Bitchat: Twitter-Gründer bringt P2P-Messenger auf Bluetooth-Basis
Der frühere Twitter-Chef Jack Dorsey hat eine neue App vorgestellt, die im Grunde ein Messenger ist, welcher über Bluetooth funktioniert. Der Bluetooth-Messenger Bitchat kann somit auch dann verwendet werden, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist.
Bitchat setzt auf eine verschlüsselte Kommunikation zwischen in der Nähe befindlichen Geräten. Im Grunde wird jede Nachricht direkt zwischen den teilnehmenden Geräten übertragen, wobei jedes Gerät auch als eine Art Server dient und damit das Netzwerk ein Stückchen erweitert.
Der Ansatz einer dezentralen, drahtlosen Kommunikation ist an sich natürlich nicht neu. So wurde ähnliche Technologie unter anderem während der Proteste der Demokratiebewegung in Hongkong im Jahr 2019 verwendet, um die Behörden daran zu hindern, die Kommunikation der Bürger zu überwachen oder zu unterbinden.
Bitchat ermöglicht laut Dorsey unter anderem die Einrichtung von Gruppenchats, die mit Hashtags benannt und mit einem Passwort geschützt werden können. Das System ermöglicht auch, Nachrichten an Nutzer weiterzuleiten, die zwischenzeitlich nicht Teil des Bluetooth-Netzwerks sind. Künftig soll Bitchat auch noch eine neue Funktion bekommen, mit dem Nachrichten auch über Wi-Fi Direct verschickt werden können, um so Reichweite und Geschwindigkeit der Datenübertragung zu starten.
Vorerst steht Bitchat nur in einer Version für Apple iPhones zur Verfügung und kann über die TestFlight ausprobiert werden. Aktuell sind allerdings alle Plätze des Testprogramms belegt, weshalb abzuwarten bleibt, ob und wann Dorsey seine neue App einer größeren Zahl von Nutzern zugänglich machen wird.
Siehe auch:
Bluetooth-Messenger als Wochenendprojekt
Dorsey beschreibt seine dezentralisierte, peer-to-peer-basierte Messaging-App, die ausschließlich über Bluetooth arbeitet, in einem Gespräch mit dem US-Wirtschaftssender CBNC als "Experiment". Er wolle damit Mesh-Netzwerke über Bluetooth erkunden, bei denen jeder Teilnehmer auch als eine Netzwerk-Node aktiv ist. Das System kommt ohne Internet aus, weil keine zentralen Server nötig sind.Bitchat setzt auf eine verschlüsselte Kommunikation zwischen in der Nähe befindlichen Geräten. Im Grunde wird jede Nachricht direkt zwischen den teilnehmenden Geräten übertragen, wobei jedes Gerät auch als eine Art Server dient und damit das Netzwerk ein Stückchen erweitert.
Messaging ohne Zugriffsmöglichkeit für Behörden
Weil das System ohne WLAN oder Mobilfunk auskommt, kann es auch dann funktionieren, wenn zum Beispiel durch Behörden oder aufgrund von Umwelteinflüssen der Zugang zum Internet verhindert wird. Die Nachrichten der Nutzer werden nur auf dem jeweiligen Gerät vorgehalten und verschwinden grundsätzlich nach einiger Zeit, ohne dass jemals eine Verbindung zu einem zentralen Server hergestellt wird.Der Ansatz einer dezentralen, drahtlosen Kommunikation ist an sich natürlich nicht neu. So wurde ähnliche Technologie unter anderem während der Proteste der Demokratiebewegung in Hongkong im Jahr 2019 verwendet, um die Behörden daran zu hindern, die Kommunikation der Bürger zu überwachen oder zu unterbinden.
Bitchat ermöglicht laut Dorsey unter anderem die Einrichtung von Gruppenchats, die mit Hashtags benannt und mit einem Passwort geschützt werden können. Das System ermöglicht auch, Nachrichten an Nutzer weiterzuleiten, die zwischenzeitlich nicht Teil des Bluetooth-Netzwerks sind. Künftig soll Bitchat auch noch eine neue Funktion bekommen, mit dem Nachrichten auch über Wi-Fi Direct verschickt werden können, um so Reichweite und Geschwindigkeit der Datenübertragung zu starten.
Vorerst steht Bitchat nur in einer Version für Apple iPhones zur Verfügung und kann über die TestFlight ausprobiert werden. Aktuell sind allerdings alle Plätze des Testprogramms belegt, weshalb abzuwarten bleibt, ob und wann Dorsey seine neue App einer größeren Zahl von Nutzern zugänglich machen wird.
Zusammenfassung
- Jack Dorseys neue App Bitchat funktioniert über Bluetooth ohne Internet
- Dezentralisierte Peer-to-Peer-Kommunikation bildet ein Mesh-Netzwerk
- Verschlüsselte Nachrichten werden direkt zwischen nahegelegenen Geräten geteilt
- Kommunikation bleibt möglich trotz Internetblockaden durch Behörden
- Vergleichbare Technologie wurde 2019 bei Hongkonger Demokratieprotesten genutzt
- Gruppenchats mit Hashtags und Passwortschutz sind in der App möglich
- Aktuell nur für iPhone via TestFlight mit begrenzten Testplätzen verfügbar
Siehe auch:
- Telegram Messenger bekommt Integration von Musks KI-Chatbot Grok
- Fahrplan: Österreich will bald verschlüsselte Messenger überwachen
- Messenger der US-Regierungs-Angestellten: Signal jetzt auf X blockiert
- WhatsApp: Neuer Button verbessert den Messenger für tippfaule Nutzer
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