Neue Nvidia-CPU für PCs: Verzögerungen auch, weil Microsoft trödelt

Die neuen, extrem leistungsstarken ARM-Prozessoren für Windows-PCs, an denen Nvidia zusammen mit MediaTek arbeitet, verspäten sich bis mindestens Ende 2026. Einer der Gründe dafür ist wohl bei Microsoft zu suchen.
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Nvidia arbeitet mit MediaTek an neuem Chip

Vor einigen Tagen war zu hören, dass die ersten High-End-CPUs für KI-fähige Windows-PCs erst gegen Ende 2026 von Nvidia zu erwarten sind. Ursprünglich wurde ein Start Anfang des nächsten Jahres angestrebt, doch aufgrund von Problemen mit dem Chipdesign soll es zu massiven Verzögerungen kommen.

Die Design-Probleme sollen laut einem Bericht des taiwanischen Branchendiensts DigiTimes aber nicht das einzige Hindernis sein, das Nvidia und sein Partner MediaTek zu überwinden haben, bevor sie Qualcomm mit eigenen ARM-Plattformen bei Windows-PCs Konkurrenz machen können.

Windows-Roadmap soll Nvidia-Chips ausbremsen

Angeblich spielen auch "Verzögerungen in der Betriebssystem-Roadmap von Microsoft" eine Rolle. Wie genau die Faktoren aussehen, aufgrund derer es durch Microsoft zu weiteren Problemen bei der Entwicklung der neuen Chips kommt, lässt der Bericht leider offen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit muss Microsoft aber seinerseits in die Kompatibilität seines Betriebssystems mit den neuen Chips investieren.

Wie im Fall von Qualcomms ARM-SoCs muss man wahrscheinlich für jede einzelne noch so kleine Komponente der neuen Nvidia-basierten ARM-PCs spezifische Treiber entwickeln. Anders als bei x86-/x64-Systemen gibt es bei den ARM-Chips noch keine universellen Treiber, die eine Vielzahl von Komponenten gleichzeitig unterstützen.

Laut früheren Berichten soll Nvidia zusammen mit MediaTek an zwei Chips mit den Bezeichnungen N1 und N1x arbeiten. Angeblich handelt es sich um Chips mit insgesamt 20 Rechenkernen, die man mit einer Nvidia-GPU und einer leistungsfähigen Neural Processing Unit (NPU) für KI-Berechnungen kombinieren will. Es soll sich um eine Plattform mit 65 Watt Verlustleistung handeln, die in High-End-Notebooks zum Einsatz kommen soll.
Zusammenfassung
  • Nvidias neue ARM-Prozessoren für Windows-PCs verzögern sich bis Ende 2026
  • Chipdesign-Probleme sowie Verzögerungen in Microsofts Betriebssystem-Roadmap
  • Entwicklung spezifischer Treiber für jede Komponente der ARM-Chips notwendig
  • Fehlende universelle Treiber im ARM-Bereich verlangsamen den Entwicklungsprozess
  • Geplante N1 und N1x Chips sollen 20 Rechenkerne mit Nvidia-GPU und NPU vereinen
  • High-End-Notebooks mit 65 Watt Verlustleistung als Zielplattform für die Chips

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