Weltgrößtes Fracht-Segelschiff absolviert erste Transatlantik-Fahrt
Die Neoliner Origin, das weltweit größte Frachtschiff mit Segelantrieb, hat kürzlich seine erste Transatlantiküberfahrt abgeschlossen. Trotz eines Sturmschadens an einem der beiden Segel kam die Neuentwicklung erfolgreich am Zielort an.
Die Reise führte das in Frankreich gebaute RoRo-Frachtschiff zunächst ins französische Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Küste, bevor es seinen Kurs weiter in Richtung Baltimore (USA) fortsetzte. Laut Betreiberfirma Neoline kam es dort nur zu einer geringfügigen Verzögerung.
Neoline-Geschäftsführer Jean Zanuttini sprach von einer "wertvollen Bewährungsprobe": Die Überfahrt habe wichtige Erkenntnisse im Umgang mit großen Segelflächen unter schwierigen Wetterbedingungen des Nordatlantiks geliefert, insbesondere in einer Saison, in der Stürme häufig auftreten. Trotz der Herausforderungen habe die Neoliner Origin ihre Belastbarkeit unter Beweis gestellt.
Das Schiff verfolgt einen Klimaschutzansatz. Im Vergleich zu herkömmlichen Frachtern soll es seinen Treibhausgasausstoß um 80 bis 90 Prozent reduzieren. Denn laut der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) verursacht die weltweite Schifffahrt rund drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Für Zanuttini ist die Nutzung des Windes daher ein naheliegender Schritt: Wind sei kostenlos, weit verfügbar und ökologisch unbedenklich.
Entwickelt wurde die Neoliner Origin vom französischen Schiffbauingenieur-Unternehmen Mauric. Dessen Geschäftsführer Vincent Seguin betonte, Ziel sei ein Schiff gewesen, das sich überwiegend auf Windkraft stützen kann, ohne dabei Zuverlässigkeit oder Planbarkeit einzubüßen. Moderne Navigationssysteme, automatische Segelsteuerung und Stabilitätsmechanismen sollen den Betrieb mit vergleichsweise kleiner Besatzung sicherstellen.
Die Neoliner Origin kann bis zu 5300 Tonnen Ladung transportieren. Bei ihrer Ankunft in Baltimore hatte sie unter anderem Renault-Fahrzeuge, französische Spirituosen und Maschinen an Bord. Künftig sind regelmäßige Monatsfahrten zwischen Europa und Nordamerika mit einer Reisegeschwindigkeit von etwa elf Knoten vorgesehen.
Siehe auch:
Segel bei Sturm beschädigt
Das 136 Meter lange Schiff, das über zwei halbstarre Segel verfügt, musste allerdings zeitweise auf seinen Hilfsmotor zurückgreifen. Kurz nach dem Auslaufen hatte ein schwerer Sturm das hintere Segel beschädigt und die Leistungsfähigkeit des Windantriebs eingeschränkt, berichtete Marine Insight.Die Reise führte das in Frankreich gebaute RoRo-Frachtschiff zunächst ins französische Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Küste, bevor es seinen Kurs weiter in Richtung Baltimore (USA) fortsetzte. Laut Betreiberfirma Neoline kam es dort nur zu einer geringfügigen Verzögerung.
Neoliner Origin: Der weltweit größte Fracht-Segler ist gestartet
Neoline-Geschäftsführer Jean Zanuttini sprach von einer "wertvollen Bewährungsprobe": Die Überfahrt habe wichtige Erkenntnisse im Umgang mit großen Segelflächen unter schwierigen Wetterbedingungen des Nordatlantiks geliefert, insbesondere in einer Saison, in der Stürme häufig auftreten. Trotz der Herausforderungen habe die Neoliner Origin ihre Belastbarkeit unter Beweis gestellt.
Das Schiff verfolgt einen Klimaschutzansatz. Im Vergleich zu herkömmlichen Frachtern soll es seinen Treibhausgasausstoß um 80 bis 90 Prozent reduzieren. Denn laut der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) verursacht die weltweite Schifffahrt rund drei Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Für Zanuttini ist die Nutzung des Windes daher ein naheliegender Schritt: Wind sei kostenlos, weit verfügbar und ökologisch unbedenklich.
Autos und Schnaps an Bord
Untersuchungen des britischen National Clean Maritime Research Hub bestätigen das Potenzial: Bei Neubauten, die speziell für den Einsatz unter Wind optimiert sind, können die Emissionen um mehr als 50 Prozent sinken. Selbst bestehende Schiffe ließen sich durch Nachrüstung teilweise deutlich effizienter betreiben.Entwickelt wurde die Neoliner Origin vom französischen Schiffbauingenieur-Unternehmen Mauric. Dessen Geschäftsführer Vincent Seguin betonte, Ziel sei ein Schiff gewesen, das sich überwiegend auf Windkraft stützen kann, ohne dabei Zuverlässigkeit oder Planbarkeit einzubüßen. Moderne Navigationssysteme, automatische Segelsteuerung und Stabilitätsmechanismen sollen den Betrieb mit vergleichsweise kleiner Besatzung sicherstellen.
Die Neoliner Origin kann bis zu 5300 Tonnen Ladung transportieren. Bei ihrer Ankunft in Baltimore hatte sie unter anderem Renault-Fahrzeuge, französische Spirituosen und Maschinen an Bord. Künftig sind regelmäßige Monatsfahrten zwischen Europa und Nordamerika mit einer Reisegeschwindigkeit von etwa elf Knoten vorgesehen.
Zusammenfassung
- Weltgrößtes Fracht-Segelschiff schloss erste Atlantiküberquerung ab
- 136 Meter langes Schiff mit zwei halbstarren Segeln und Hilfsmotor
- Trotz Sturmbeschädigung am hinteren Segel erreichte es pünktlich Baltimore
- Reduziert Treibhausgasausstoß im Vergleich zu konventionellen Schiffen erheblich
- Transportiert bis zu 5300 Tonnen Fracht mit etwa elf Knoten Reisegeschwindigkeit
- Neoline plant regelmäßige Monatsfahrten zwischen Europa und Nordamerika
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