Musks Satelliten-Netzwerk Starlink verzeichnet seinen größten Ausfall

Die schlechten Nachrichten für Elon Musk reißen nicht ab. Jetzt hat es auch eines seiner Erfolgsprojekte der letzten Zeit getroffen: Der Satelliten-Provider Starlink verzeichnete weltweit einen über Stunden dauernden Ausfall.
Weltraum, Starlink, Satelitenschüssel

Weltweit kein Service

Am Donnerstag kam es zu einem der bislang schwerwiegendsten Ausfälle Starlinks seit dessen Bestehen. Weltweit waren wahrscheinlich alle Nutzer stundenlang ohne Verbindung - ein ungewöhnlicher Vorfall für das sonst als zuverlässig geltende Netz des Betreibers SpaceX.

Laut der Plattform Downdetector, die Nutzermeldungen über Internetstörungen sammelt, setzte der Ausfall am gestrigen Abend gegen 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit ein. Innerhalb kurzer Zeit gingen über 61.000 Störungsmeldungen ein - vor allem aus den USA und Europa. Starlink-AusfallStarlink-Ausfallmeldungen auf Downdetector Starlink, das weltweit mehr als sechs Millionen Nutzer in rund 140 Ländern und Regionen versorgt, bestätigte den Vorfall wenig später. Das Unternehmen arbeitet "aktiv an einer Lösung", hieß es dort. Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Großteil der Verbindungen wiederhergestellt, erklärte Michael Nicolls, Vizepräsident der Starlink-Entwicklung.


Die Ursache des Problems lag demnach in einem Ausfall zentraler interner Softwaresysteme, die das Rückgrat des Netzwerks bilden. Sowohl Nicolls als auch Elon Musk selbst entschuldigten sich öffentlich. Musk versicherte, man werde die Ursache genau analysieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um künftige Ausfälle zu verhindern.

Auch Experten überrascht

Experten zeigten sich überrascht vom Ausmaß des Vorfalls. "Das war vermutlich der längste globale Ausfall in der Geschichte Starlinks", sagte Doug Madory vom Analyseunternehmen Kentik gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Auch Gregory Falco, Cybersicherheitsexperte der Cornell University, mutmaßte über einen möglichen Softwarefehler - ähnlich dem Vorfall mit CrowdStrike im Jahr 2024, der weltweit Millionen Windows-Geräte lahmlegte.

Unklar bleibt, ob auch militärische Starlink-Dienste wie Starshield betroffen waren. Diese Sparte unterhält milliardenschwere Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium. SpaceX hat seit 2020 mehr als 8000 Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Ziel ist es, auch entlegene Gebiete ohne klassische Internetinfrastruktur mit Breitband zu versorgen. Zuletzt investierte das Unternehmen verstärkt in leistungsfähigere Satelliten und neue Funktionen wie den SMS-Direktversand über Mobilfunknetze - in Kooperation mit T-Mobile USA.

Zusammenfassung
  • Weltweiter Starlink-Ausfall am Donnerstag betraf mehrere Stunden alle Nutzer
  • Über 61000 Störungsmeldungen gingen bei Downdetector aus Europa und den USA ein
  • Sechs Millionen Nutzer in 140 Ländern waren von der Netzwerkstörung betroffen
  • Ursache war laut Starlink ein Ausfall zentraler interner Softwaresysteme
  • Elon Musk und Vizepräsident Nicolls entschuldigten sich für die Unterbrechung
  • Nach zweieinhalb Stunden waren die meisten Verbindungen wiederhergestellt
  • Experten bezeichneten es als längsten globalen Ausfall in der Starlink-Geschichte

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