Spotify Free ist ein "riesiger Fehler" - Apple übt harsche Kritik
Apple Music-Chef Oliver Schusser hat die Streaming-Konkurrenz von Spotify und Amazon Music heftig kritisiert. Auf einer Branchenkonferenz bezeichnet er die kostenlosen Angebote der anderen Plattformen als "riesigen Fehler". Apple verfolge einen anderen Ansatz.
Auf die Frage, was er in der Musikindustrie ändern würde, antwortete Schusser deutlich: "Es ist verrückt, dass nach 20 Jahren Musik immer noch kostenlos angeboten wird." Apple sei bewusst der einzige große Anbieter ohne kostenloses Modell - und das nicht aus finanziellen Gründen: "Als Unternehmen betrachten wir Musik als Kunst, und wir würden Kunst niemals kostenlos verschenken."
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Die Kritik äußerte Schusser in einem Gespräch mit David Israelite, dem Präsidenten der National Music Publishers' Association (NMPA) auf YouTube. Die NMPA vertritt die Interessen von Musikverlagen und Songwritern in den USA und kämpft seit Jahren für bessere Vergütung von Urhebern im digitalen Zeitalter.
Bei Amazon Music sei die Situation noch dramatischer. So brach der Musik-Umsatz in den ersten drei Monaten nach Einführung der Bündel-Angebote um 40 Prozent ein. Die Streaming-Dienste argumentieren, dass sie durch die Kombination verschiedener Inhalte mehr Abonnenten gewinnen können. Kritiker befürchten jedoch, dass Musik dabei zur Nebensache degradiert wird.
Diese Strategie spiegelt Apples generelles Geschäftsmodell wider, das auf Premium-Produkte und -Dienste setzt. Während Spotify mit seinem kostenlosen Angebot über 200 Millionen Nutzer erreicht, hat Apple Music etwa 100 Millionen zahlende Abonnenten. Spotify argumentiert, dass das kostenlose Angebot als Einstieg diene und viele Nutzer später zu zahlenden Kunden werden. Infografik Audiostreaming: Spotify ist Marktführer in Deutschland
Die Debatte um kostenlose Streaming-Angebote ist nicht neu, gewinnt aber durch die sinkenden Einnahmen für Künstler, die nicht zuletzt auch durch das Aufkommen von KI-Musik beschnitten werden, an Brisanz. Während Spotify betont, mehr Geld als jede andere Plattform an Künstler auszuschütten, kritisieren Musiker die niedrigen Vergütungen.
Was haltet ihr von gebührenfreien Streaming-Angeboten? Sollte Musik kostenlos verfügbar sein und nutzt ihr selbst entsprechende Angebote? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
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Siehe auch:
Musik ist Kunst
Apple Musics Vizepräsident Oliver Schusser hat kostenlose Musik-Streaming-Modelle als "riesigen Fehler" bezeichnet und damit eine neue Debatte über die Zukunft der Musikindustrie entfacht. Der Manager kritisierte besonders die werbeunterstützten Gratisangebote von Konkurrenten wie Spotify und Amazon Music, die seiner Ansicht nach den Wert von Musik als Kunstform untergraben.Auf die Frage, was er in der Musikindustrie ändern würde, antwortete Schusser deutlich: "Es ist verrückt, dass nach 20 Jahren Musik immer noch kostenlos angeboten wird." Apple sei bewusst der einzige große Anbieter ohne kostenloses Modell - und das nicht aus finanziellen Gründen: "Als Unternehmen betrachten wir Musik als Kunst, und wir würden Kunst niemals kostenlos verschenken."
Auf YouTube ansehenDie Kritik äußerte Schusser in einem Gespräch mit David Israelite, dem Präsidenten der National Music Publishers' Association (NMPA) auf YouTube. Die NMPA vertritt die Interessen von Musikverlagen und Songwritern in den USA und kämpft seit Jahren für bessere Vergütung von Urhebern im digitalen Zeitalter.
Millionenverluste durch Streaming-Bündel
Besonders kritisch sieht die NMPA die neuen Bündel-Angebote von Spotify und Amazon Music, die Musik mit Hörbüchern kombinieren. Diese Pakete führen zu drastisch sinkenden Tantiemen für Songwriter und Komponisten. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche durch Spotifys Bündel-Angebote Verluste von über 230 Millionen Dollar (etwa 200 Millionen Euro).Bei Amazon Music sei die Situation noch dramatischer. So brach der Musik-Umsatz in den ersten drei Monaten nach Einführung der Bündel-Angebote um 40 Prozent ein. Die Streaming-Dienste argumentieren, dass sie durch die Kombination verschiedener Inhalte mehr Abonnenten gewinnen können. Kritiker befürchten jedoch, dass Musik dabei zur Nebensache degradiert wird.
Apples Strategie der Exklusivität
Apple Music verfolgt seit dem Start 2015 konsequent eine reine Abo-Strategie ohne kostenloses Angebot. Der Dienst kostet in Deutschland regulär 10,99 Euro monatlich für Einzelnutzer. Schusser betonte das Engagement seines Unternehmens für Künstler und setzte sich für angemessene Vergütung ein.Diese Strategie spiegelt Apples generelles Geschäftsmodell wider, das auf Premium-Produkte und -Dienste setzt. Während Spotify mit seinem kostenlosen Angebot über 200 Millionen Nutzer erreicht, hat Apple Music etwa 100 Millionen zahlende Abonnenten. Spotify argumentiert, dass das kostenlose Angebot als Einstieg diene und viele Nutzer später zu zahlenden Kunden werden. Infografik Audiostreaming: Spotify ist Marktführer in Deutschland
Die Debatte um kostenlose Streaming-Angebote ist nicht neu, gewinnt aber durch die sinkenden Einnahmen für Künstler, die nicht zuletzt auch durch das Aufkommen von KI-Musik beschnitten werden, an Brisanz. Während Spotify betont, mehr Geld als jede andere Plattform an Künstler auszuschütten, kritisieren Musiker die niedrigen Vergütungen.
Was haltet ihr von gebührenfreien Streaming-Angeboten? Sollte Musik kostenlos verfügbar sein und nutzt ihr selbst entsprechende Angebote? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Apple-Music-Chef bezeichnet kostenlose Streaming-Modelle als Fehler
- Schusser kritisiert Wertverfall von Musik durch Gratisangebote
- Bündel-Angebote von Spotify und Amazon führen zu sinkenden Tantiemen
- Musikbranche verzeichnete durch Spotifys Bündel-Angebote hohe Verluste
- Apple Music verfolgt seit 2015 konsequent eine reine Abo-Strategie
- Debatte über Künstlervergütung im Streaming-Bereich gewinnt an Brisanz
Siehe auch:
- 20.000 Tracks täglich: KI-Musik überflutet Streamingdienst Deezer
- Protest gegen KI: Mehr als 1000 Musiker veröffentlichen "stilles Album"
- Musik-Streaming wird teurer: Amazon Music Unlimited passt Preise an
- GEMA verklagt das Musik-KI-Unternehmen Suno
- Suno-Chef: Menschen machen bisher nicht gern Musik - deshalb KI!
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