Feuertaufe für Roboterhund:
Chinas Hightech-Brandbekämpfer in Aktion
Vier Beine, rotes Gehäuse, zischender Wasserstrahl: In China steuert ein Roboterhund auf ein Feuer zu - nicht zur Schau, sondern als Teil eines Feuerwehrteams. Der Unitree B2 soll dort helfen, wo Menschen nicht weiterkönnen - mit spannender Technik.
Die Feuerwehr der Küstenstadt Qingdao testet seit Kurzem zwei speziell ausgestattete Roboter des Modells Unitree B2 - zur konkreten Unterstützung bei Bränden. Dass dabei auch medienwirksame Bilder entstehen, dürfte kaum unerwünscht sein.
Die Geräte übernehmen Aufgaben, die für Menschen gefährlich sind oder zusätzliche Zeit kosten würden. Dafür gibt es mehrere spezialisierte Aufbauten: Der sogenannte "Inspection Robot Dog" bringt Sensoren zur Gaserkennung, Wärmebildkameras und Scheinwerfer mit. Er kann verrauchte Räume erkunden und mögliche Verletzte orten. Die Steuerung erfolgt entweder manuell oder über vorprogrammierte Routen, die der Roboter selbstständig abläuft.
In einer weiteren Konfiguration kommt der B2 als "Water Cannon Robot Dog" zum Einsatz. Dabei wird eine Löschkanone direkt mit dem Feuerwehrschlauch verbunden. Die Vorrichtung sprüht bis zu 40 Liter pro Sekunde und erreicht dabei eine Distanz von bis zu 60 Metern. Der Neigungswinkel lässt sich zwischen 5 und 85 Grad regulieren, zusätzlich kann der Roboter durch Körperbewegung die Strahlrichtung feinjustieren.
Ein Sprinklersystem am Gehäuse schützt den Roboter bei starker Hitze vor Überhitzung. Der B2 erreicht laut Hersteller eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 6 m/s, trägt Lasten bis 90 Kilogramm und ist auch für unwegsames Gelände geeignet.
Ergänzt wird das System durch ein drittes Modul namens "Fan Robot Dog", das mit einem Hochleistungslüfter kleinere Brände bei Wald- oder Flächenbränden gezielt ausblasen kann. Laut Angaben von Unitree Robotics, dem Hersteller, wurden die Geräte vom Qingdao Firefighting and Rescue Support Team offiziell übernommen und bereits bei mehreren Übungen getestet. Andere Städte sollen laut Hersteller ebenfalls Interesse bekundet haben.
Siehe auch:
Hightech bei der Feuerwehr: Roboter löschen Brände
Seit Jahren werden Roboterhunde in Videos gezeigt, wie sie auf Baustellen laufen, Kisten tragen oder durch Labore stolpern. Viele dieser Demonstrationen bleiben konzeptuell - mehr Techdemo als Alltag. Doch in China ist nun einer dieser Prototypen im realen Einsatz angekommen.Die Feuerwehr der Küstenstadt Qingdao testet seit Kurzem zwei speziell ausgestattete Roboter des Modells Unitree B2 - zur konkreten Unterstützung bei Bränden. Dass dabei auch medienwirksame Bilder entstehen, dürfte kaum unerwünscht sein.
Roboterhund mit Schlauch: Chinas neue Hightech-Brandbekämpfer
Die Geräte übernehmen Aufgaben, die für Menschen gefährlich sind oder zusätzliche Zeit kosten würden. Dafür gibt es mehrere spezialisierte Aufbauten: Der sogenannte "Inspection Robot Dog" bringt Sensoren zur Gaserkennung, Wärmebildkameras und Scheinwerfer mit. Er kann verrauchte Räume erkunden und mögliche Verletzte orten. Die Steuerung erfolgt entweder manuell oder über vorprogrammierte Routen, die der Roboter selbstständig abläuft.
In einer weiteren Konfiguration kommt der B2 als "Water Cannon Robot Dog" zum Einsatz. Dabei wird eine Löschkanone direkt mit dem Feuerwehrschlauch verbunden. Die Vorrichtung sprüht bis zu 40 Liter pro Sekunde und erreicht dabei eine Distanz von bis zu 60 Metern. Der Neigungswinkel lässt sich zwischen 5 und 85 Grad regulieren, zusätzlich kann der Roboter durch Körperbewegung die Strahlrichtung feinjustieren.
Ein Sprinklersystem am Gehäuse schützt den Roboter bei starker Hitze vor Überhitzung. Der B2 erreicht laut Hersteller eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 6 m/s, trägt Lasten bis 90 Kilogramm und ist auch für unwegsames Gelände geeignet.
Ergänzt wird das System durch ein drittes Modul namens "Fan Robot Dog", das mit einem Hochleistungslüfter kleinere Brände bei Wald- oder Flächenbränden gezielt ausblasen kann. Laut Angaben von Unitree Robotics, dem Hersteller, wurden die Geräte vom Qingdao Firefighting and Rescue Support Team offiziell übernommen und bereits bei mehreren Übungen getestet. Andere Städte sollen laut Hersteller ebenfalls Interesse bekundet haben.
Futuristische Feuerwehr
Menschen orten, Brände löschen, Gefahren frühzeitig erkennen - zweifelsfrei ein sinnvolles Aufgabenfeld für Roboter. Ob sich solche Systeme im Alltag bewähren und wo sie Einsatzkräfte wirklich ergänzen können, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Doch der erste Schritt von der Technologiedemo zur echten Anwendung ist in diesem Fall getan - auf vier Beinen, mit Wasserkanone und Fernsteuerung.
Zusammenfassung
- Roboterhund 'Unitree B2' unterstützt Feuerwehr in Qingdao bei Bränden
- Spezialausrüstung ermöglicht Erkundung verrauchter Räume und Ortung Verletzter
- 'Water Cannon Robot Dog' verfügt über leistungsstarke Löschkanone
- Roboter erreicht Geschwindigkeiten bis 6 m/s und trägt Lasten bis 90 kg
- 'Fan Robot Dog' kann mit Hochleistungslüfter kleinere Brände ausblasen
- Einsatz bei mehreren Übungen, andere Städte zeigen ebenfalls Interesse
- Bewährung im Alltag und tatsächliche Ergänzung der Einsatzkräfte noch offen
Siehe auch:
- Trump-Minister: Apple wartet für US-Produktion nur auf Roboterarme
- Team programmiert bestehende Saugroboter für viele neue Aufgaben
- Sci-Fi wird real: Unitree kündigt Box-Spektakel mit 'Kung-Fu'-Roboter an
- Britische Armee testet alptraumhaften Roboterpanzer zum Minenräumen
- Ballie: Samsung bringt seinen Haus-Roboter nun wirklich auf den Markt
Thema:
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