Ärger für Microsoft Copilot:
Korrektur irreführender Werbung gefordert

Die US-amerikanische National Advertising Division (NAD) hat Mi­cro­soft aufgefordert, bestimmte Werbeaussagen zu seinem KI-As­sis­ten­ten Copilot zu korrigieren. Nach gründlicher Untersuchung wur­den mehrere Behauptungen als irreführend eingestuft.
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US-Werbeaufsicht rügt Microsoft

Die Kritik konzentriert sich auf zwei Hauptbereiche: übertriebene Pro­duk­ti­vi­täts­ver­spre­chen und verwirrende Namensgebung. Microsoft hatte beworben, dass 67, 70 und 75 Prozent der Nutzer nach sechs, zehn und über zehn Wochen Nutzung produktiver seien - basierend auf einer internen Studie.

Wie The Verge berichtet, bemängelte die NAD, dass die Studie lediglich subjektive Wahrnehmungen dokumentiere, aber keine objektiven Produktivitäts­steigerungen belege. Microsoft müsse diese Aussagen entweder einstellen oder die tatsächliche Studienbasis offenlegen. Das Unternehmen habe bereits während der Untersuchung angekündigt, bestimmte Produktivitätsbehauptungen dauerhaft zu streichen.


Business Chat unter der Lupe

Besonders kritisch bewertete die NAD die Vermarktung des Business-Chat-Features. Anders als beworben könne Business Chat keine Dokumente direkt in anderen Anwendungen generieren - dafür wären manuelle Schritte erforderlich.

Microsoft müsse daher alle wesentlichen Einschränkungen klar kommunizieren. Problematisch seien zudem Begriffe wie "nahtlos" und "im Arbeitsfluss", die suggerieren würden, dass Aktionen ununterbrochen und ohne manuelle Eingriffe abliefen. Dies entspreche oft nicht der Realität. Die NAD bemängelte die universelle Verwendung des Begriffs "Copilot" für verschiedene Funktionen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Verwirrende Produktbezeichnung

Dies führe zu Verwirrung, da Verbraucher die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen Copilot-Varianten nicht verstehen würden.

Microsoft lenkt schon ein

Laut The Verge hat Microsoft bereits erklärt, zwar nicht mit allen NAD-Schlussfolgerungen einverstanden zu sein, aber "den Empfehlungen zur Klarstellung seiner Behauptungen folgen" werde. Das Unternehmen schätze "die Gelegenheit zur Teilnahme an diesem Verfahren".

Die NAD ist eine Selbstregulierungsorganisation der US-Werbebranche unter dem Better Business Bureau. Ihre Empfehlungen sind nicht rechtlich bindend, werden aber meist befolgt, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Was haltet ihr von den Vorwürfen gegen Microsoft? Findet ihr die Kritik der Werbeaufsicht gerechtfertigt oder übertrieben? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit!

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Zusammenfassung
  • US-Werbeaufsicht fordert Korrektur irreführender Microsoft-Copilot-Werbung
  • Produktivitätssteigerungen basieren nur auf subjektiven Wahrnehmungen
  • Irreführende Darstellung der Business-Chat-Fähigkeiten bemängelt
  • Begriff 'Copilot' könnte Verbraucher verwirren
  • Beschreibungen entsprechen nicht der tatsächlichen Nutzung
  • Microsoft will Empfehlungen zur Klarstellung seiner Aussagen folgen

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