässt sich ohne Probleme sehr gut betippen, so dass man normalerweise schnell und effektiv darauf arbeiten kann. Auch das Aluminiumgehäuse mit seinen 1,2 Kilogramm Gewicht kann durch gute Verarbeitung und Materialqualität beeindrucken. Mit seinem 61,2 Wattstunden fassenden Akku dürfte die Laufzeit des Yoga C630 wohl auch tatsächlich nah an dem liegen, was Lenovo verspricht - gut 22 Stunden sollen drin sein.

Große Ansprüche, hoher Preis und wenig Leistung

All dies kann jedoch den erfahrenen Anwender nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier mit einem Gerät zu tun haben, das zwar LTE und auch sonst eine Premium-Ausstattung bietet, aber letztlich bei einem Preis von 1199 Euro in Deutschland nicht mehr Leistung bietet als so manches Einsteiger-Notebook für ein Drittel des Preises. Genau da zeigt sich auch die Krux der aktuellen ersten beiden Generationen von ARM-basierten Notebooks mit Windows 10: Die Leistung enttäuscht und macht die Preise somit vollkommen utopisch. Bei unserer kurzen Hands-On-Zeit mit dem Lenovo Yoga C630 auf der IFA 2018 bestätigte sich dieser Eindruck.
Lenovo Yoga C630Das Lenovo Yoga C630: Lenovo Yoga C630Fingerabdruckleser ist onboard, Lenovo Yoga C630Anschlussmöglichkeiten sind aber rar
Haptisch und optisch kann sich das Yoga C630 durchaus sehen lassen, technisch beeindruckt es eigentlich ebenfalls, ist es doch noch immer etwas kurios, dass hier Windows 10 auf einem ARM-Gerät im Einsatz ist. Sobald man das Gerät aber aktiv nutzt, zeigen sich die Schwächen in Sachen Performance deutlich. Zwar helfen die acht Gigabyte Arbeitsspeicher dem Snapdragon 850 durchaus, doch ist er trotz einer gegenüber dem Vorgänger Snapdragon 835 gestiegenen Performance noch immer nicht sehr performant. Der Umgang mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendungen verlangt dem Nutzer einiges an Geduld ab, unabhängig davon, um welche Art von Programm es sich handelt.

Teilweise vergehen erneut einige Sekunden, bis Tastenanschläge vom System auch tatsächlich erkannt und wiedergegeben werden. Im Grunde fühlt sich das System durchaus etwas reaktionsfreudiger an und einige Aktivitäten scheinen - zumindest gefühlt - auch schneller vonstatten zu gehen als zuvor, doch mit einem anderen Notebook auf Intel-Basis in der gleichen Preisklasse ist eine erheblich bessere Performance zu erwarten. Somit bleibt der Nutzen des ersten Snapdragon-basierten Notebooks der zweiten Generation auf einen sehr kleinen Kreis von Anwendern beschränkt - Kunden die eine gute mobile Konnektivität in Verbindung mit enormer Akkulaufzeit wünschen und dabei nicht mehr als eine mobile Schreibmaschine benötigen. Dabei ist zu bedenken, dass unsere hier beschriebenen Erfahrungen auf einem auf der IFA kurzzeitig betrachteten Vorseriengerät basieren.
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Wer hätte das gedacht...
 
War zu erwarten. Der ganzer Aufwand ist ein kolossaler Flop. Zu teuer zu wenig Performance und keine Kompatibilität. Eine doppelte Totgeburt eben. RIP.
 
@Homie75: Ganz so krass würde ich es nicht sehen. Hier muss die ARM Architektur noch optimiert werden. Daher sehe ich die klassische x64/x86 Architektur noch lange nicht in Bedrängnis.
 
Was ich nicht verstanden habe:
Ergibt sich das Problem mit der geringen Performance nur dann wenn Anwendungen welche für x86 kompiliert wurden per Emulation auf dem Gerät laufen oder auch dann wenn Anwendungen welche nativ für ARM64 kompiliert wurden darauf laufen?
 
Das Hauptproblem bei all diesem Gejammere ist doch nur dass immer Google Chrome und andere x86 Software zum Test verwendet werden. Es kommt doch auch keiner auf die Idee Tablets mit Office 2016 zu testen und damit die Performance zu beurteilen.
 
Das Gerät ist der Hammer. Wahnsinns Akkulaufzeit, top Verarbeitung, ultradünn, einzigartig. Wieso also das Gejammer über den Preis?!
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