Kein Mikroplastik: Neuer Kunststoff löst sich in Salzwasser einfach auf
Ein Forscherteam der Universität Tokio hat eine neue Art von Kunststoff entwickelt, der sich besonders schnell in Meerwasser und salzhaltiger Erde zersetzt - ein möglicher Durchbruch im Kampf gegen die weltweite Plastikverschmutzung der Ozeane.
Das Besondere: Der Kunststoff zerfällt in seine Ausgangsstoffe, die dann von natürlich vorkommenden Bakterien weiter abgebaut werden. Dies funktioniert laut den Forschern ganz ohne schädliche Rückstände oder Mikroplastik.
Die Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Laut dem UN-Umweltprogramm könnte sich die Menge an Plastik, die jährlich in die Ozeane gelangen, bis 2040 verdreifachen - auf bis zu 37 Millionen Tonnen. Bereits heute finden sich Mikroplastikpartikel in menschlichen Organen, im Blutkreislauf und sogar im Gehirn.
Während weltweit nur ein geringer Teil - insbesondere von Einwegplastik - recycelt wird, suchen Wissenschaftler verstärkt nach Alternativen, die sich umweltfreundlich abbauen lassen oder ganz auf Kunststoff verzichten.
"Kinder können sich die Welt, in der sie leben werden, nicht aussuchen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen eine möglichst intakte Umwelt zu hinterlassen", sagte Projektleiter Takuzo Aida der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vorstellung des neuen Kunststoffs erfolgte kurz vor dem Weltumwelttag am heutigen 5. Juni - ein symbolträchtiger Zeitpunkt, da im August die nächste Verhandlungsrunde für ein globales Plastikabkommen ansteht.
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Rückstandsfrei verschwunden
Laut des im Fachjournal Science veröffentlichten Papers handelt es sich um das derzeit am schnellsten abbaubare Plastikmaterial seiner Art. In Labortests löste sich ein fünf Zentimeter großes Stück des Kunststoffs bereits nach rund einer Stunde in bewegtem Salzwasser vollständig auf. Auch in feuchter Erde mit Salzgehalt sei der vollständige Abbau nach etwa 200 Stunden möglich.Das Besondere: Der Kunststoff zerfällt in seine Ausgangsstoffe, die dann von natürlich vorkommenden Bakterien weiter abgebaut werden. Dies funktioniert laut den Forschern ganz ohne schädliche Rückstände oder Mikroplastik.
Die Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Laut dem UN-Umweltprogramm könnte sich die Menge an Plastik, die jährlich in die Ozeane gelangen, bis 2040 verdreifachen - auf bis zu 37 Millionen Tonnen. Bereits heute finden sich Mikroplastikpartikel in menschlichen Organen, im Blutkreislauf und sogar im Gehirn.
Während weltweit nur ein geringer Teil - insbesondere von Einwegplastik - recycelt wird, suchen Wissenschaftler verstärkt nach Alternativen, die sich umweltfreundlich abbauen lassen oder ganz auf Kunststoff verzichten.
Verfeinerung in Arbeit
Das neue Material besitzt ähnliche mechanische Eigenschaften wie herkömmlicher erdölbasierter Kunststoff, ist dabei jedoch nicht toxisch, nicht brennbar und setzt beim Abbau kein CO2 frei. Noch ist es nicht kommerziell erhältlich, doch die Entwickler arbeiten bereits an schützenden Beschichtungen, die eine Verwendung in Verpackungen und anderen Alltagsprodukten ermöglichen sollen - ohne dabei die schnelle Zersetzung in der Natur zu beeinträchtigen."Kinder können sich die Welt, in der sie leben werden, nicht aussuchen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen eine möglichst intakte Umwelt zu hinterlassen", sagte Projektleiter Takuzo Aida der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vorstellung des neuen Kunststoffs erfolgte kurz vor dem Weltumwelttag am heutigen 5. Juni - ein symbolträchtiger Zeitpunkt, da im August die nächste Verhandlungsrunde für ein globales Plastikabkommen ansteht.
Zusammenfassung
- Japanische Forscher entwickeln Kunststoff, der sich schnell in Salzwasser löst
- Das Material zerfällt innerhalb einer Stunde in bewegtem Salzwasser komplett
- Abbau erfolgt rückstandsfrei ohne Mikroplastik durch natürliche Bakterien
- Das Material hat ähnliche Eigenschaften wie herkömmliches Plastik ohne Toxizität
- Die Entwicklung könnte helfen, die wachsende Plastikverschmutzung der Ozeane zu bekämpfen
- Forscher arbeiten an Beschichtungen für praktische Alltagsanwendungen
- Die Vorstellung erfolgte symbolträchtig kurz vor dem Weltumwelttag am 5. Juni
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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