Chrome-Gefahr: Google warnt Millionen Nutzer vor Zero-Day-Lücke

Google warnt Chrome-Nutzer vor einer besonders kritischen Sicherheitslücke, die bereits aktiv ausgenutzt wird. Die als CVE-2025-6558 klassifizierte Schwachstelle betrifft die Grafikkomponente ANGLE und gefährdet Millionen Nutzer.
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Kritische Sicherheitslücke bedroht Nutzer

Zuletzt hatte Google Chrome mit etlichen Sicherheitslücken zu kämpfen. Darunter waren auch einige, die aktiv ausgenutzt wurden. Zur Wochenmitte hat Google jetzt ein weiteres wichtiges Sicherheitsupdate für seinen Browser veröffentlicht. Die Aktualisierung behebt insgesamt sechs Schwachstellen, von denen drei mit dem Schweregrad "Hoch" eingestuft werden. Betroffen sind sowohl die Desktop-Versionen für Windows, macOS und Linux als auch die mobilen Varianten für Android und iOS.

Das Sicherheitsupdate auf die Version 138.0.7204.157 beziehungsweise 138.0.7204.158 schließt die kritischen Schwachstellen. Besonders die als CVE-2025-6558 klassifizierte Lücke bereitet Sorgen, da sie bereits in freier Wildbahn aktiv für Angriffe genutzt wird. Chrome-Nutzer sollten daher umgehend prüfen, ob ihr Browser auf dem aktuellen Stand ist, und gegebenenfalls das Update installieren, das in unserem Downloadbereich zur Verfügung steht.


Google bestätigt aktive Ausnutzung

Die kritische Schwachstelle wird im Google-Blog als "Inkorrekte Prüfung von nicht vertrauenswürdigen Eingaben in ANGLE und GPU" beschrieben. Hinter dem Kürzel ANGLE verbirgt sich die "Almost Native Graphics Layer Engine", die standardmäßig als WebGL-Backend in Chrome zum Einsatz kommt und Grafik-Funktionsaufrufe in DirectX, OpenGL oder ähnliche Abstraktionsschichten übersetzt.

ANGLE wird nicht nur in Chrome, sondern auch in Mozilla Firefox als Standard-WebGL-Backend auf Windows-Plattformen verwendet. Chrome nutzt ANGLE für sämtliche Grafikdarstellungen unter Windows. Diese weite Verbreitung macht die Schwachstelle besonders gefährlich, da potenziell Milliarden von Nutzern betroffen sein könnten.

Laut Google kann die Sicherheitslücke dazu genutzt werden, Schadcode einzuschleusen oder den Browser zum Absturz zu bringen. Die Gefahr besteht vor allem beim Besuch manipulierter Webseiten. Angreifer könnten speziell präparierte Inhalte verwenden, um die fehlerhafte Eingabevalidierung in der ANGLE-Komponente auszunutzen.

So aktualisieren Sie Ihren Browser

Die fehlerbereinigten Browser-Versionen sind für Windows und Mac als Version 138.0.7204.158, für Linux als Version 138.0.7204.157 sowie für Android als Version 138.0.7204.157 verfügbar. Das Update kann über das Menü "Über Google Chrome" manuell angestoßen werden. Unter Linux müssen Nutzer in der Regel die Softwareverwaltung der eingesetzten Distribution starten. Auf Smartphones kommen die Aktualisierungen in die jeweiligen App-Stores, teils jedoch mit Verzögerung.

Nutzer anderer Chromium-basierter Browser wie Microsoft Edge, Brave, Opera oder Vivaldi sollten ebenfalls auf entsprechende Updates achten, sobald diese bereitgestellt werden. Da diese Browser auf der gleichen Chromium-Basis aufbauen, könnten sie ebenfalls von ähnlichen Schwachstellen betroffen sein.

Was meint ihr zu dieser erneuten Sicherheitslücke in Chrome? Haltet ihr euren Browser regelmäßig aktuell oder kümmert ihr euch nicht um Updates? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Chrome-Update behebt sechs Schwachstellen, davon drei mit Schweregrad 'Hoch'
  • Google warnt vor besonders kritischer Sicherheitslücke CVE-2025-6558
  • Schwachstelle in ANGLE-Grafikkomponente wird bereits aktiv ausgenutzt
  • Fehler betrifft Desktop-Versionen und mobile Varianten des Browsers
  • Aktualisierte Versionen für Windows/Mac und für Linux stehen bereit
  • ANGLE wird auch in Firefox und anderen Chromium-Browsern verwendet
  • Nutzer sollten umgehend prüfen, ob ihr Browser auf aktuellem Stand ist und updaten

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