Chinesische Angreifer kapern Linux-Netzwerkgeräte per SSH
Eine chinesische Hackergruppe hat eine neue Angriffsmethode entwickelt, bei der sie den SSH-Daemon von Netzwerkgeräten übernimmt. Dabei wird Malware in die Systeme geschleust, die dann für längerfristige Kampagnen und verdeckte Operationen genutzt wird.
Nachdem ein Netzwerkgerät auf Linux-Basis kompromittiert wurde - der initiale Vorgang bleibt dabei aktuell noch etwas rätselhaft - prüft ein sogenannter Dropper, ob das Zielsystem bereits infiziert ist und ob der Zugriff mit Root-Rechten erfolgt. Sind diese Bedingungen erfüllt, werden mehrere Binärdateien auf das Gerät geladen.
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Eine zentrale Komponente ist dabei eine manipulierte SSH-Bibliothek (libssdh.so), die in den SSH-Daemon injiziert wird und als Hauptbackdoor für die Command-and-Control-Kommunikation sowie den Datendiebstahl fungiert. Weitere Dateien, wie "mainpasteheader" und "selfrecoverheader", sorgen dafür, dass sich die Angreifer dauerhaft auf dem System einnisten können.
Außerdem können sie Dateien hoch- und herunterladen, Verzeichnisse listen, Dateien umbenennen oder sogar einen Remote-Shell-Zugang eröffnen. Insgesamt sind bis zu 15 unterschiedliche Befehle implementiert, die den Angreifern umfangreiche Kontrolle über das infizierte System gewähren. Dadurch lassen sich die gekaperten Geräte dann für weitergehende Attacken nutzen.
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Siehe auch:
Wieder mal Evasive Panda
Die Gruppe, die in dem Fall aktiv ist, ist unter dem Namen Evasive Panda und auch DaggerFly bekannt. Laut den Sicherheitsforschern von Fortinet setzen sie auf eine Angriffssuite namens "ELF/Sshdinjector.A!tr", die bereits seit Mitte November 2024 bei verschiedenen anderen gezielten Attacken zum Einsatz kam, berichtete Bleeping Computer.Nachdem ein Netzwerkgerät auf Linux-Basis kompromittiert wurde - der initiale Vorgang bleibt dabei aktuell noch etwas rätselhaft - prüft ein sogenannter Dropper, ob das Zielsystem bereits infiziert ist und ob der Zugriff mit Root-Rechten erfolgt. Sind diese Bedingungen erfüllt, werden mehrere Binärdateien auf das Gerät geladen.
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Eine zentrale Komponente ist dabei eine manipulierte SSH-Bibliothek (libssdh.so), die in den SSH-Daemon injiziert wird und als Hauptbackdoor für die Command-and-Control-Kommunikation sowie den Datendiebstahl fungiert. Weitere Dateien, wie "mainpasteheader" und "selfrecoverheader", sorgen dafür, dass sich die Angreifer dauerhaft auf dem System einnisten können.
Komplette Übernahme
Die eingeschleuste Bibliothek ermöglicht den Angreifern eine Vielzahl von Befehlen zu nutzen, um Systeminformationen zu sammeln, Prozesse zu überwachen und sogar komplette Systembefehle aus der Ferne auszuführen. Zu den verfügbaren Funktionen gehören das Erfassen von Hostnamen, MAC-Adressen und anderen Systemdetails, das Auslesen sensibler Dateien wie der Passwortdatei (/etc/shadow) sowie das Abrufen von Systemlogs aus Verzeichnissen wie /var/log/dmesg.Außerdem können sie Dateien hoch- und herunterladen, Verzeichnisse listen, Dateien umbenennen oder sogar einen Remote-Shell-Zugang eröffnen. Insgesamt sind bis zu 15 unterschiedliche Befehle implementiert, die den Angreifern umfangreiche Kontrolle über das infizierte System gewähren. Dadurch lassen sich die gekaperten Geräte dann für weitergehende Attacken nutzen.
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Zusammenfassung
- Chinesische Hackergruppe entwickelt neue SSH-Angriffsmethode
- Malware wird für längerfristige Kampagnen in Systeme eingeschleust
- Angriffssuite 'ELF/Sshdinjector.A!tr' seit November 2024 im Einsatz
- Manipulierte SSH-Bibliothek dient als Hauptbackdoor für C&C-Kommunikation
- Angreifer können bis zu 15 verschiedene Befehle auf infizierten Systemen ausführen
- Gekaperte Geräte lassen sich für weitergehende Attacken nutzen
- Initiale Kompromittierung von Linux-Netzwerkgeräten bleibt noch unklar
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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